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Mit gutem Zeitmanagement durch das Semester

Morgens eine Online-Vorlesung, mittags ein Webinar und abends Unterlagen im Moodle sichten, Übungen durchführen und den aktuellen Stundenplan im Blick behalten. Mit dem Start des digitalen Sommersemesters stehen die Studierenden vor ungewohnten Herausforderungen, ihren Studienalltag zu organisieren. Neben den fachlichen Anforderungen treten in der aktuellen Situation vermehrt Ungewissheiten, Einsamkeit und mentaler Stress in den Vordergrund. Der Nebenjob ist erst mal auf Eis gelegt, Treffen mit Kommilitonen sind vorerst nicht möglich. Der Fokus liegt jetzt auf einem Selbststudium. Sich eigenständig Wissen anzueignen, Unterlagen zusammenzustellen und den Tag so gut wie möglich strukturiert zu planen: Wer damit zu kämpfen hat, ist nicht allein.

Dr. Elke Eckhardt leitet die psychologische Beratung an der Hochschule Anhalt. Sie ist systemische Beraterin und arbeitet in enger Kooperation mit dem Studentenwerk Halle. Für die Studierenden bietet sie eine professionelle Beratung unabhängig von den Krankenkassen an.  Die Hemmschwelle, zur Beratung zu gehen, ist immer wieder sehr groß. Aktuelle Ergebnisse von Studien des Deutschen Studentenwerkes zeigen, dass zum Beispiel über die Hälfte aller Studierenden im Laufe ihres Studiums mit Prüfungsangst zu tun hat. Was steckt dahinter? Neben schlechter Vorbereitung vor allem der Anspruch an Perfektion, Druck von außen und Versagensängste. Um dagegen Strategien zu entwickeln, braucht es mehr, als „Lernen, bis nichts mehr geht“.

Hilfe in Anspruch zu nehmen, bedarf des ersten und schwierigsten Schrittes. Wenn der getan ist und die Studierenden einen Beratungstermin bei Elke Eckhardt wahrnehmen, erleben sie Vertraulichkeit, Wertschätzung und Einfühlungsvermögen. Die systemische Ausrichtung der Beratung geht davon aus, dass man „Experte in eigener Sache“ ist, die Lösungsfähigkeit also mitbringt. Die Stärkung der Autonomie und des Selbstwertgefühls, der Zugang zu den eigenen Ressourcen stehen sehr oft im Mittelpunkt des Beratungsprozesses. Der Blick auf das System zu sehen, hilft: Wie ist man eingebunden, wie ist die Beziehung zu den Menschen in diesem System? Neue Blickwinkel zu eröffnen erleichtert, die eigene Sicht auf die Dinge zu klären. Woher kommen z.B. der Perfektionismus und die Versagensangst? Und auch: Wozu ist es zum Beispiel gut gewesen, bisher so perfektionistisch unterwegs zu sein, auch wenn es sehr belastend ist?

Die Wahrnehmung und Akzeptanz ist bereits ein wichtiger Schritt in Richtung Veränderung. Oft reicht schon ein einzelnes Gespräch, um die Probleme deutlich zu machen. Manchmal braucht es auch ein wenig mehr Zeit. Je nach individuellem Bedarf geht die systemische Beraterin auf die Studierenden ein.

Im Normalfall findet die Beratung im Kurhaus Bernburg in einem geschützten Raum statt, in dem solche und andere Probleme vertraulich bearbeitet werden können. Aufgrund der Kontaktsperren bedient sich Dr. Elke Eckhardt nun anderer Möglichkeiten. Neben der Beratung am Telefon und per E-Mail berät sie Studierende nun auch per Videochat.

Sind die Beratungen abgeschlossen, haben die Studierenden eine Entwicklung genommen, die sie mit Selbstvertrauen und Erfahrungen ausgestattet hat, wie sie künftig gut auf sich achten und selbstverantwortlich ihren eigenen Weg gehen.

Mehr Informationen
www.hs-anhalt.de/psychologischeberatung