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Seniorenkolleg, Köthen

„Wenn die Leisten brechen“– Diagnostik und Therapie von Leisten- und anderen Bauchwandbrüchen

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16Januar 2019

Eingeweidebrüche haben in Deutschland eine hohe sozio-öko­nomische Bedeutung. Die Rückbildung eines Weichteilbruches ohne Operation gibt es nicht. Der Leistenbruch ist das häufigste allgemein-chirurgische Leiden überhaupt und macht 10-15% aller chirurgischen Operationen aus. Pro Jahr werden in Deutschland ca. 230.000 Patienten mit einem Leistenbruch ambulant oder stationär operativ versorgt.

Nach der Leistenhernie ist der Nabelbruch die zweithäufigste Hernie der Bauchwand. Sie ist die einzige Hernie, die als angeborener Bruch in 98% in den ersten beiden Lebensjahren spontan heilen kann. Danach muss bei Fortbestehen auch hier die operative Versorgung erfolgen.

Nach etwa jeder 10. Bauchoperation kommt es früher oder später zur Entwicklung von Narbenbrüchen, wobei jede 2. davon innerhalb des ersten Jahres auftritt. Pro Jahr sind das in Deustcshland ca. 120.000 Narbenhernien, von denen trotz des hohen Risikos der Darmeinklemmung nur 1/3 der Operation zugeführt werden. Eine Sonderform der Eingeweidebrüche stellen die Zwerchfellbrüche dar, bei denen die Entscheidung zur Operation nach strengen Regeln gestellt werden sollte.

Bei dem Vortrag sollen die Untersuchungsmethoden, die Indikationsstellung zur Operation sowie die operativen Verfahren und die Versorgung nach der Operation vorgestellt werden.

Prof. Dr. med. Brigitte Kipfmüller
Helios Klinik Köthen