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20.11.2013

Eine starke Verbindung für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Hochschule Anhalt, Stiftung Bauhaus Dessau und Humboldt-Universität zu Berlin kooperieren

Die Hochschule Anhalt, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Humboldt-Universität zu Berlin sind seit dem 20. November Kooperationspartner. Die Präsidenten und der Direktor der Einrichtungen unterzeichneten hierzu eine entsprechende Vereinbarung. Ziel der Kooperation ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus den Gestaltungsdisziplinen.

So wird an der Hochschule Anhalt gemeinsam mit der Stiftung Bauhaus Dessau der Masterstudiengang Design Research eingerichtet. Hier arbeiten die Studierenden unter anderem an eigenen Forschungsprojekten aus dem Bereich der Design- und Architekturforschung. Die Humboldt-Universität zu Berlin bringt sich über ihren Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung in den Masterstudiengang ein. Geeigneten Masterabsolventen wird der Zugang zum Promotionsstudium an der HU ermöglicht.

Die inhaltlichen Themenfelder der wissenschaftlichen Kooperation sind:
1.    Gestalten als Forschung – d.h. die Analyse der synthetisierenden Praktiken
2.    Lebensweisen gestalten – das Gestalten als Projektion sowie Strategien des Antizipierens und Materialisierens  
3.    Gestalterische Bildung und Methodik, Wissensarchitektur / Informationsdesign – die Gestaltung in der Welt in ihrer Wirkung und ihrem Gebrauch

„Ich freue mich sehr, dass wir mit zwei so starken inhaltlichen und strukturellen Partnern wie der Stiftung Bauhaus Dessau und den Humboldt-Universität Berlin eine gezielte Förderung des gestalterisch-wissenschaftlichen Nachwuchses eingehen können. Damit beweist die Hochschule Anhalt Bewusstsein für ihr historisches Erbe und Innovationskraft gleichermaßen“, so Prof. Dr. Dieter Orzessek, Präsident der Hochschule Anhalt, nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.
 
„Wissenschaftliche Erkenntnisse reichen umso weiter, je mehr Perspektiven einbezogen werden. So ist es sinnvoll und spannend zugleich, die verschiedenen Kompetenzen der Stiftung Bauhaus Dessau, der Hochschule Anhalt und der Humboldt-Universität zu Berlin zu verknüpfen. Unser Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“ zielt unter anderem darauf ab, Gestaltungsprozesse als Forschungsleistung zu begreifen und Forschung auch als Gestaltungsprozess ernst zu nehmen. Kunst, Wissenschaft und Kunstforschung werfen so ganz neue Fragen auf, die Disziplingrenzen sprengen und die Grenzen zwischen Fachkulturen überwinden. Um so mehr begrüße ich, dass mit dem Kooperationsvertrag auch jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der beteiligten Einrichtungen die Möglichkeit eröffnet wird, an der Humboldt-Universität zu promovieren“, so Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, Präsident der Humboldt-Universität zu Berlin.

Nach den Worten des Direktors der Stiftung Bauhaus Dessau, Philipp Oswalt, „ist die Gegenwartsarbeit so wichtig wie die Pflege und Vermittlung des Bauhauserbes. Das Bauhaus Dessau hat sich in den vergangenen Jahren als außeruniversitäre Forschungs- und Bildungsstätte einen Namen gemacht. Mit dem Master Design Research kann die Stiftung ihre neue Bildungskonzeption entscheidend vertiefen und erweitern. Zentrale Bausteine sind bislang das Programm Designers in Residence, die Fellowship-Aktivitäten, die Internationalen Sommerschulen und das Bauhaus Lab. Für die Stiftung ist die Hochschule Anhalt räumlich, aber auch gedanklich ein wichtiger Adressat der Zusammenarbeit. Wenn jetzt mit dem Exzellenzcluster der Berliner Humboldt-Universität ein weiterer Partner hinzukommt, wird das internationale Netzwerk der Gestaltung, das wir in Dessau anstreben, weiter gestärkt.“