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Innovationsmanagement hält Unternehmen konkurrenzfähig

Robert Trippler ist seit der Lehrplanaktualisierung neuer Dozent im berufsbegleitenden Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen und bereichert die Lehrinhalte ab dem Wintersemester 2022 um das Thema Innovations- und Technologiemanagement.

Seit 2019 ist er bei der IFA Powertrain GmbH global agierender Projekteinkäufer mit Verantwortung für verschiedene Projekte. Seinen eigenen Hochschulabschluss hat er auch an der Hochschule Anhalt gemacht. Wir haben ihm ein paar Fragen zu seinem interessanten Lehrthema gestellt.

Herr Trippler, was gehört zum Innovationsmanagement eines Unternehmens? Warum ist das heute eine besonders große Herausforderung?

RT: „Wie wir in den letzten Jahren erleben, wird es immer wichtiger, auf externe Einflüsse schnell und trotzdem weitsichtig zu reagieren, um unsere Handlungsfähigkeit in herausfordernden Situationen aufrechterhalten oder sogar die Effizienz noch weiter erhöhen zu können. Aktuell sind hier vor allem die Corona-Pandemie zu nennen, die in vielen Unternehmen auch Auswirkungen auf die Supply Chain hatte oder unvorhergesehene Probleme wie beim Suez-Kanal vor einem halben Jahr, massive Preissteigerungen auf verschiedenen Rohstoff-Märkten oder Verfügbarkeitsprobleme wie bei den Halbleitern. Bei diesen komplexen Systemnetzwerken ist es zum Beispiel essentiell erforderlich auf verschiedene Tools zurückzugreifen. Beispielsweise ad hoc globale digitale Meetings organisieren zu können, um mit den Kolleginnen und Kollegen effiziente Lösungen zu genieren. Dazu gehören auch neue technische Lösungen und Auslegungen für zukünftige Anwendungen zum Beispiel im Bereich Automotive speziell bei der Elektromobilität.“

Warum lohnt es sich, das Innovationsmanagement im Unternehmen genauer unter die Lupe zu nehmen?

RT: „Ganz klar, weil das auf die Einzigartigkeit der angebotenen Produkte einzahlt. Neue technische Lösungen, Anwendungen und Auslegungen wirken sich direkt auf die Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens aus und bestimmen dadurch über die aktuelle und weitere Entwicklung auf dem Markt. Damit werden weitreichende strategische Entscheidungen vorbereitet, Potenziale und Tendenzen auf den unterschiedlichen Wettbewerbsmärkten analysiert und angebahnt.“

Warum ist dieses Thema Bestandteil des Studiums zum Wirtschaftsingenieur?

RT: „Es spielt für meine Studierenden einfach ganz praktisch eine Rolle: Ich vermittle ihnen die Inhalte, Theorien und Konzepte auch unter Berücksichtigung der praktischen Einflüsse und Gegengegebenheiten ihres Berufsalltags. Wenn wir gemeinsam die Themen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, entstehen andere Sichtweisen und Überlegungen. Die Studierenden können diese Ideen und Konzepte dann auf ihre individuellen Herausforderungen adaptieren und erhalten dadurch neue Ansätze für ihren Berufsalltag. Das erleben sie als sehr wertvoll.“

Warum fühlen Sie sich berufen, in diesem Thema Lehrkraft zu sein?


RT: „Auf der einen Seite aufgrund meiner eigenen akademischen Ausbildung an der Hochschule Anhalt, ich habe hier den Master Logistik- und Luftverkehrsmanagement studiert und mich dabei viel mit den Konzepten, Strategien und Inhalten der Mobilität der Zukunft auseinandergesetzt – unter anderem in meinen Abschlussarbeiten. Die hatten einen engen Bezug zur Elektromobilität und den Visionen zur Stadt der Zukunft, der „Smart City“. Daneben bin ich derzeit als global verantwortlicher Projekteinkäufer bei einem großen deutschen Tier-1-Lieferanten für den Bereich Antriebstechnik tätig, bei dem ich mit den Anforderungen an die Themen Innovations- und Technologiemanagement tagtäglich zu tun habe. Meine aktuelle Aufgabe besteht zum Beispiel darin, einzelne Komponenten für ein Modul-Bauteil während der gesamten Projektphase von der Entwicklung bis zur Serienreife im Fahrzeug zu überwachen und zu organisieren, vor allem mit Blick auf das „magische Dreieck“ aus Zeit, Kosten und Qualität. Am Ende des Tages ist all dies auch immer ein Zusammenspiel aus vielen Faktoren, die zur Effizienz und zum Erfolg der Projekte beitragen.“

Vielen Dank Herr Trippler und viel Erfolg für Ihre Tätigkeit!

Die Bewerbung für einen Studienplatz im berufsbegleitenden Master Wirtschaftsingenieurwesen ist noch bis zum 15. September möglich. Ein bis zweimal im Monat findet eine virtuelle Sprechzeit statt, in der alle Fragen zum Studium persönlich beantwortet werden. Darüber hinaus steht Studiengangsorganisator

Martin Müller
unter Tel.: +49 (0)3496 6719 19 oder
per E-Mail: mwi(at)hs-anhalt.de

gern für Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Studiengangsseite: www.hs-anhalt.de/mwi.