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Bambus-Gin der Hochschule überzeugt Jury

Mit einer „guten Frische in der Nase und im Geschmack“ überzeugte der Bambus-Gin der Hochschule Anhalt beim Wettbewerb „Kulinarisches Sachsen-Anhalt 2020“ die Jury. Harmonisch, frisch und lebendig mit einer Zitrusnote im Geschmack belegten die veredelten jungen Bambustriebe als Gin in der Kategorie „Brände“ den zweiten Platz.

Der Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit alternativen und nachhaltigen Produkten und Lebensmitteln auseinander. Das verdeutlichen auch die zwei anderen eingereichten Produkte für diesen Wettbewerb: das blaue Algenbrot in Kooperation mit Bäckerei Möhring in Barleben und die lang bekannte Folsami in Kooperation mit Delikata in Magdeburg. Kenner der Internationalen Grünen Woche in Berlin konnten die drei Lebensmittel bereits im Januar 2020 auf der Messe erleben und verkosten. Die Jury des Wettbewerbs lobte die innovative Idee des Algenbrots und bescheinigte der Folsami einen guten Geschmack.

In allen Kriterien überzeugen konnte das Multitalent Bambus: Die vielseitige Pflanze ist auch essbar und lässt sich als junge Bambustriebe sogar als Gin-Variante veredeln: Versuchsleiter Robert Thomale testete in der Lehr- und Versuchsbrennerei spezifische Rohstoffe wie Bambus auf ihre Eignung zur Spirituosenherstellung – mit Erfolg, wie die Auszeichnung der Gin-Variante zeigt. Bei der Destillation des Gins verwendet Robert Thomale nur einheimisches Bambusgras und setzt damit bei der Herstellung zu einem großen Teil auf regionale Produkte.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie zeichnete beim Wettbewerb „Kulinarisches Sachsen-Anhalt 2020“ gemeinsam mit der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt 15 regionale Produkte aus. Professorin Elena Kashtanova, Dekanin des Fachbereichs Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung, gratuliert Robert Thomale herzlich zum Erfolg und schließt sich dem Wunsch der Jury an: „Hoffentlich schafft es dieser Gin aus der Hochschulproduktion auf den Markt.“

Studierende profitieren: Praxis ist oberstes Gebot im Studium der Ökotrophologie      
Für Jugendliche mit Interesse an der Herstellung und Bewertung von Lebensmitteln bietet der Studiengang Ökotrophologie mit dem Bachelor- bzw. Masterabschluss vielseitige Inhalte. An der Hochschule Anhalt finden die Studierenden in den hochmodernen Laboren am grünen Campus Bernburg beste Bedingungen für die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Bewerbungen für das kommende Wintersemester werden bis 15. September 2020 angenommen.

Mehr Informationen: www.hs-anhalt.de/oe