13.05.2014

Belohnung für Höchstleistungen - Vergabe von 44 Deutschlandstipendien

Am 7. Mai wurden die 44 besten Studierenden der Hochschule Anhalt im Theater Bernburg mit einem Deutschlandstipendium für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Mit der Förderung in Höhe von 300 Euro für zwei Semester, kofinanziert durch regionale Unternehmen und aus Bundesmitteln, soll es den Stipendiaten möglich werden, sich unabhängig von den persönlichen Lebensumständen auf ihre hervorragenden Studienleistungen und gesellschaftliches Engagement zu konzentrieren.

 

So beleuchtete die ehemalige Ministerin für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Birgitta Wolff, in ihrem Festvortrag über die „Absicherung des Bedarfs an Fach- und Führungskräften in Sachsen-Anhalt“ auch, dass es der Wirtschaft keinesfalls an genügend Ingenieuren mangele. Dass jedoch auf die vorhandenen Stellen selten entsprechend passende Bewerber gefunden werden könnten, da diese in der Regel dem oberen Ende des Lohn- und Gehaltsgefälles hinterherzögen. Dies befände sich eher nicht in den neuen Bundesländern. Begründend erläuterte sie, dass die Ausrichtung der hiesigen Betriebe am Markt noch immer eine andere sei und es den Produkten und Dienstleistungen häufig an der entsprechenden Preispolitik und gewinntreibenden Alleinstellungsmerkmalen fehle. Zum Vergleich führte sie die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung an: Diese lägen in Baden-Württemberg bei 1.450 Euro je Einwohner, in Sachsen bei 290 Euro und in Sachsen-Anhalt sogar nur bei 95 Euro.

 

Der Präsident der Hochschule Anhalt, Prof. Dr. Dieter Orzessek, ermunterte die Stipendiaten schließlich auch dazu, ihre Arbeitsstellen hier in der Region zu suchen oder diese gar selbst zu schaffen, bevor er ihnen die begehrten Urkunden überreichte.


Bachelorstudentin Anna Kater erhielt ihr Stipendium durch das Engagement des Unternehmens krake composite und zugleich auch die Einladung zur Besichtigung des Betriebs in Aken. Die junge angehende Wirtschaftsingenieurin könnte sich schon jetzt vorstellen, dass der Kontakt ihr vielleicht auch bei der Suche nach einem Thema für ihre Abschlussarbeit nützlich werden könnte. Für Anja Hiebsch, Masterstudentin im zweiten Semester des Fachbereiches Design der Hochschule Anhalt, steht die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld Pate. Im ersten Gespräch gab sie ihrem interessierten Förderer anhand der mitgebrachten Visitenkarte sogleich ein paar Hinweise zu möglichen fachlichen Schnittstellen.

 

Foto: Michael Deutsch, trendblende




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