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Fachmessen 2010

Messebeginn:21.03.2010
Messeende:23.03.2010
Ort:Düsseldorf
Thema:Das Mitteldeutsche Institut für Weinforschung stellt sich vor
Beschreibung:

 

Evaluierung alter Landsorten der Weinrebe im Saale-Unstrut-Gebiet

 

In Deutschland existieren nur noch wenige Weinberge, die vor 1945 aufgerebt wurden. Im Saale-Unstrut-Gebiet sind noch sechs Rebstöcke der Sorte ‚Schwarzer Heunisch‘, die ca. 150 Jahre alt, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit virös sind und eine Anlage mit ebenfalls virösen Stöcken der Sorte ‚Roter Riesling, Pflanzjahr 1932, zu finden.

 Da jedoch eine Neuanlage nur mit virusfreiem Material erfolgen kann, soll mit Hilfe von In-vitro-Techniken (Thermotherapie, Meristemgewinnung) gesundes Pflanzenmaterial erzeugt werden. Das Ziel der durchgeführten Versuche liegt in der Generhaltung, Vermehrung und Neuanlage dieser historischen Rebsorten. Außerdem sollen mit Hilfe der Mikrosatelliten-Bestimmung ausgewählte Rebstöcke der Sorten ‚Silvaner grün & blau‘, ‚Riesling weiß & rot‘, ‚Heunisch weiß & schwarz‘ und ‚Elbling weiß & rot‘ analysiert werden.

 

 

Erste Erfahrungen bei der Bestimmung von Mostinhaltsstoffen mit dem FTIR-Spektrometer ALPHA

Das FTIR-Spektrometer der Firma Bruker Optics ist ein kleines, robustes und sehr flexibles Messgerät welches zukünftig auch für die Bestimmung von Mostinhaltstoffen genutzt werden soll. In die Kalibrierung flossen ca. 70 Moste verschiedener Rebsorten des Lesejahres 2009 aus den Regionen Sachsen, Brandenburg und Thüringen ein. Es wurden sehr gute Korellationen für die Komponenten Oechsle, Gesamtzucker, Fructose/Glucose, Gesamtsäure und pH erzielt. Da für die FTIR-Messung keine umfassende Probenvorbereitung notwendig ist und die Messung einer Probe weniger als eine Minute in Anspruch nimmt, ist ein hoher Probendurchsatz möglich. Die Untersuchung mittels FTIR-Spektroskopie ist verglichen mit den Referenzmethoden einfacher, kostengünstiger und schneller und ermöglicht so eine objektive Bewertung der Qualität bereits bei der Traubenanlieferung.

 

 

Entwicklung eines neuen Weintyps durch Nutzung der ältesten Methode der Weinbereitung

Sowohl das Genzentrum der Weinrebe L., als auch die ältesten Überlieferungen der Menschheit zum Rebbau, (Gilgameschepos – Enkidu, Bibel - Noah am Ararat) findet man im Transkaukasus. Daher kennt man auch die ersten Zeugnisse der Weinbereitung, ca. 6.000 Jahre alte Tongefäße aus dieser Region. Noch immer werden ca. 10% der Weinproduktion der Volksrepublik Georgien in eingegrabenen Tongefäßen hergestellt wie vor Tausenden von Jahren. Im Zuge der Globalisierung scheint es besonders interessant, in „Kvevrys“ als alternative Gebinde, jenseits des Edelstahltanks einen (für Europa) neuartigen Weintyp zu produzieren. Ein Spitzenbetrieb in Sachsen hat sich bereit erklärt, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt, diese Methode zu probieren, einen andersartigen Wein zu keltern und das Verfahren wissenschaftlich begleiten zu lassen.

Die »Sächsische Staatsweingut GmbH Schloss Wackerbarth« hat das Ziel, den „Genuss als einen wichtiger Teil sächsischer Identität“ zu erhalten. Im Rahmen dieses Konzeptes will der Betrieb Weine aus der typischen sächsischen Rebsorte Traminer mit der Methode „Kartuli“ in Originaltongefäßen, den „Kvevry“ aus dem Transkaukasus untersuchen.

 

Halle 4/C85

Kontakt: 

Prof. Dr. Thomas Kleinschmidt

 




Erstellt von: Simone Keim