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Virtuelle Auftaktveranstaltung „Smartes Gründen im ländlichen Raum“

Am 18. Dezember 2020 findet die virtuelle Auftaktveranstaltung „Smartes Gründen im ländlichen Raum“ statt. Seit Mai dieses Jahres setzt das Team vom Gründerzentrum der Hochschule Anhalt das Projekt zur Start-up Förderung um und will in einer virtuellen Konferenz über das Vorhaben informieren und regionale Mitstreiter gewinnen.

Die Region zwischen Bernburg, Dessau-Roßlau und Wittenberg, von Bitterfeld-Wolfen über Köthen bis Zerbst hat historisch, kulturell sowie landschaftlich sehr viel zu bieten und könnte mit wirtschaftlich starken Regionen durchaus mithalten. Die Realität aber zeichnet seit Jahren ein anderes Bild. „Die Region ist strukturschwach, überaltert, innovationsträge - sie fliegt bundesweit ganz stark unter dem Aufmerksamkeitsradar vieler Menschen und Zielgruppen, die in Großstädten leben“, konstatiert Christian Schöne, Leiter des Gründerzentrums. Die Corona-Pandemie erweist sich aus seiner Sicht ein Stück weit als Segen. Mit der Pandemie setzen gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungsprozesse ein, die sich mit Digitalisierung, Stadtflucht und neuem Arbeiten verbinden und Vorteile für ländliche Regionen bedeuten. Dabei stellen Unternehmensgründungen in diesem Zusammenhang einen besonderen Mehrwert dar. Sie fördern diesen Wandel, etablieren neue und krisensichere Geschäftsideen und schaffen Arbeitsplätze, welche junge Menschen und Familien in der Region halten oder zu einem Zuzug bewegen.


Überregionale Kooperation und Zusammenarbeit auf vielen Ebenen
Nachdem in den vergangenen Monaten die ersten wichtigen Impulse gesetzt wurden, will das Gründerzentrum nun in der virtuellen Konferenz über die Inhalte und Ziele des Projektes informieren. „Wir wollen über die Hochschulstandorte hinaus in die Region hineinwirken, vernetzen, gemeinsam gestalten und Räume für neue Akteure, Projekte und Initiativen schaffen, mit dem Ziel, dass hier Neues entsteht. Und zwar mit zunehmender Intensität“, fasst Schöne zusammen.

Das Gründerzentrum wird aber nicht nur selbst lokale Maßnahmen ergreifen, sondern lokale Vorhaben in einem Verbund zusammenbringen und unterstützend mitwirken. „Jede Initiative, jede Mitwirkung ist gefragt: aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft – ob im kleinen Dörfchen, den Städten oder in den Unternehmen,“ resümiert Schöne über das Projektziel. Erste Kooperationsverträge werden aktuell mit der IHK Halle-Dessau, der Wirtschaftsförderung der Stadt Staßfurt, der Stadt Dessau-Roßlau und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld – Dessau – Wittenberg geschlossen. Mit der Stadt Köthen gibt es erste Überlegungen, ein regionales Jugendgründerzentrum zu etablieren.


Mitstreiter gesucht, um regionale Zukunft zu gestalten
Das Team vom Gründerzentrum setzt auf weitere Mitstreiter, aber noch mehr auf deren Herzblut, Leidenschaft und Gestaltungswillen. „Uns ist bewusst, dass viele Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft derzeit sehr stark eingebunden sind, um den Herausforderungen der Pandemie zu begegnen. Trotzdem appellieren wir an ihre Weitsicht, denn jetzt müssen die relevanten Entscheidungen für die Zeit nach der Pandemie getroffen werden, um im Wettbewerb mit Großstädten und anderen Regionen vorn mithalten zu können und die Digitalisierung sinnvoll zu nutzen“, so Schöne.

Umfassendes Programm
Das Programm der Auftaktveranstaltung zielt auf die Sensibilisierung lokaler Entscheidungsträger und Interessierter sowie der künftigen Vernetzung und Zusammenarbeit in der Region ab.

 

14:30 Uhr Begrüßung und Konferenzeröffnung

-       Prof. Dr. Jörg Bagdahn, Präsident der Hochschule Anhalt

-       Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt

-       Christian Schöne, Leiter Gründerzentrum der Hochschule Anhalt

 

15:00 Uhr Fachvortrag

-       „Smartes Land- von der Smart City zur Digitalen Region“ von Gerald Swarat

 

15:30 Uhr Paneldiskussion (Hauptraum)

-       Lisa Straub, Leiterin der Brainstation der Lauda Dr. R. Wobser GmbH & Co. KG (Lauda-Königshofen)

-       Sebastian Rumberg, Projekt EVA (Dessau-Roßlau)

-       Daniel Hannemann, Geschäftsführer Tesvolt GmbH (Wittenberg)

-       Gerald Swarat (Berlin)

 

15:30 Uhr Pitches (Breakout Session)

-       Ideen & Projekte von Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule Anhalt

           

16:40 Uhr Möglichkeiten der Zusammenarbeit

-       FOUND IT-Team

-       Unterstützerbudget

-       Kooperationsvereinbarungen

 

17:10 Uhr Ausblick und Verabschiedung

Interessierte, die über das Projekt weiterhin informiert werden wollen, können sich auf der FoundIT!-Webpage unter News im Newsletter eintragen: bit.ly/founditnewsletter

Das FoundIT!-Gründerzentrum der Hochschule Anhalt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.