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Neuer Professor für Wirtschaftsrecht

Mit Beginn des digitalen Sommersemesters begrüßt die Hochschule Anhalt Dr. Lorenz Neumann als neuen Professor für Wirtschaftsrecht am Campus Bernburg. In einem Interview gibt er einen kurzen Überblick über seine Inhalte in Lehre und Forschung.


Professor Neumann, herzlich willkommen an der Hochschule Anhalt. Seit dem 1. April sind Sie am Fachbereich Wirtschaft tätig. Gestatten Sie uns einen kurzen Einblick darüber, wie Ihr Weg vor der Berufung an der Hochschule Anhalt aussah.
Ich habe Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert und nach dem anschließenden Referendariat Anfang 2003, das zweite juristische Staatsexamen abgelegt. Daraufhin folgte 2005 die Promotion. In der Vergangenheit wurde ich bereits mit einer Vielzahl von Lehraufträgen betraut, unter anderem an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Seit 2003 war ich als Rechtsanwalt, seit Anfang 2012 auch als Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht in Berlin tätig. Zuletzt war ich als Syndikusrechtsanwalt in der Forschungsabteilung der Technischen Universität Berlin beschäftigt.


Die Aufgaben als Rechtsanwalt unterscheiden sich sicher von den Aufgabenfeldern, die Sie mit den Studierenden erwarten. Verfolgen Sie bei Ihren Lehraufträgen ein bestimmtes Ziel?
Ich möchte möglichst alle Studierenden von der gelehrten Materie begeistern, vor allem Praxisrelevanz aufzeigen und den Studierenden das notwendige „Rüstzeug“ für den Einstieg in den Beruf mitgeben. Dabei wird mir meine über 17-jährige Erfahrung als Rechtsanwalt und Fachanwalt zu Gute kommen.


Des Weiteren arbeiten Sie an verschiedenen Forschungsprojekten. Wie können die Studierenden davon profitieren?
Während meiner Arbeit als Rechtsanwalt lag ein großer Schwerpunkt meiner Beratungstätigkeit im Bereich des Rechts sogenannter „Publikumspersonengesellschaften“, insbesondere in Krisen- und Sanierungssituationen. Eine Publikumsgesellschaft ist rechtlich eine Personengesellschaft, die zur Kapitalsammlung eine unbestimmte Vielzahl von „Anlegern“ als rein kapitalistisch beteiligte Gesellschafter auf Grund eines fertig vorformulierten Gesellschaftsvertrages aufnehmen soll. Hierzu habe ich auch bereits wissenschaftlich geforscht und veröffentlicht. Angesichts der aktuell zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung, wird gerade das Krisen- und Sanierungsmanagement in angeschlagenen Unternehmen eine große Bedeutung erhalten. Daher werde ich auch künftig auf diesem Gebiet forschend tätig sein. Für die Studierenden können meine Forschungsergebnisse direkt in die Lehre und ihre Vorbereitung für ihr späteres Berufsleben einfließen.

Wie nehmen Sie die Umstellung auf Online-Lehre wahr?
In der aktuellen Zeit wird die Umstellung auf reine „Online-Lehre“ sicherlich die größte Herausforderung werden. Gleichzeitig liegt darin aber auch eine große Chance, die hier schon vorhandenen, hervorragenden Strukturen für modernes E-Learning auszunutzen und tatsächlich „zu leben“. Ich biete in allen meinen Veranstaltungen Live-Vorlesungen und Übungen mit geeigneten Konferenztools an, damit die Studierenden sich bestmöglich und „verlustfrei“ auf ihre Prüfungen vorbereiten können.

Mehr Informationen zu den Studiengängen des Fachbereichs Wirtschaft
www.hs-anhalt.de/fb2