Untersuchungen zum Vorkommen von Laufkäfen (Coleoptera: Carabidae) und ausgewählten Tagfaltern in Weinbergen des Saale-Unstrut-Gebietes

Zusammenfassung

Im Weinbaugebiet Saale-Unstrut herrschen schon kontinentale Klimaeinflüsse, wobei, bedingt durch das Regenschattengebiet des Harzes, eine Niederschlagsarmut (450mm bis 500mm/Jahr) hinzukommt. Wir befinden uns hier an der Nordgrenze der Verbreitung von Vitis vinifera, so dass die besten Lagen auf nach Süden geneigten Hängen klimatisch begünstigter Täler liegen. Diese Standorte sind durch ihr Mikroklima prädestiniert, wärmeliebenden Pflanzen und Tieren geeignete Lebensbedingungen zu bieten. Auch die Struktur der Weinberge mit Trockenmauern, Treppen und Saumbiotopen lockt viele Tiere an. Oft sind die Bewohner dieser Weinberge sehr selten und stehen unter Schutz. Ziel dieser Arbeit war es, am Beispiel von Laufkäfergesellschaften und Tagfaltern an zwei Standorten (Höhnstedt/Süßer See und Freyburg/Unstrut) eine Bewertung der Weinberge hinsichtlich ihrer Verknüpfung von Bewirtschaftungsweise und Naturschutz vorzunehmen.

Die Weinbergsterrassen sind das Werk vieler Generationen von Winzern, die diese eindrucksvolle Kulturlandschaft schufen und erhielten. Ohne Bewirtschaftung ändert sich das Mikroklima und viele seltene, wärmeliebende Pflanzen und Tiere, wie die untersuchten, würden dadurch in ihrem Bestand gefährdet oder aussterben.

 

 

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