Veranstaltungen

Absolventenfeier 2019 - Graduation Day 2019

Absolventenfeier des Jahrgangs 2018 des Fachbereiches Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung (FB 1) und des Fachbereiches Wirtschaft (FB 2). 


Ab 13:00 Uhr Einlass

14.00 Uhr Musikalischer Auftakt

 

Begrüßung
Prof. Dr. Daniel Michelis
Vizepräsident/Standortsprecher

Grußwort 
Markus Bauer
Landrat

Freundschaften, die das Studium überdauern
Prof. Dr. Jörg Bagdahn
Präsident der Hochschule Anhalt

Festrede
Frau Dr. Kolb
Stiftung Bauhaus Dessau

Poetry Slam
Antonio Stern


Gratulationen 
Bachelor-Studiengänge (Fachbereich 1 & Fachbereich 2)
Master-Studiengänge (Fachbereich 1 & Fachbereich 2)


Ehrungen
Verleihung von Absolventenpreisen
 

Anschließender Empfang
mit mobilem Fotostudio

Fotograf: Lukas Petereit

 

 

Reden aus dem Jahr 2018

  • Absolventenrede Christin Hickl

    Noch gestern Abend habe ich mich gefragt, welche Anrede wohl am passendsten wäre. Da dies der Tag der Absolventen ist beginne ich einfach mit: „Liebe Absolventinnen und Absolventen, liebe Familienangehörige und Freunde und natürlich, sehr geehrte Professorinnen und Professoren“. Wir dachten, dass dieser Tag niemals kommen würde. Niemals! Nach einem gefühlten ganzen Leben haben wir es endlich geschafft, sind nun keine Studenten mehr, sondern Absolventen. Doch was hat die Änderung in dieser Bezeichnung eigentlich zu bedeuten? Ganz einfach, wir haben Hürden überwunden, von denen wir teilweise dachten, dass sie unüberwindbar wären. In unserer Verzweiflung haben wir Bleistifte zerkaut, Hefter verbrannt und sind über Büchern eingeschlafen. Doch wie viele Hürden haben wir genau genommen? Soweit ich von mir als ehemalige Landwirtschafts- und Master Food and Agribusinessstudentin sprechen kann, sind dies folgende:

