Alumni berichten:

Interview mit Eileen Stagat: Head of Product Development bei Dianne Brill Cosmetics in Zürich

 

einblick: Was haben Sie an der Hochschule Anhalt studiert und wann haben Sie Ihr Studium abgeschlossen?

Eileen Stagat: 1999 habe ich an der Hochschule Anhalt in Bernburg meinen Auswahlstudiengang International Business Program (IBP) im französischen Zweig begonnen. Im August 2003, nach einem selbst gewählten Praktikum in Berlin bei Douglas und anschließendem Praktikum in New York bei einer Marketing Agentur, ging ich nach Reims (Frankreich), um nach meinem deutschen Vordiplom zum Betriebswirt mein Studium mit einem Magister in Betriebswirtschaft abzuschließen. Dieser Auslandsaufenthalt beinhaltete ein praxisbezogenes Praktikum in einem Unternehmen und knüpfte an die Magisterarbeit an. Diese bezog sich in meinem Fall auf die Internationalisierung eines nationalen Unternehmens – Implementierung der Unternehmung auf dem internationalen Markt. 


Wie haben Sie Ihre Anstellung bekommen und wann haben Sie dort angefangen zu arbeiten?


Meine erste Anstellung habe ich über mein praktikumbegleitendes Unternehmen bekommen, da ich dort bereits mit einem deutschen Pharmaunternehmen zusammengearbeitet hatte, welches anschließend an mein Studium einen Marketing Manager für Frankreich suchte. Im November 2003 wurde ich dort angestellt und wurde nach einer kurzen Einarbeitungsperiode im deutschen Mutterhaus in die Auslandsrepräsentanz Reims entsandt. Dort war ich bis Dezember 2006 tätig.

Mittlerweile arbeite ich seit zweieinhalb Jahren in einem in der Schweiz ansässigen Kosmetikunternehmen, Dianne Brill Cosmetics, in welchem ich Head of Product Development bin. Meine Arbeits- und Verantwortungsbereiche reichen von der Idee und Evaluierung der Neuentwicklung von Produkten über die Produktion selbst (Color Matching, Auswahl und Kreation Packaging) bis hin zur Positionierung der Verkaufstellen. Ebenfalls sind Marktanalysen, Budgetkontrollen und Überwachung der bestehenden Produktpalette Bestandteil meiner täglichen Aufgaben.


Das klingt äußerst spannend. Die Kosmetikindustrie ist sicher für viele Studentinnen ein interessantes Berufsgebiet. Welche persönlichen Voraussetzungen muss man mitbringen, um in der Branche zu arbeiten?

Kreativität & Lifestyleverständnis sollte man schon haben. Man muss ein gewisses Interesse an Beauty und Pflege haben. Da ich in der Produktentwicklung arbeite, muss ich wissen, dass Loreal z. B. soeben eine Telescopic Explosion Mascara mit einer Kugelbürste lanciert hat, welche Marke schon die Mineral Powder Konzepte für sich entdeckt hat….Für mich ist es immer interessant, in Warenhäusern in der Beautyabteilung zu stöbern und zu entdecken, was es Neues gibt. Und dabei spielt es keine Rolle, ob wir von einer Mass-Market Brand (z. B. Nivea, Maybelline) oder einer High-End Brand (YSL, Dior, Bobbi Brown) reden…
Prinzipiell, denke ich, sollte man Interesse am Beautymarkt haben – Douglas und Sephora, MAC und p2 sollten keine Fremdbegriffe sein. Ein Marketing-Studium ist dabei auf alle Fälle sehr hilfreich, je nachdem in welcher Abteilung man später arbeitet.


Inwiefern hat Sie Ihr Studium auf Ihre derzeitige Tätigkeit vorbereitet?

Da mein Studium extrem international ausgerichtet war (Fachrichtung und Sprachen), habe ich davon, zusätzlich zu meinen Auslandserfahrungen, sehr profitieren können. Die vielen Seminare in Marketing, Management und im Bereich Finanzierung und Rechnungswesen trugen zu mehr Verständnis im Allgemeinen bei; darauf konnte ich schon oft in meinem Berufsalltag zurückgreifen. Praxisorientierte Kurse, Gruppenarbeiten und mehrwöchige Workshops während des Studiums in Deutschland und Frankreich waren prinzipiell sehr förderlich und trugen zu mehr Verständnis bei.


Wie hat Ihnen Ihr Studium an der Hochschule Anhalt gefallen?

Sehr gut! Ich habe schon einigen Studienplatzsuchenden aus meinem Bekannten- und Freundeskreis diesen Studiengang sowie die Hochschule Anhalt für den Wirtschaftszweig empfohlen. IBP ist ein Auswahlstudiengang mit einer kleinen Studentenanzahl.


Vielen Dank für das Gespräch.