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Damwild-Produkte auf der Internationalen Grünen Woche 2019

  • Prof. Dr. Wolfram Schnäckel präsentiert die Produktentwicklungen der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert (links)

Vom 18. bis 27. Januar 2019 fand die Internationale Grüne Woche in Berlin statt. An dieser weltgrößten Leitmesse für die Branchen der Ernährung und Landwirtschaft sowie des Gartenbaus nahmen rund 1.550 Aussteller aus 65 Ländern teil und präsentierten den insgesamt etwa 380.000 Besuchern (ca. 85.500 Fachbesucher) unter anderem regionale und internationale kulinarische Genüsse und die neuesten Ernährungstrends [Quelle: Messe Berlin GmbH].
Zugleich bot die Messe den Ausstellern und Fachbesuchern die Möglichkeit zu intensiven Gesprächen über Neuerungen und künftige Trends in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Die Hochschule Anhalt mit seinen Fachbereichen Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung (Bernburg) sowie Angewandte Biowissenschaften (Köthen) stellte über die Messetage Produktentwicklungen und technische Innovationen für eine nachhaltige Lebensmittelherstellung sowie eine gesunde Ernährung vor.

Am 25.01.2019 – dem Tag der Landwirtschaft auf der IGW – präsentierte die Arbeitsgruppe „Lebensmittel- und Ernährungsforschung“ von Prof. Dr. Wolfram Schnäckel verschiedene Produkte mit Damwildfleisch (Rohschinken in Salzpatina, Leberwurst mit Damwild- bzw. Schweineleber sowie Pottsuse), welche im hochschuleigenen "Technikum für Fleisch und Feinkost" hergestellt wurden. Rund 1.500 interessierte Besucher nutzten die Gelegenheit, diese Kreationen kennen- und schätzen zu lernen, wie die positive Resonanz zeigte.

Zu den Besuchern zählte auch die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt Frau Prof. Dr. Claudia Dalbert. Sie folgte interessiert den Ausführungen von Herrn Prof. Schnäckel zur Entwicklung dieser Fleisch- und Wurstwaren auf Basis der Verarbeitung von an der Hochschule Anhalt in Bernburg gehaltenem Damwild. Während die Ministerin die Produkte probierte, erläuterte Prof. Schnäckel, dass es Ziel der Verwertung sei, zum einen den eigenen Studierenden der Landwirtschaft und Lebensmittelwirtschaft die Möglichkeiten einer nachhaltigen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion über die gesamte Kette – von der landwirtschaftlichen Urproduktion bis hin zum fertigen Erzeugnis – zu vermitteln. Zum anderen sollen landwirtschaftliche Wildhalter und Direktvermarkter angesprochen werden, um diesen die wirtschaftlichen Potentiale einer gesamtheitlichen Erzeugung und Verarbeitung zu verdeutlichen.

Weitere Gesprächsthemen waren neueste Entwicklung der Arbeitsgruppe zu salzreduzierten oder mit gesundheitlichem Zusatznutzen (mit präventiv wirkenden Heilpflanzen) ausgestatteten Lebensmitteln sowie die Problematik Tierwohl, insbesondere in Bezug auf die Eberkastration, welche in einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Ökologischen Landbau (Trenthorst) bearbeitet wurde.