    21 mündliche Prüfungen

    27 schriftliche Prüfungen

    19 LNW

    7 Projekt- oder Hausarbeiten

    Insgesamt also 74 prüfungsrelevante Leistungen

    18 Wochen Praktikum sowie

    2 Abschlussarbeiten und deren Verteidigung.

    In anderen Studiengängen wird die Anzahl der Prüfungen nur geringfügig variieren. Deshalb finde ich, dass unsere Absolventen für diese Leistung einen großen Applaus verdient haben! Doch natürlich bestand das Studium nicht nur aus Arbeit. Mit unseren Professoren haben wir so manche Exkursionen, Druschfeste und Weihnachtsfeiern feuchtfröhlich zu Ende gebracht. Zu den Exkursion zählten unter anderem die Besichtigung des Leibnitz-Instituts für Nutztierbiologie in Dummerstorf, des Julius- Kühn Instituts eines Bundesforschungsinstituts für Kulturpflanzen in Quedlinburg, des Landesgestüts Moritzburg in Sachsen, aber auch der Rotkäppchen Sektkellerei in Freyburg und der Pfeifer und Langen Zuckerfrabrik in Könnern. Wir bestaunten also Nutztiere, Pflanzen, Gene und jede Menge Alkohol, kurzum also krabbelndes, kriechendes, sich verdoppelndes und prickelndes. Das Prickelnde ist unter anderem auch Schuld, warum wir über so manche Weihnachtsfeier heute nichts mehr sagen können. Zu viele Erinnerungslücken. Doch viel wichtiger als alle Prüfungen und Exkursionen sind die Dinge, die wir über das Studium hinaus mit uns nehmen: viele Erfahrungen, zugegeben zum Teil auch schmerzliche (zum Beispiel wenn man einen Leistungsnachweis 3-mal machen muss), die Gewissheit der Standhaftigkeit und der Ausdauer und natürlich auch die Momente mit Professoren und Kommilitonen, darunter vielleicht auch Freundschaften fürs Leben. Und so geht die Weiterentwicklung unserer Persönlichkeiten stetig weiter. Das Leben ist wie eine Zugreise. Jeder einzelne von uns kann auf eine unterschiedliche Anzahl von Haltestellen hoffen. Eine Haltestelle haben wir hier, heute alle gemeinsam und das ist der Abschluss des Studiums. Viele von uns wissen nicht, in welcher Himmelsrichtung die nächste Haltestelle liegt, einige sind schon eine Station weiter und arbeiten bereits seit ihrem Abschluss. Wieder andere fahren vielleicht im Kreis oder springen in einen anderen Zug, um eine andere Studienrichtung zu meistern. Meine Reise hat mich (zumindest räumlich) nur bis zur nächsten Haltestelle in Strenzfeld gebracht. Als Projektmitarbeiterin an der Hochschule stehe ich nun bei Seminaren und Prüfungen auf der anderen Seite, oder um es im Sinne George Lucas Star Wars zu sagen, oder wie die Studenten es jetzt sehen: ich sitze nun auf der dunklen Seite der Macht. Heute kann ich den Studenten die Aufregung vor den Prüfungen nachempfinden und versuche natürlich sie nach besten Wissen und Gewissen zu unterstützen. Doch am Ende wissen wir heute alle nicht, zu welchen Arbeitsstellen und Orten und auch zu welchen Menschen uns unsere Zugreise noch führt. Wichtig dabei ist es natürlich, sich bei den Menschen, die über 10 Semester Studium begleitend an der Seite standen zu bedanken. Für viele sind es natürlich die Eltern, andere Verwandte und Freunde. Für mich ist es in besonderem Maße mein Mann, der nicht nur 10 Semester mit mir hier überstanden hat, sondern bereits über 10 Jahre an meiner Seite steht. Ihm gebührt bei weitem mein größter Dank. Doch was wären wir ohne unsere Dozenten, ohne unsere Professoren, die sich unsere Sorgen und Nöte angehört haben, uns bei unseren Hausarbeiten und Projekten unterstützt haben? Und ich denke, hier liegt ein ganz wichtiger Punkt. Nicht an vielen Hochschulen haben Studenten so einen guten Draht zu den Professoren. Aber an unserer Hochschule haben wir uns meist nicht in das Lager „Sie und Wir“ eingeteilt, sondern nur in „Wir alle“. Wir haben für Probleme gemeinsam Lösungen gefunden. Und hierfür müssen wir heute mit einem großen Dank antworten. Liebe Professorinnen und Professoren, liebe Lehrenden: Vielen Dank für ihre Unterstützung! Hierfür müssen wir als Absolventinnen und Absolventen applaudieren. Nach allem bleibt mir heute nur noch eins zu sagen. Ich wünsche uns allen einen tollen und kommunikativen Tag, viel Spaß und, dass dieser Tag ebenso eine Erinnerung in uns und in den Professoren weckt. Vielen Dank!

  • Festrede Roland Liepold

    Meine sehr geehrten Absolventinnen und Absolventen,

    liebe Kolleginnen und Kollegen, die sie für die Lehre und die Organisation hier an der Hochschule zuständig sind,

    verehrte Festgäste,

    vielen Dank für Ihre Einladung, eine wundervolle Tradition, hier zu Ihnen sprechen zu dürfen!

    Sie, sehr geehrte Absolventinnen und Absolventen, haben in den letzten Monaten hervorragendes geleistet! Ich darf Ihnen aus meinem Leben berichten: die Studienzeit war rückblickend die mit schönste Zeit in meinem Leben:

    Erstens auf eigenen Füßen stehen! Zweitens ausprobieren, wovor andere einen gern bewahren wollen! Drittens lernen, nicht im kontrollierten Schulalltag, sondern selbstständig organisiert – selbst verantwortet und selbst sich auch erkannt – Schwächen und Stärken! Und viertens das Leben in vollen Zügen genießen! (Das ist auch in einer kleineren Weltmetropole möglich!) Heute ist es allen Gästen und mir eine große Auszeichnung, mit Ihnen, sehr geehrte Absolventinnen und Absolventen, gemeinsam zu feiern.

    Was die Wirtschaft permanent benötigt, sind Leute wie Sie, die in der Lage sind, nötige kleine und große Schritte sinnvoll und zielorientiert zu gehen. Die Wirtschaft benötigt fundiert ausgebildete Fachkräfte, die gelernt haben, wie es geht, die sich bedingende Kausalität zwischen der Umsetzung von Fortschrittsmaßnahmen und gegebenen Veränderungsimpulsen wahrzunehmen, und die in der Lage sind, dies auch in die Tat um zusetzen. Denken Sie an die Worte von Professor Michelis zu „Lebenslangem Lernen“ und arbeiten Sie planvoll an Ihrer Karriere.

    Sie haben wahrscheinlich die Erfahrung gemacht, dass einem der Erfolg nicht in den Schoß fällt. Manchmal unterschätzen wir, was jeder von uns tun kann, um Dinge wahr werden zu lassen. Gelernt haben Sie, Projekte zu führen und Kooperationen zu inszenieren.

