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21.08.2012

Win–Win für Biotechnologen

Hochschule Anhalt und Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung besiegeln Zusammenarbeit.

Am 3. August 2012 haben die Hochschule Anhalt und das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Gatersleben eine formelle Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern in der Region durch beide Partner auf ein solides Fundament zu stellen und im Bereich der angewandten Biowissenschaften die Zusammenarbeit zu intensivieren.


Bei der Ausbildung junger Nachwuchswissenschaftler kommt es neben der Qualität in der Lehre darauf an, den angehenden Akademikern auch Möglichkeiten für ihre spätere berufliche Laufbahn aufzuzeigen. So absolvieren Studierende der Hochschule Anhalt in der Regel Praktika während ihres Studiums, die in den Lehrplan integriert sind, um studienbegleitend Berufserfahrung zu sammeln. Neben Firmen sind für die angehenden Ingenieure gerade im Bereich der Hochtechnologieanwendungen, wie der Biotechnologie, auch Forschungseinrichtungen von Interesse.
Schon seit mehreren Jahren gibt es eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Anhalt und dem IPK Gatersleben in diesem Bereich. In der Forschergruppe Hefegenetik unter Leitung von Prof. Kunze haben bereits Dutzende Studenten Praktika geleistet oder wurden während ihrer Abschlussarbeiten gemeinsam von einem Hochschullehrer und Forschern am IPK betreut. „Für uns ist es wichtig, den Studierenden auch praktisch die neuesten Methoden und Entwicklungen in der Biotechnologie zu vermitteln und für die Studierenden ist es eine gute Vorbereitung für ihre spätere Laufbahn in einem Labor.“ schätzt Prof. Kunze den beiderseitigen Gewinn ein.
Neben der Betreuung von Praktikanten und Absolventen sind Forscher des Institutes auch in den Lehrbetrieb an der Hochschule eingebunden und halten regelmäßig Vorlesungen. „Es ist letztlich eine formelle Besiegelung der bereits sehr guten Zusammenarbeit in der gemeinsamen studentischen Ausbildung von Biotechnologen an unserer Hochschule und dem Gaterslebener Institut. Diese soll in Zukunft auch auf Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der angewandten Biowissenschaften mit Schwerpunkt in der Hefeforschung ausgedehnt werden.“ erklärt Prof. Pätz, Professor für Bioprozesstechnik an der Hochschule Anhalt.
Bereits in der frühen Phase ihrer wissenschaftlichen Ausbildung haben so beispielsweise zwei Studenten des Dualen Studiengangs Biotechnologie/Pflanzenbiotechnologie pro Jahrgang am IPK Gatersleben die Möglichkeit, in ein anwendungsnahes Forschungsfeld hinein zu schnuppern.

Kontakt

Roland Schnee                    
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik            
und Kulturpflanzenforschung (IPK)           
Corrensstr. 3, OT Gatersleben           
06466 Stadt Seeland                   
Tel: 039482.5427                   
Telefon: infoipk-gatersleben.de           

Dr. Wilfried Hänisch
Hochschule Anhalt
FTTZ
Bernburger Straße 55
06366 Köthen
Telefon: 03496 67-5301
E-Mail: w.haenischfttz.hs-anhalt.de

Über das IPK Gatersleben
Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben ist eine außeruniversitäre, mit Bundes- und Ländermitteln geförderte Forschungseinrichtung und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, einem Zusammenschluss von 86 Forschungsinstituten und Serviceeinrichtungen für die Wissenschaft in Deutschland. Am IPK forschen und arbeiten mehr als 500 Mitarbeiter/-innen aus über 30 Nationen. Das IPK betreibt Forschungsarbeiten zur Aufklärung grundlegender biologischer Probleme sowie zur Untersuchung daraus abgeleiteter anwendungsbezogener Fragestellungen. Diese werden vorrangig an agronomisch bedeutsamen Kulturpflanzenarten bearbeitet.
Das zentrale Anliegen der wissenschaftlichen Arbeiten am IPK ist die Untersuchung der genetischen Vielfalt von Kultur- und Wildpflanzen und der Prozesse, die zu Ihrem Entstehen geführt haben sowie, daraus abgeleitet, die Aufklärung der molekularen Mechanismen, die zur Ausprägung und Variation pflanzlicher Merkmale beitragen. Die daraus erwachsenden Erkenntnisse ermöglichen die Entwicklung und Anwendung von Strategien zu einer vertieften Charakterisierung und darauf aufbauend zu einer wissensbasierten Nutzbarmachung der in der Genbank vorgehaltenen pflanzengenetischen Ressourcen. Die Umsetzung des Konzepts basiert (i) auf der Bearbeitung langfristig angelegter Daueraufgaben und Forschungsthemen, (ii) einer durch Zusammenführung der im IPK vertretenen Fachgebiete interdisziplinär ausgerichteten Herangehensweise sowie (iii) der engen Verflechtung von Grundlagenforschung und der Bearbeitung daraus abgeleiteter angewandter Fragestellungen.
Weitere Informationen unter http://www.ipk-gatersleben.de.


Über die Hochschule Anhalt
Die Hochschule Anhalt hat sich seit ihrer Gründung zur größten Fachhochschule in Sachsen-Anhalt und einem bedeutenden wissenschaftlichen Zentrum in der Region Anhalt entwickelt. Derzeit studieren mehr als 7.700 (davon 1692 Ausländer) Studierende in 65 Bachelor- und Masterstudiengängen an den drei Standorten der Hochschule in Bernburg, Dessau und Köthen.
Das Studium an der Hochschule Anhalt zeichnet sich durch das hohe Niveau und die Praxisbezogenheit aus. Anwendungsorientierte Projektarbeiten,  internationale Praxissemester und praxisbezogene Abschlussarbeiten in Kooperation mit der Wirtschaft bilden gute Voraussetzungen für einen reibungslosen Berufseinstieg nach dem Studium.
Im Bereich der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung nimmt die Hochschule Anhalt unter den deutschen Fachhochschulen einen Spitzenplatz ein. Mit den vorhandenen personellen Kapazitäten und den modernen Ausstattungen stehen beachtliche Potentiale für die angewandte Forschung zur Verfügung. Das Forschungsprofil der Hochschule Anhat ist breit gefächert und bietet den Unternehmen verschiedenster Branchen gute Kooperationsmöglichkeiten. Prägend ist der Kompetenzschwerpunkt LIFE SCIENCES.
Wissenschaftler und Mitarbeiter der Hochschule Anhalt engagieren sich in zahlreichen Kooperationsnetzwerken und Clustern und leisten aktive Beiträge zum Wissens- und Technologietransfer. Die erfolgreichen anwendungs- und transferorientierten FuE-Projekte strahlen auf die ganze Region Mitteldeutschland aus.
Weitere Informationen unter: http://www.hs-anhalt.de