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Architektur in der DDR – zwischen Planwirtschaft und Baukultur

Im kommenden Jahr jährt sich die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR zum 30. Mal. Das Jubiläum ist Anlass genug für eine Veranstaltung am Bauhaus in Dessau, die einen Blick auf jene Zeit werfen will, in der ein Teil der baulichen Umwelt entstand, die unsere Städte noch heute prägt und immanent zur Geschichte eines Landes und dessen Menschen gehört. Zugleich steht die Arbeit eines Berufsstandes im Mittelpunkt, der heute frei und unabhängig in der Tradition der Moderne arbeiten kann.
In der DDR war Architektur namenlos. Planungen erfolgten überwiegend in Kollektiven großer Kombinate, die auch die Bauleistungen übernahmen. Waren Architekten in der DDR angepasst? Haben sie sich Nischen gesucht, Nischen suchen können? Wie verstanden es kreative Menschen, mit dem verplanten Mangel zurechtzukommen?
Wie entstand tatsächlich die Architektur, die uns gerade in den kriegszerstörten Städten heute noch umgibt?
Was ist ihr Wert? Was bedeutet ihr Verlust?
Diesen Fragen will die gemeinsame Veranstaltung von Architektenkammer Sachsen-Anhalt, Landeszentrale für politische Bildung und Hochschule Anhalt nachgehen. Eingebettet ist sie in das DDR-Geschichtsprojekt der Landeszentrale „Ermutigung“ – Lebenswelt, Repression und Widerstand in der DDR und Osteuropa nach 1945.

21. November 2018, 15:30 – 20:45 Uhr
Aula des Bauhauses Dessau, Gropiusallee 38, Dessau-Roßlau

Ablauf:

15:30 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter

15:35 Uhr Die Architekten
Film von Peter Kahane, DEFA 1990

17:20 Uhr Gespräch mit 
Michael Kny und Thomas Weber,
KNY WEBER ARCHITEKTEN, Berlin
Moderation: Sven Kochale, MDR

17:50 Uhr Pause und Imbiss

18:30 Uhr Vortrag „Architekten in der DDR: Realität und Selbstverständnis
einer Profession“
Dr. Tobias Zervosen
Lehrstuhl für Theorie und Geschichte von Architektur, Kunst und Design der Technischen Universität München

19:15 Uhr Podiumsgespräch
Dr. Tobias Zervosen, Technische Universität München
Dieter Bankert, Freier Architekt, Dessau-Roßlau
Prof. Matthias Höhne, Dekan des Fachbereiches 3, Architektur, Facility Management und Geoinformation der Hochschule Anhalt und Architekt, Dresden
Prof. Ralf Niebergall, Architekt und Hochschulprofessor, Magdeburg
Wolfgang Thöner, Leiter des Bereiches Sammlung an der Stiftung Bauhaus Dessau
Wolfgang Kil, Publizist, Berlin
Christina Jerx, Freie Architektin, Welterbestadt Quedlinburg

Moderation: Sven Kochale, MDR

20:45 Uhr Verabschiedung durch die Veranstalter