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27.10.2011

Lösungen für globales Agribusiness von Studierenden entwickelt

Niederländische Hochschule zu Besuch an der Hochschule Anhalt in Bernburg

Am 1. und 2. November 2011 geht es wieder international an der Hochschule Anhalt am Standort Bernburg zu. Eine Gruppe von Studierenden und Professoren der Hogeschool den Bosch (HAS den Bosch) aus den Niederlanden wird die Hochschule Anhalt und die Region besuchen. Der Austausch hat das Ziel internationale Lösungen für die Agrarproduktion zu erarbeiten. Die Studierenden kommunizieren dabei meist online. Insgesamt nehmen 90 Studierende von beiden Hochschulen teil.

Gegenseitige Besuche und Treffen an der jeweiligen Hochschule sind immer etwas Besonders. Die Endpräsentation dieses Projektes findet am Dienstag, dem 1. November 2011 von 9:30 bis 11:30 Uhr an der Hochschule Anhalt in Bernburg-Strenzfeld statt. Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich und im Hörsaal im Müntzerhaus.

Die Professoren Elena Kashtanova (Hochschule Anhalt), Hielke van der Meulen und Joris Fiers (HAS den Bosch) leiten sechs Gruppen, die das Modul „International Entrepreneurship“ absolvieren. Hier arbeiten Studierende beider Länder eng zusammen, um eine Investitionsstrategie für die Lebensmittelindustrie im Ausland zu finden. Konkret geht es darum, ob es sich beispielsweise lohnt, Rindfleisch in Südafrika oder Käse in Chile zu produzieren oder eine Obstverarbeitungsfabrik in Russland zu gründen. Die Studierenden erhalten jede Woche ein Feedback auf Teilaufgaben. Neben praxisorientierten Fachinhalten wie Land- und Marktportfolioanalysen werden auch interkulturelle Kompetenzen und Projektmanagement trainiert.
Von der Hochschule Anhalt wurden diese Modelle zur internationalen Teamarbeit bereits mit Universitäten in Osteuropa und den USA erprobt. Internationale Lehrmodule werden von der EU im Rahmen des Bologna-Prozesses sehr gefördert, um die Integration der europäischen Hochschulen zu beschleunigen.

Ein wichtiger Punkt der Hochschulkooperation ist der direkte Kontakt mit Firmen und Experten aus der jeweiligen Region. Um Erfolgsrezepte für deutsches Agribusiness zu entdecken, werden landwirtschaftliche Unternehmen wie Gersdorfer Burg in Quedlinburg, WIMEX in Köthen und die Zuckerfabrik in Könnern besucht. Ein Highlight ist die Betriebsbesichtigung vom Agrarunternehmen Kees de Vries, der als niederländischer Investor bereits mehrere Jahre erfolgreich in Mitteldeutschland wirtschaftet. Im September 2011 wiederum haben 21 Studierende der Hochschule Anhalt in den Niederlanden regionale Agribusiness Betriebe besichtigt, u. a. Bio-Bauernhof, Orchideenfarm und Blumenauktion.
Die HAS Den Bosch ist ebenfalls wie der „grüne“ Fachbereich der Hochschule Anhalt in Bernburg auf den Bereich Agribusiness, Ernährung, Gartenarchitektur und Naturschutz spezialisiert.