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Die unsichtbare Gefahr – Viren in Lebensmitteln

Kolloquium zur Lebensmittelsicherheit am 7. Mai 2013 in Köthen

Noroviren sind mit weit über 100.000 bestätigten Erkrankungsfällen die häufigsten Erreger von Magen-Darm-Erkrankungen in Deutschland und werden zu einem erheblichen Teil durch verunreinigte Lebensmittel hervorgerufen. Vielen wird der Norovirusausbruch im Herbst vergangenen Jahres noch in Erinnerung sein. Verursacht durch kontaminierte, tiefgefrorene Erdbeeren aus China erkrankten im September/Oktober 2012 rund 11.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an dem durch die Viren verursachten gefährlichen Brechdurchfall. Darüber hinaus ist jedoch auch jeder Haushalt bei unzureichender Beachtung hygienischer Regeln gefährdet.

Vor diesem Hintergrund findet am Dienstag, dem 7. Mai 2013 von 16.15 bis 17.45 Uhr im Technologiezentrum Köthen, Raum 032, Hubertus 1a, ein Kolloquium unter dem Titel „Viren in Lebensmitteln – Eine neue Herausforderung für die Lebensmittelsicherheit“ statt. Referent des Kolloquiums ist Prof. Dr. Dietrich Mäde vom Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt in Halle. Im Zentrum stehen Viren in Lebensmitteln als Krankheitserreger. Daher wird während des Vortrages auf den 2012 veröffentlichten Standard „Codex alimentarius“ eingegangen, der konkrete Wege aufzeigt, wie einer Übertragung von Viren bereits bei der Erzeugung von Lebensmitteln vorgebeugt werden kann. Darüber hinaus gibt das Kolloquium gleichermaßen Empfehlungen, wie man sich im Falle einer Kontamination verhalten muss und nicht zuletzt nimmt auch die Schulung von Mitarbeitern zur Vermeidung der Virenübertragung zentralen Raum ein.

Mit der Veranstaltung werden alle angesprochen, die mit der Erzeugung und dem Verkehr von Lebensmitteln, beginnend bei der landwirtschaftlichen Urproduktion bis zur Abgabe in Gemeinschaftsverpflegungen, beschäftigt sind – d.h. Mitarbeiter aus lebensmittelherstellenden Betrieben, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung. Gleichermaßen sind Studierende und Professoren der Fachbereiche Lebensmitteltechnologie und Ökotrophologie sowie alle Interessierten herzlich eingeladen.