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4. Bernburger Imkertag am 20.10.2018

  • © Hochschule Anhalt
20Oktober 2018, 09.30 – 15.00 Uhr

Bienen arbeiten ohne Mindestlohn. Wie sieht es mit dem Lohn für die Arbeit des Imkers aus?

"No Money – No Honey": Ohne Geld keinen Honig. So lautet eine betriebswirtschaftliche Binsenweisheit, dass Mitarbeiter nur mit Geld motiviert werden können. Für die Bienen trifft das nicht zu. Sie arbeiten ohne Bezahlung. Auch die meisten Imker betreiben ihr Hobby nicht um des Geldes willen. Häufig sind die Ausgaben pro Jahr deutlich höher als die Einnahmen, besonders in den ersten Jahren. Aber irgendwo ist auch eine betriebswirtschaftliche Schmerzgrenze für den Imker erreicht. Bevor es soweit kommt, sollten auch in der Imkerei betriebswirtschaftliche Methoden eingesetzt werden. Der 4. Bernburger Imkertag, eine Veranstaltung der Hochschule Anhalt, des Imkervereins Bernburg und Umgebung sowie des Imkerverbandes Sachsen-Anhalt will Imker dabei unterstützen, betriebswirtschaftliche Methoden anzuwenden.

Die Tagung beginnt mit einer Ausführung zu betriebswirtschaftlichen Aspekten der Zucht. Bienenköniginnen aus Reinzucht werden mit Preisen bis zu 100 € gehandelt, teilweise auch darüber hinaus. Lohnt es sich, solch eine teure Königin einzusetzen? Lohnt es sich andererseits, selbst Königinnen zu vermehren oder zu züchten? Wilfried Götze, der Zuchtobmann im Imkerverband Sachsen-Anhalt gibt darauf Antwort.

Eine elektronische Stockwaage gibt neben dem aktuellen Beutengewicht die aktuellen Wetterbedingungen wieder. So kann der Imker jederzeit die Entwicklung seiner Bienenvölker einschätzen, ohne die Beute öffnen zu müssen. Die Investitionskosten für eine solche Stockwaage sind relativ hoch. Lohnt sich das für den Imker? Richard Wolf aus Waidhaus gibt auf diese Frage Antwort.
Imker erzeugen Honig und verkaufen diesen im Bekanntenkreis, an der Haustüre, im lokalen Handel oder auch beim Großhandel. Häufig sind die Verkaufspreise nicht kostendeckend. Welche Kosten des Hobbies kann man mit dem Honigpreis wieder erwirtschaften? Dieser Frage geht Frau Prof. Dr. Dasbach (früher: Steinel) in ihrem Vortrag zur Preisbildung bei Honig nach. Ihre Mahnung an die Imker lautet: „Honig wird geschleudert, aber nicht verschleudert!“.

Manche Imker mit größerer Jahreshonigernte wollen ihren Honig an den Lebensmitteleinzelhandel verkaufen. Robert Faßhauer von der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt klärt in seinem Vortrag „Als Imker in den Handel“ über die Spielregeln des Lebensmitteleinzelhandels auf. Wenn der Imker diese Regeln beachtet, kann er in lokalen Supermärkten gelistet werden.

Die Veranstaltung beginnt um 09:30 Uhr im Hörsaal Biotechnikum in Bernburg-Strenzfeld. Das Ende der Tagung ist für 15:00 Uhr geplant. Aller Imker und Interessierten sind eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Teinahmegebühr beträgt 5 Euro und ist vor Ort zu bezahlen.