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Wälder im Klimawandel: Umweltministerium gibt Start für Hochschulprojekt bekannt

Der Klimawandel hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Wälder. In einem Projekt der Hochschule Anhalt soll die aktuelle Situation der Waldbestände und der Waldschäden in ausgewählten Schutzgebieten Sachsen-Anhalts untersucht werden. Den Start des Naturschutzprojekts gab Staatssekretär Klaus Rehda am 29. Oktober 2020 auf dem Campus Bernburg im Rahmen einer Veranstaltung bekannt.

Die Begrüßung fand durch den Präsidenten der Hochschule Anhalt, Professor Jörg Bagdahn, statt. Anschließend führte die Projektleiterin und Hochschulprofessorin für Landschaftspflege und Gehölzkunde, Annett Baasch in das Projekt ein. Sie erklärte, wie das Vorhaben „Methoden zur Förderung von Waldlebensräumen als Baustein zur Anpassung an den Klimawandel am Beispiel ausgewählter FFH-Gebiete in Sachsen-Anhalt“ diese Frage mit Handlungsempfehlungen beantworten will: Im Rahmen des bis Juni 2022 laufenden Projektes werden für ausgewählte Waldgebiete in den Landkreisen Harz, Mansfeld-Südharz und Salzlandkreis Daten zur aktuellen Bestands- und Waldschadenssituation analysiert. In diesen Wäldern, die unter dem Schutz der europäischen Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie stehen, werden darüber hinaus Untersuchungen zum aktuellen Zustand der Waldlebensräume durchgeführt.

Kooperationspartner der Hochschule sind der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt, das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt und die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt. Zusammen mit diesen Partnern werden geeignete Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und Heterogenität diskutiert und konzipiert. Gefördert wird das Projekt über den europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) mit dem Programm „Biodiversität, Schutzgebietssystem Natura 2000“ mit rund 229.000 Euro. Rund 172.000 Euro sind davon europäische Mittel.

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