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Neue Professorin für Bioverfahrenstechnik berufen

  • Prof. Dr. Claudia Grewe

Zum 1. September 2020 wurde Dr. Claudia Grewe zur Professorin im Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik an den Standort Köthen berufen. Nach dreizehn Jahren Praxiserfahrung in Produktentwicklung, Produktionsleitung und Qualitätsmanagement freut sich die Hochschule Anhalt, dass die Studierenden im Gebiet Bioverfahrenstechnik von diesen Erfahrungen profitieren können.

Claudia Grewe kehrt mit ihrer Professur an ihren früheren Studienort Köthen zurück. Die fundierte Ingenieursausbildung, die sie in ihren Studienjahren bis 2002 in der Biotechnologie an der Hochschule Anhalt sammeln konnte, möchte sie an Ihre Studierenden weitergeben. Wichtig ist ihr dabei, die Ausbildung mit industriellen Anwendungsaspekten zu koppeln und Fähigkeiten zu fördern, problemlösungsorientiert zu denken und zu handeln. Nach ihrem Ingenieurabschluss promovierte Grewe 2009 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und war seit 2007 als Bereichsleiterin für Forschung und Entwicklung bei der Salata AG tätig.

Mit ihrer Professur übernimmt die gebürtige Dresdnerin, die im Sommer mit ihrer Familie zurück in die Bachstadt gezogen ist, die Lehre in den Fachgebieten der Bioverfahrenstechnik, Aufarbeitungstechnik und Bioapparatetechnik. Neben einer praxisnahen Aufbereitung des Lernstoffs stehen auch die Anleitung zum Selbststudium und die Implementierung neuer Lehrmethoden in ihrem Fokus. Praxiserfahrung sollen die Studierenden durch vielfältige Forschungsprojekte im Bereich der angewandten Biotechnologie und durch nationale und internationale Kooperationen mit Unternehmen der Region erhalten. Auf diese Weise sollen die Studierenden über ihre Ausbildung, die Hochschule über Sichtbarkeit und Reputation und die Industrie über die Fachkräftebereitstellung und wissensbasierte Verfahrens- und Produktgenerierung voneinander profitieren. Aktuell sind konkrete Algenforschungsprojekte in Planung, die die Expertise der Hochschule Anhalt noch enger mit der Industrie verzahnen und ein Alleinstellungsmerkmal des Fachbereichs im nationalen Wettbewerb generieren könnte.

Durch die Aktualität der Forschungsthemen profitieren die Studierenden mit einer engen Vernetzung mit der Wirtschaft. Auch die Möglichkeit, sich bereits während des Studiums innerhalb von aktuellen Forschungsprojekten auf ein Arbeitsgebiet zu fokussieren, sieht die Ingenieurin als besonderen Motivationsschub für die Studierenden, der über die einzelnen Module hinausgehen kann. Über ihre Aufgaben und Vorhaben in der Lehre und Forschung spricht Claudia Grewe auch in einem Interview unter www.hs-anhalt.de/einblicke