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SUMMARY:Seniorenkolleg: Lössböden – Entstehung\, Bewertung\, Risiken
DESCRIPTION:Bernburg-Strenzfeld befindet sich im Ausläufergebiet der inte
 rnational bekannten Magdeburger Börde mit ihren fruchtbaren Schwarzerden.
  Die Entstehung geht\, wie auch weltweit in den typischen Schwarzerdezonen
 \, auf die letzte Eiszeit zurück. Starke Winde haben in den Kaltzeiten fe
 inste Partikel aufgewirbelt und jenseits der Urstromtäler abgelagert. Tro
 ckenheit sowie kalte Winter und heiße Sommer des Steppenklimas formten ti
 efgründige\, humusreiche Böden\, die auch die Höchstbewertungen bei der
  Deutschen Bodenschätzung erhielten.\nWie sind diese Böden heute einzusc
 hätzen\, welche neuen Bedingungen für die Bodennutzung entstehen mit der
  Klimaerwärmung? Der Vortrag geht sowohl auf die Ertragsfähigkeit der Lö
 ssböden als auch auf Risiken im Rahmen der Bewirtschaftung ein.\nBeim heu
 tigen Ertragsniveau im Pflanzenbau spielt das Bodenwasser eine ungleich gr
 ößere Rolle als in früheren Zeiten. Deshalb muss alles getan werden\, d
 ie Speicherfähigkeit für das pflanzenverfügbare Bodenwasser wirksam zu 
 erhöhen. \nDie Gefährdungen in der Lösslandschaft im mitteldeutschen R
 aum durch den Braunkohletagebau sind verschwunden. Der Verbrauch der Boden
 fläche durch Verkehrsbauten\, Infrastruktur und regenerative Energieanlag
 en ist aber nach wie vor hoch.\nSolche Schwarzerden wie in der Gemarkung S
 trenzfeld müssen auch unter künftigen Bedingungen mit ihren wertvollen B
 odeneigenschaften erhalten bleiben. Im Unterschied zu Gebirgsregionen mit 
 dauerhafter Bodenbildung können neue Schwarzerden erst mit der nächsten 
 Eiszeit entstehen.\nProf. Dr. habil. Dieter OrzessekProfessor i. R.\, Hoch
 schule AnhaltE-Mail: dieter.orzessek@hs-anhalt.de
X-ALT-DESC;FMTTYPE=text/html:<p>Bernburg-Strenzfeld befindet sich im Auslä
 ufergebiet der international bekannten Magdeburger Börde mit ihren frucht
 baren Schwarzerden. Die Entstehung geht\, wie auch weltweit in den typisch
 en Schwarzerdezonen\, auf die letzte Eiszeit zurück. Starke Winde haben i
 n den Kaltzeiten feinste Partikel aufgewirbelt und jenseits der Urstromtä
 ler abgelagert. Trockenheit sowie kalte Winter und heiße Sommer des Stepp
 enklimas formten tiefgründige\, humusreiche Böden\, die auch die Höchst
 bewertungen bei der Deutschen Bodenschätzung erhielten.</p>\n<p>Wie sind 
 diese Böden heute einzuschätzen\, welche neuen Bedingungen für die Bode
 nnutzung entstehen mit der Klimaerwärmung? Der Vortrag geht sowohl auf di
 e Ertragsfähigkeit der Lössböden als auch auf Risiken im Rahmen der Bew
 irtschaftung ein.</p>\n<p>Beim heutigen Ertragsniveau im Pflanzenbau spiel
 t das Bodenwasser eine ungleich größere Rolle als in früheren Zeiten. D
 eshalb muss alles getan werden\, die Speicherfähigkeit für das pflanzenv
 erfügbare Bodenwasser wirksam zu erhöhen.&nbsp\;</p>\n<p>Die Gefährdung
 en in der Lösslandschaft im mitteldeutschen Raum durch den Braunkohletage
 bau sind verschwunden. Der Verbrauch der Bodenfläche durch Verkehrsbauten
 \, Infrastruktur und regenerative Energieanlagen ist aber nach wie vor hoc
 h.</p>\n<p>Solche Schwarzerden wie in der Gemarkung Strenzfeld müssen auc
 h unter künftigen Bedingungen mit ihren wertvollen Bodeneigenschaften erh
 alten bleiben. Im Unterschied zu Gebirgsregionen mit dauerhafter Bodenbild
 ung können neue Schwarzerden erst mit der nächsten Eiszeit entstehen.</p
 >\n<p><strong>Prof. Dr. habil. Dieter Orzessek</strong><br />Professor i. 
 R.\, Hochschule Anhalt<br />E-Mail: dieter.orzessek@hs-anhalt.de</p>
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