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21.02.2017

Hochschule Anhalt erhält Förderung für erfolgreiche Integrationsarbeit

Die Hochschule Anhalt erhielt kürzlich als eine von sieben Hochschulen in Deutschland eine Anerkennung ihrer erfolgreichen Integrationsarbeit durch die Förderung vom Stiftungsfonds Deutsche Bank und dem Stifterverband, die gemeinsam das Förderprogramm „Angekommen, integriert, qualifiziert!“ organisieren. Die Hochschulen werden dabei unterstützt, Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund zur Aufnahme und zum Abschluss eines Studiums zu motivieren, sie im Studienverlauf zu begleiten und ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Jede der Hochschulen erhält eine Förderung von 50.000 Euro. Die Hochschule Anhalt ist die einzige geförderte Hochschule in den neuen Ländern.

Der Großteil der Förderung wird an der Hochschule Anhalt für den Ausbau der Koordinierungsstelle für Integration eingesetzt. Die Koordinierungsstelle führt Integrationsmaßnahmen durch, um den Geflüchteten den Studienbeginn zu erleichtern. Außerdem wird ein Mentoringprogramm entwickelt. Hohen Stellenwert hat die Förderung von geflüchteten Frauen, für die eine studieneinführende Vorlesungsreihe (internationales Frauenseminar) konzipiert wird. Ein regionales Netzwerk mit außeruniversitären Partnern soll durch Praktika und Abschlussarbeiten in Unternehmen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. 18.000 Euro sind für das Wohl der Studierenden bestimmt und werden als Jahresstipendien in Höhe von 150 Euro monatlich an besonders qualifizierte Studierende mit Fluchthintergrund verteilt.  

„Die Förderung ermöglicht es uns, motivierten Studienanfängern, die aus der Bafög-Förderung fallen, zu helfen, ihr Studium in Deutschland abzuschließen“, sagt der Integrationsbeauftragte der Hochschule Anhalt, Tristan Dornberger. „Teilweise fehlen den Studierenden nur wenige Fächer zum Abschluss ihres Bachelors. Hier können wir unbürokratisch helfen.“

Die Integrationsarbeit der Hochschule Anhalt ist nachhaltig organisiert und weist kontinuierlich Erfolge auf. Insgesamt bereiten sich derzeit 151 Studierende mit Flüchtlingshintergrund in neun Sprachkursen auf ein Studium vor. 38 davon befinden sich in der Endphase ihrer Sprachausbildung. Sie beginnen am 27. Februar 2017 ihren letzten Sprachkurs. Damit erhalten sie die Voraussetzung für ein Studium in Deutschland. Außerdem starteten am 20. Februar 2017 neue Kurse mit 50 Kursplätzen für Studienanfänger mit Fluchthintergrund an den Standorten Köthen und Bernburg.