    Nun heißt es, sich im täglichen Leben daran zu erinnern.Und: Wir überschätzen zuweilen, was andere tun müssen, um uns voranzubringen! Suchen Sie sich Kritiker, Querdenker und mögen Sie bisweilen Querulanten für Ihre eigene Reflektion! Halten Sie bitte die Stellschraube fest in Ihren Händen und navigieren Sie vorausschauend und Mut voll.

    Laut Umfrage der IHK Halle-Dessau und des Institutes für Mittelstandsforschung sucht fasst jede achte mittelständische Firma in Sachsen-Anhalt einen Nachfolger. Wer mit offenen Sinnen Veränderungen wahrnimmt, spürt, dass Begriffe wie „4.0“ oder „Digitalisierung“ keine ferne Zukunft sind. Die innovativen Schübe und das Tempo werden sich – aus meiner Erfahrung – nicht rückgängig machen lassen.

    Arbeiten Sie mit vorsorglicher Investitionsmanier. Unterscheiden Sie nicht nachsichtig, sondern überlegt zwischen Fehlern und situativen Fehlentscheidungen bei Ihren Mitarbeitern. Wir stehen im ganzen Land, in der gesamten Gesellschaft, in der nationalen und globalen Wirtschaft, im Großen wie im Kleinen, an einer Wegegabelung! 

    Packen Sie mit an für Ihre Zukunft – für unsere Zukunft – für die Zukunft der nachfolgenden Generationen! Ich bin fest davon überzeugt: Wenn wir gemeinsam, klug, einbindend und engagiert anpacken, wird die zukünftige Zeit spannend, herausfordernd und bewältigbar!

    Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Absolventinnen und Absolventen, eine Feier wie diese ist der Moment, um erstens kurz innezuhalten und zweitens die persönliche Zukunft zu reflektieren. „Was sind die nächsten Schritte?“„Welche Perspektiven gibt es für Sie?“„Was bedeutet heute dieser Erfolg für Sie ganz persönlich?“ Lassen Sie sich im tägliche Arbeitsleben über die Raster laufen: Bin ich ein Prozessbegleiter, oder will ich ein Prozessbetreiber sein? Fühlen sie sich als Unternehmer, der etwas unternimmt?Sind Sie Motor und Initiator oder mutieren Sie zum „Leider“? Von Konfuzius stammt der Satz: „Wenn du in einer alten Kunst Meister geworden bist, solltest du in einer neuen Kunst Lehrling werden!“Genießen Sie das Erreichte, freuen Sie sich, lassen Sie uns gemeinsam feiern! 

    Als ein mittlerweile zu mehr als drei Jahrzenten Erfahrung gekommener Unternehmer darf ich Ihnen sagen: Bewahren Sie sich Ihren Hunger nach Herausforderungen! Schützen Sie sich stets vor Zufriedenheit und Müßiggang! Hüten Sie sich vor dem Hang nach der hundertprozentigen Lösung! Kosten Sie von den Schätzen die es zu erobern gilt: Erstens Mitarbeiter professionell und situativ-wertschätzend führen, zweitens mit Kunden und Partnern selbstsicher und authentisch auf dem geschäftlichen Parkett navigieren, drittens Qualität und Prozesse mit ergebnisorientierter und querdenkender Denkweise steuern! Willkommen auf dem spannenden Feld der Wirtschaft. – Wir warten auf Sie! 

    Apropos: Früher war nicht alles besser, einfacher und schöner. Als Unternehmer und Betriebsleiter habe ich vor 35 Jahren ohne Handy, ohne Tablet, ohne PC arbeiten gelernt, und bin heute sehr froh, dass es dies alles gibt! Üben Sie sich in A, wie Augenmaß, und hüten Sie sich vor Respektlosigkeit! Üben Sie sich in L, wie Leidenschaft, aber geben Sie Acht auf Ihren eigenen Emotionalquotienten! Üben Sie sich in U, wie Unaufgeregtheit, statt in Aktionismus zu verfallen! Üben Sie sich in V, wie Verantwortungsgefühl bzw. der nötigen Disziplin, oder etwa in Z, wie Zivilcourage! Und bedenken Sie, oft begegnet man sich zweimal im Leben! 

    Ich freue mich, heute mit Ihnen den bestanden Erfolgsschritt feiern zu dürfen. Ich wünsche Ihnen, Gesundheit, Glück und Spaß im Leben!

     

    Roland Liepold, 

    Geschäftsführer IHK Bildungszentrum Halle-Dessau GmbH

Weitere Programmpunkte

Ehrungen

Verleihung von Absolventenpreisen

Musikalischer Abschluss

Gemeinsames Hütewerfen mit Gruppenfoto

Sektempfang

mit mobilem Foto-Studio

Impressionen aus dem letzten Jahr

© Lukas Petereit
© Lukas Petereit
© Lukas Petereit
© Lukas Petereit
© Lukas Petereit
© Lukas Petereit