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07.12.2016

Kaffeeanbau in Thailand

Am Dienstag, dem 13. Dezember 2016 findet um 16:30 Uhr ein Expertenvortrag zum Thema „Chancen zum Einstieg in den Kaffeemarkt durch Spezialitätenkaffee in Süd-Ost-Asien anhand eines Beispiels von Silaa Coffee in Nord Thailand“ an der Hochschule Anhalt im Gebäude 03, Raum 214, Bernburger Str. 55, statt. Den Vortrag hält Dipl.-Ing Agr. Johannes Janzen.

Johannes Janzen ist seit 1988 in verschiedenen landwirtschaftlichen Projekten in der Entwicklungshilfe in Ländern Südostasiens tätig. Er war mehrfach als Berater für Projekte der UNO/FAO für den Wiederaufbau der landwirtschaftlichen Infrastruktur in den Tsunamiregionen in Indonesien, Thailand und Myanmar tätig.
Am Beispiel der Realisierung von Anbau- und Verarbeitungsketten von hochwertigem Arabica-Kaffee in den Bergregionen in Nordthailand wird Herr Janzen aufzeigen, wie ein verantwortungsvoller ökologischer Anbau von Lebensmitteln die wirtschaftliche Existenz der Bevölkerung in strukturschwachen Regionen nachhaltig verbessern kann.

Dieser Prozess wird seit Kurzem durch die Hochschule Anhalt begleitet. Zusammen mit Prof. Siemens und Prof. Chmielewski arbeitet Herr Janzen an der Konzeption von Kühlsystemen für Rohkaffee, die zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgt werden und mit vor Ort produzierten Materialien gebaut werden. Die Systeme sollen fernab von vorhandenen Energieversorgungs-Infrastrukturen aufgestellt werden und den Kleinbauern ermöglichen, die Wertschöpfungskette aus Anbau und Verarbeitung des Bio-Kaffees in ihre Regionen zu verlagern.

Der Besuch von Herrn Janzen zielt darauf ab, Professoren aus den Bereichen Landwirtschaft und Lebensmitteltechnologie der Hochschule für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Im Januar 2017 bereist eine Gruppe von Experten der Hochschule, vom Fraunhofer CSP (Halle) sowie aus regional ansässigen Unternehmen drei Länder Südostasiens, um vor Ort die Möglichkeiten für neue Entwicklungsprojekte im Bereich erneuerbarer Energien auszuloten. Finanziert wird die Reise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.


Der Vortrag ist für alle offen.