Entwicklung eines neuen Weintyps durch Nutzung der ältesten Methode der Weinbereitung
Zusammenfassung
Sowohl das Genzentrum der Weinrebe Vitis vinifera L., als auch die ältesten Überlieferungen der Menschheit zum Rebbau, (Gilgameschepos – Enkidu, Bibel - Noah am Ararat) findet man im Transkaukasus. Daher kennt man auch die ersten Zeugnisse der Weinbereitung, ca. 6.000 Jahre alte Tongefäße aus dieser Region. Noch immer werden ca. 10% der Weinproduktion der Volksrepublik Georgien in eingegrabenen Tongefäßen hergestellt, wie vor Tausenden von Jahren. Im Zuge der Globalisierung scheint es besonders interessant, in „Kvevrys“, als alternative Gebinde jenseits des Edelstahltanks, einen (für Europa) neuartigen Weintyp zu produzieren. Ein Spitzenbetrieb in Sachsen hat sich bereit erklärt, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Anhalt, diese Methode zu probieren, einen andersartigen Wein zu keltern und das Verfahren wissenschaftlich begleiten zu lassen.
Die »Sächsische Staatsweingut GmbH Schloss Wackerbarth« hat das Ziel, den „Genuss als einen wichtigen Teil sächsischer Identität“ zu erhalten. Im Rahmen dieses Konzeptes will der Betrieb Weine aus der typischen sächsischen Rebsorte Traminer mit der Methode „Kartuli“ in Originaltongefäßen, den „Kvevrys“ aus dem Transkaukasus untersuchen.

- Kvevry liegend in Georgien

