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Technologietransfer für Entwicklungs- und Schwellenländer

Vorrangiges Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Business-Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft und Verbesserung der Lebensmittelproduktion in Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Sommersemester 2017 wurden sechs Businesspläne für Unternehmen, deren neue Technologien für schwächer gestellte Länder von Nutzen sein können, erstellt:

  • eine App für Kleinbauern zur Fütterungsoptimierung bei Geflügel in Vietnam,
  • Etablierung der kompletten technologischen Kette für Aufzucht von Gemüsepflanzen in China,
  • Überführung von gebrauchten Melksystemen für Bauernkooperative in Uganda,
  • Entwicklung von Mikrofinanzierung für Gehölzanbau mit Bewässerung in Mexiko,
  • Überführung von gebrauchten Traktoren für Bauernkooperative in Cameroon,
  • Technologischer Ansatz für Proteingewinnung aus Rapsschrot in Indien.

Die Projekte wurden in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmen umgesetzt und boten den Studierenden die Möglichkeit, ihre internationale Kompetenz und Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen. Dabei sammelten sie vor allem Erfahrungen mit potentiellen Arbeitgebern.

Die erste Projektwoche im Mai 2017 in Hertogenbosch war direkten Besprechungen mit Unternehmen gewidmet. Gleichzeitig haben die Projektgruppen exportorientierte niederländische Unternehmen, wie den Tomatenproduzenten Tasty Tom, den Geflügelproduzenten Ruben Strijbos und die berühmte Bavaria Brauerei, sowie eine Kooperative für nachhaltige Landnutzung besichtigt.

Vom 07. bis 10. Juni 2017 besuchten die niederländischen Studenten die Hochschule Anhalt in Bernburg. Während dieser zweiten Projektwoche standen nicht nur die Bearbeitungen der Projekte, sondern auch das bessere Kennenlernen der Region und der studentische Kulturaustausch im Vordergrund. Anregende Gesprächsideen lieferten die Besichtigungen des Julius Kühn Instituts in Quedlinburg (Pflanzengenetiklabor, Gewächshäuser), der Gendatenbank des Leibnitz Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben, der Milchviehbetrieb Lübars Agrar GmbH mit rund 5000 Tieren und der ziegenhaltende Betrieb Caprini Agrar GbR mit rund 3500 Tieren.

Die Projektrunden erfolgen im Rahmen der europäischen ERASMUS Partnerschaft. In diesem Rahmen werden parallel Gastvorlesungen von den Projektbetreuern für ein breites Publikum angeboten. Frau Prof. Kashtanova referierte in Hertogenbosch zur Entwicklung des Agribusiness in Osteuropa, die Dozenten aus HAS den Bosch Hielke van der Meulen und Bart Hasselbach zu den Themen „Regionale Produkte aus Schwellenländern“ und „Nationale Wettbewerbsvorteile nach dem Porter‘s Diamond Model“.

Während der Präsentation der Ergebnisse erhielten alle Projektgruppen ein Feedback der Volksbank Börde-Bernburg von Herrn Dennis Schulze, der die Konzepte hinsichtlich ihrer Finanzierbarkeit beurteilte. Erfreulicherweise wurden alle Projekte als plausibel und zukunftsorientiert eingestuft. Einen Herzlichen Glückwunsch an die gesamte Projektrunde!