Geschlechtergerechte Sprache

Sprache konzipiert Wirklichkeit und Wirklichkeit spiegelt sich im Sprachgebrauch wider. Frauen kommen historisch im allgemeinen Sprachgebrauch häufig gar nicht und wenn, dann stereotyp vor. Selbst scheinbar neutrale Inhalte werden laut psychologischer Untersuchungen in der männlichen Ausdrucksform transportiert und gedanklich mit Männern assoziiert. Dadurch wird unbewusst die Anwesenheit und der Anteil von Frauen der Wahrnehmung entzogen. Gender Mainstreaming bedeutet, Frauen sprachlich in gleicher Weise wie Männer zu berücksichtigen, also geschlechtergerecht zu formulieren.

Begriffe transportieren oft Metaphern (z. Bsp.: jemand, Mitglied, Vorstand), wodurch Geschlechterstereotype verfestigt werden. So verfestigen sich bestimmte Bilder des Geschlechterverhältnisses, indem Männer mit bestimmten Positionen, Charaktereigenschaften oder auch einfach häufiger und in der Mehrzahl gezeigt werden. Wer Gender systematisch mitdenkt, vermeidet Einseitigkeiten. Mit Leitfäden und Checklisten lässt sich von vorne herein eine Geschlechterperspektive in die Sprachgestaltung einbeziehen. So sollten Frauen und Männer in gleicher Weise angesprochen werden, d. h. weibliche und männliche Personenbezeichnungen müssen Verwendung finden. Wichtig ist es, sensibel mit Begrifflichkeiten umzugehen und nach sinnvollen Alternativen zu suchen.

 

Einige Beispiele für weiterführende Literatur/Checklisten und Ähnliches zu diesem Thema:

  1. Die Broschüre "Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern - Hinweise, Anwendungsmöglichkeiten und Beispiele (BBB_Merkblatt M19)" wurde vom Bundesverwaltungsamt - Bundesstelle für Büroorganisation und Bürotechnik entwickelt.
  2. Die Kurzanleitung von der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Basel-Landschaft vermittelt einen bewussten Umgang mit Sprache: "...denn nicht jeder ist eine Frau...-Geschlechtergerechte Sprache und wirkungsvolle Kommunikation"