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Fachmessen 2016

Messebeginn:15.11.2016
Messeende:18.11.2016
Ort:Hannover
Thema:Eiweißhaltige Konservate aus Luzerne und Klee-Grasmischungen in der Rinderfütterung
Beschreibung:

Auch wenn Luzerne bei den Trockenmasse- und Energieerträgen insbesondere dem Silomais deutlich unterlegen ist, gibt es sehr gute Gründe diese Futterpflanze, dort wo die Standortbedingungen auch passen, anzubauen. Für die Luzerne sprechen ackerbauliche Aspekte wie Fruchtfolgelockerung und gute Vorfruchtwirkung sowie Bodenaufschluss, Erosionsminderung und phytosanitäre Effekte. Insbesondere für niederschlagsarme Gebiete kann die gegenüber Ackergras höhere Ertragssicherheit ein entscheidender Vorteil sein. Aus Erntemengen und aus den vergleichsweise hohen Proteingehalten der Luzerne resultieren dann entsprechende gute Erträge an Grobfutterfutterprotein. Die Ertragsüberlegenheit sowie die mehrjährige Nutzung, durch die sich die Arbeitserledigungskosten reduzieren sowie auch der Verzicht auf N-Düngung ermöglichen günstige Produktionskosten je Mengeneinheit Futter und Rohprotein. Interessant kann der Anbau auch aufgrund der möglichen Einbeziehung in die ökologische Vorrangflächen (Greening) sein.

 

Im Rahmen eines Futterwert­monitorings der Hochschule Anhalt und der LLG Iden zu den unterschiedlich konservierten Luzernefuttermitteln aus Praxisbetrieben ergaben sich erwartungs­gemäß erhöhte Anteile an im Pansen unabbaubarem Rohprotein (UDP) für die Trocknungsprodukte der Luzerne. Während der UDP-Gehalt der Silagen im Mittel unter 20 % lag, waren es beim Heu nach einer Wärmebehandlung mit Biogasabwärme über 30 %, bei Heißlufttrocknung für das Trockengut sogar fast 40 % und teilweise mehr. Beim Klee-Gras kann durch die Trocknung ebenfalls eine Erhöhung des Anteiles an Druchflußprotein im Pansen (UDP) gegenüber der Silierung beobachtet werden. Beim Einsatz von Klee-Gras-Produkten sind dann die verfügbaren Mengen und das Ziel in Bezug auf die Proteinversorgung zu diskutieren. Am Stand der Hochschule Anhalt zur EUROTIER sollen dann die Futterwerte und Versuche mit den verschiedenen Konservaten vorgestellt werden.

 

 

Kontakt:

Dr. Heiko Scholz

Halle 26/A14



Erstellt von: Simone Keim