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Bau eines 3-dimensionalen Stadtmodells für Dessau

  • erste Gebäudemodelle, noch nicht platziert
    erste Gebäudemodelle, noch nicht platziert
  • 3D-Drucker
    3D-Drucker mit Gebäudemodellen
  • 3D-Druck eines Gebäudes
    3D-Druck eines Gebäudes
  • Materialspulen des 3D-Druckers
    Materialspulen des 3D-Druckers
  • Materialspulen des 3D-Druckers
    Fräsen von Straßenverlauf und Gebäudegrundrissen auf einer Grundplatte
  • RoboticLab - Stadtmodell Dessau
    Christiane Schlonski, Beigeordnete für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Dessau; Carl Buchmann, Mitarbeiter RoboticLab; Prof. Dr. Matthias Höhne, Dekan des Fachbereiches Architektur, Facility Management und Geoinformation (vorn, von links)

Im RoboticLab des Fachbereiches Architektur, Facility Management und Geoinformation entsteht derzeit ein 3-dimensionales Modell der Dessauer Innenstadt. Das Labor unter Leitung von Professor Stefan Reich verfügt über 3D-Drucker, die digitale Modelle in hoher Genauigkeit in allen gängigen Thermoplasten ausgeben können.

Grundlage der Arbeit ist ein Kooperationsvertrag zwischen der Hochschule Anhalt und der Stadt Dessau-Roßlau. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurden bereits verschiedene Druckverfahren geprüft und ein Kostenmodell erstellt. Derzeit arbeitet das Projektteam exemplarisch am Bau zweier Planquadrate der Stadtkarte.

Die ebenen und räumlichen Daten wurden durch die Stadt Dessau-Roßlau vom Landesamt für Vermessung und Geoinformation Sachsen-Anhalt erworben und dem Team der Hochschule zur Verfügung gestellt.

Basis des Massenmodells im Maßstab 1:500 sind 42 quadratische Grundplatten mit einer Kantenlänge von jeweils 60cm. In sie werden der Straßenverlauf und die Gebäudegrundrisse gefräst. Die räumlichen Daten der Häuser werden am Rechner aufbereitet und über mehrere FDM (Fused Deposition Modeling)-Drucker ausgegeben. Dabei wird geschmolzener Kunststoff schichtweise auf eine Bauplattform aufgetragen. Das Baumaterial befindet sich auf Spulen und wird mit Druck durch einen beheizten Extruder geführt. Es härtet beim Auskühlen aus. Die Volumenkörper werden im Inneren mit einer Wabenkonstrution ausgefüllt. So entstehen materialsparend leichte Modelle mit hoher Festigkeit.

Die Stadtverwaltung Dessau möchte zukünftig ihre städtebaulichen Planungen am Modell prüfen und freut sich insbesondere auf die neuen Möglichkeiten bei der Bürgerbeteiligung in den Planungsverfahren.

Lageplan des Bearbeitungsgebietes


Mitarbeit
Carl Buchmann
Manikanta Raghu Sagar Vanapalli
Henning Dürr

studentische Mitarbeit
Marius Müller
Alexander Ziem