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Zum Geleit

Verehrte Leserin, verehrter Leser,

herzlich willkommen auf der Fachbereichsseite der Professur für konstruktions-begleitende Simulation der Hochschule Anhalt.

Der Fachbereich der Simulation statischer und dynamischer Systeme hat im letzten Jahrzehnt im Produktentwicklungsprozess jeglicher Anwendungsgebiete erheblich an Bedeutung gewonnen. Nicht zuletzt durch die andauernd fortwährende Weiterentwicklung der Rechentechnik und der Berechnungswerkzeuge lassen sich heutzutage Systeme mit sehr hohen Detaillierungsgraden und multiphysikalischen Problemstellungen in akzeptablen Rechenzeiten lösen. Im Bereich der Mehrkörperdynamik ist es inzwischen sogar möglich, hoch detaillierte Modelle auf Echtzeitbasis zu rechnen, woraus sich völlig neue Möglichkeiten ergeben.

Die stetig wachsenden Anforderungen an Maschinen und Anlagen und die damit einhergehende, erhöhte Systemkomplexität erfordern zudem den Einsatz numerischer Methoden. Einerseits zur Steigerung des Systemverständnisses und zur Visualisierung, andererseits zur grundsätzlichen Erzeugung von Ergebnissen, insofern keine analytischen Berechnungen möglich sind.

Damit die in der Simulation gewonnenen Ergebnisse belastbar und auf die Praxis übertragbar sind, folgen die Mitarbeiter der Professur dem Leitfaden der Theorie der Systemanalyse und untersuchen Systeme maschinendynamisch ganzheitlich. Dabei wird die Optimierung einer Einzelkomponente stets im Kontext des Gesamtsystems betrachtet und für sich selbst sowie im Gesamtsystem analysiert und mittels realer Messdaten validiert. Somit wird sichergestellt, dass Optimierungen an einer Einzelkomponente nicht zu Verschlechterungen des Gesamtsystemverhaltens oder dessen Lebensdauer führen. Die Analyse kann dabei zu Beginn der Produktentwicklung oder aber zur Produktverbesserung erfolgen.

Voraussetzung für eine ganzheitliche Betrachtung multiphysikalischer Themen aus dem Bereich der Maschinendynamik ist eine interdisziplinäre Ausbildung, die Studierende an der Hochschule Anhalt im Rahmen des Bachelor- und Masterstudiums erhalten. Neben der Grundlagenlehre zum Wesen der Maschinendynamik und der Systemanalyse erlernen die Studierenden die Werkzeuge der Finite-Elemente-Methode (FEM) und der elastischen Mehrkörpersysteme (MKS).

Das Anwenden der gelehrten Theorie in semesterbegleitenden Belegen und in Abschlussarbeiten fördert und fordert das interdisziplinäre Denken und erleichtert es den Studierenden, die Zusammenhänge zwischen den Grundlagen- und Vertiefungsfächern zu erkennen. Zur Gewährleistung einer praxisnahen Lehre stammen die Themen u.a. aus Zusammenarbeiten mit Industrieanwendern.

Durch diese einzigartige Kombination aus Festigkeitsberechnung (FEM) und ganzheitlicher Systemdynamik (MKS), gepaart mit dem Wissen aus der Numerik, der Konstruktion, der klassischen Maschinenelemente und der Mess- und Regelungstechnik, ist die Professur auf die ganzheitliche Untersuchung des statischen und dynamischen Verhaltens mechatronischer Antriebssysteme spezialisiert.

Sollten wir Ihr Interesse für die Thematik geweckt haben, Sie einen Beitrag zur Lehre leisten wollen oder Unterstützung bei der Bearbeitung derartiger Themen benötigen, freuen wir uns auf den Austausch mit Ihnen.

Bis dahin verbleibe ich im Namen aller Mitarbeiter und Studierenden mit freundlichen Grüßen


Carsten Schulz