6 Schritte zur Anerkennung

I) Vor dem Auslandsaufenthalt (siehe dazu Checkliste Erasmus)

Learning Agreement (Teil 1) unterschrieben vom Vertreter der Hochschule Anhalt (Prof.), Studierenden und vom Vertreter der Gasthochschule beim International Office einreichen.

Das Learning Agreement garantiert Ihnen die spätere Anerkennung der erbrachten Prüfungsleistungen für die von Ihnen ausgewählten Kurse. Es ist nur mit der Unterschrift ihres Fachvertreters (Prüfungsausschussvorsitzender/ Fachstudienberater/ Auslandsbeauftragter) gültig.

 

II) Während des Auslandsaufenthaltes

Learning Agreement (Teil 2) bei auftretenden Änderungen ausfüllen und spätestens einen Monat nach Ankunft im Gastland als gescannte Version an das International Office schicken.

 

III) Nach dem Auslandsaufenthalt

Learning Agreement (Teil 3) ausgefüllt von der Gasthochschule mit tagegenauen Angaben über Unterricht und Prüfungen an das International Office per Scan oder Post schicken. Die Partnerhochschulen stellen zudem ein Transcript of Records (TOR) aus. Dieses kann auch als dritter Teil des Learning Agreements eingereicht werden (Scan).

 

IV) Antrag an Prüfungsausschuss stellen

Stellen Sie einen Antrag auf Anerkennung der Studienleistung bei dem zuständigen Prüfungsausschuss ihres Fachbereichs. Legen Sie entsprechende Nachweise (TOR, LA) bei. Prüfung auf Vollständigkeit durch den Prüfungsausschuss: ggf. Nachreichen der fehlenden Unterlagen innerhalb einer angemessener Frist.

Formular Anerkennung der Studienleistung

Prüfungsausschussvorsitzende des jeweiligen FB

 

V) Kriteriale Bewertung der im Ausland erworbenen Studien- und Prüfungsleistungen 

Leitfrage: Sind die Unterschiede so wesentlich, dass sie den Erfolg des Studierenden bei der Fortsetzung des Studiums gefährden würden?

Fünf Schlüsselelemente bei der Prüfung auf wesentliche Unterschiede:

i. Qualität
Prüfung, ob die andere Hochschule und ggf. der Studiengang nach den geltenden Rechtsvorschriften akkreditiert sind (besonders wichtig bei ausländischen Universitäten)

ii. Niveau
Welcher Niveaustufe ist die Leistung zuzuordnen (Bachelor, Master)?

iii. Lernergebnisse
Die Anerkennungsprüfung sollte lernergebnisorientiert sein. Die Lernergebnisse sind dabei nicht detailliert auf der Mikroebene zu vergleichen, sondern im Hinblick auf die Erfordernisse des Weiterstudiums.

iv. Workload
Abweichungen im quantitativen Umfang der erbrachten Studienleistungen (Abweichung im Umfang der ECTS-Credits) sind in der Regel kein Grund für die Verweigerung der Anerkennung.

v. Profil
Prüfung, ob die erzielten Lernergebnisse zum Profil des Studiengangs an der Hochschule Bezug haben. (Schwerpunkte, Qualifikations- und Kompetenzziele, Forschungs- und Anwendungsorientierung etc.)

 

VI) Anerkennung der Leistung

• Wenn keine wesentlichen Unterschiede vorliegen, erfolgt eine vollständige Anerkennung der im Ausland erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen.

• In Fällen, in denen substantielle Unterschiede existieren, sollte erwogen werden, ob eine Teilanerkennung möglich ist. Die Gründe für die als wesentlich angesehenen Unterschiede müssen dem Antragssteller klar dargestellt werden. 

Die Ablehnung der Anerkennung muss schriftlich erfolgen!

 

Fristen des Verfahrens
Die Lissabon-Konvention schreibt für die Bearbeitung eines Antrags eine zuvor festgelegte, angemessene Frist vor. Der Lissabon-Ausschuss empfiehlt, dass eine Frist von vier Monaten nicht überschritten werden sollte. Eine noch kürzere Bearbeitungsfrist wäre jedoch anzustreben.

 

Widerspruchsrecht des Antragsstellers
Der Antragsteller hat das Recht gegen die ablehnende Entscheidung Widerspruch einzulegen. Deshalb muss der Ablehnung eine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt werden, welche sowohl die Frist als auch mögliche Rechtsmittel benennt.