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einblick: Interview mit Joachim Landgraf

Verwaltungsdirektor des Anhaltischen Theaters wird neues Mitglied im Kuratorium

 

Die Hochschule Anhalt hat seit dem 20. Mai 2009 ein neues Kuratoriumsmitglied – Joachim Landgraf, Verwaltungsdirektor des Anhaltischen Theaters Dessau.

Damit wird die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen den Dessauer Fachbereichen und dem Dessauer Theater weiter intensiviert. Erst kürzlich wurde ein gemeinsames Projekt zwischen beiden Einrichtungen initiiert. Gleichzeitig möchte sich das Theater weiter für ein junges Publikum öffnen. „Viele unserer Studierenden sind kulturell interessiert und gehen gern ins Theater. Durch ein jugendgerechtes Angebot kann dieses Interesse weiter ausgebaut werden“, betont Prof. Dr. Dieter Orzessek, Präsident der Hochschule Anhalt.

Joachim Landgraf löst Albrecht Hatton, Präsident der IHK Halle-Dessau ab, der seit dem 28. November 2006 Mitglied im Kuratorium der Hochschule Anhalt war. Das Kuratorium, das vom ehemaligen Landtagspräsidenten Prof. Dr. Spotka geleitet wird, nimmt wichtige Aufgaben für die Hochschule Anhalt wahr. Gemäß dem Hochschulgesetz berät und unterstützt es die Hochschule in allen wichtigen Angelegenheiten und fördert Profilbildung, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten – so u. a. in der Struktur- und Entwicklungsplanung, beim Haushaltsentwurf, dem Forschungstransfer und der Weiterbildung. Weitere Mitglieder des Kuratoriums der Hochschule Anhalt sind Matthias Gabriel, Geschäftsführer der P-D ChemiePark Bitterfeld Wolfen GmbH, Dr. Helge Fänger, Vorstandsvorsitzender der Serumwerk Bernburg AG, sowie Kurt-Jürgen Zander, Oberbürgermeister der Stadt Köthen.

Im Interview spricht Joachim Landgraf über sein neues Amt.


einblick: Wie könnte eine Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Anhaltischen Theater aussehen?


Herr Landgraf: Ich darf die Frage etwas korrigieren. Es gibt bereits eine Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Anhalt und dem Anhaltischen Theater, die sich bisher auf den Standort Dessau beschränkt. So haben wir z. B. gemeinsam mit dem Fachbereich Design in der Vergangenheit einen Plakatwettbewerb für Inszenierungsplakate mit Studenten durchgeführt. Der Fachbereich Architektur, Facility Management und Geoinformation gab uns umfassende Unterstützung bei der Erfassung von haustechnischen Problemen und unterbreitete Lösungsvorschläge. Eine künstlerische Zusammenarbeit gab es mehrfach mit Prof. Zumpe vom Fachbereich Design im Rahmen von Video-Projekten.

Natürlich will ich mich dafür einsetzen, dass wir noch mehr Brücken zwischen unserem
Theater und der Hochschule schlagen, vielleicht auch zu den Standorten in Köthen und Bernburg. Mit Beginn der neuen Spielzeit gibt es an unserem Haus eine neue künstlerische Leitung, die auch mit neuen Ideen und Projekten für eine Erweiterung der Kooperation Anregungen geben wird. Ich würde mich sehr gern dabei als Vermittler verstehen und glaube, dass auf der Grundlage der bisherigen Kontakte neue konkrete Vorhaben Gestalt annehmen werden. Natürlich würden wir uns auch sehr wünschen, dass mehr Studenten unser Theater besuchen.


Wie ist das derzeitige Programm des Theaters ausgerichtet? Gibt es viele Vorführungen für junge Leute?

Die neue Spielzeit in Verantwortung des künftigen Generalintendanten André Bücker und der neuen künstlerischen Vorstände steht unter dem Motto „Offenes Land“ und bietet sowohl mit den Inszenierungen im großen Haus, im Kulturzentrum Altes Theater als auch mit vielfältigen Projektangeboten viel Interessantes, um auch junge Leute neugierig zu machen und sich auch aktiv an Projekten und Vorhaben zu beteiligen. Es wäre zu mühsam, diese im Einzelnen aufzuführen. Ich verweise auf das Internet, wo unter der Adresse www.lockbuch-dessau.de alles Nähere zu ersehen ist.  


Wie könnte man Studierende ansprechen, öfter ins Theater zu gehen?

Mit einem Spielplan, der die Studenten „ins Theater lockt“, der sie neugierig macht, der sie anregt, der sie aufregt, der sie unterhält und schließlich zu dauerhaften Besuchern von Konzerten und Theatervorstellungen macht. Die künftigen Erstsemestler wollen wir mit einem Gutschein für eine Freikarte einer Theatervorstellung ihrer Wahl willkommen heißen.
Das neue Outfit unseres Theaters, welches in den Druck-Erzeugnissen und im Internet bereits zu sehen ist, wurde u. a. auch stark davon bestimmt, junge Leute als Zielgruppe direkter zu erreichen. Als künftiges Mitglied des Kuratoriums der Hochschule will ich mich sehr gern in dieser Weise aktiv einbringen, hoffe natürlich auf positive Resonanz und eine weitere Belebung des Zusammenwirkens zwischen unseren Einrichtungen.


Vielen Dank für das Gespräch.