Messeauftritt der Hochschule Anhalt auf der IFFA

Vom 04. bis 09.05.2019 fand in Frankfurt am Main die IFFA, die Internationale Weltleitmesse der Fleischwirtschaft, statt. Diese bedeutendste internationale Fachmesse, die ihren Fokus ausschließlich auf das Lebensmittel Fleisch gelegt hat, ist ausschlaggebend für neue Innovationen in der Schlacht- und Zerlege- sowie Fleisch verarbeitenden Industrie, aber auch für die Branchen des Werkzeug- und Maschinenbaus.

Über 1.000 Aussteller aus 49 Ländern präsentierten etwa 67.000 Fachbesuchern aus 149 Ländern (Quelle IFFA) in diesem Jahr vor allem Lösungen für automatisierte Produktionsabläufe im Bereich der Schlachtung und Zerlegung sowie der Fleischverarbeitung und Wurstwarenproduktion. Zudem wurden insbesondere für die Verarbeitung von Fleisch und die Herstellung von Wurstwaren neue Ansätze für eine verbesserte Hygiene (weniger Dichtungen, bessere Reinigung) sowie eine höhere Produktsicherheit (sensorgesteuerte Überwachung, sicherere Verpackungen) präsentiert. Ersichtlich wurde aber auch, dass sich die Werkzeug- sowie Maschinen- und Anlagenbauer mit dem Aspekt einer nachhaltigeren Verarbeitung und Produktion immer stärker auseinander setzen müssen, um ihren Kunden Produkte mit einer hohen Energie- und Ressourceneffizienz bei optimierter Produktqualität anbieten zu können. Dies schlug sich besonders in der Entwicklung effektiverer Be- und Verarbeitungstechnologien sowie neuer digitaler Lösungen für verbesserte Steuerungs- und Überwachungssysteme nieder. Der Gedanke der Nachhaltigkeit spiegelte sich auch in der Vielzahl von neuartigen Verpackungssystemen auf Basis von Spezialpapier wider. Um dem Verbraucherwunsch nach mehr Transparenz und höherer Erzeugnisqualität nachzukommen, setzen viele Hersteller von Ingredienzien und Gewürzen vermehrt auf Komponenten, welche ein Clean Labeling ermöglichen.

Die Arbeitsgruppe „Lebensmittel- und Ernährungsforschung“ unter Leitung von Prof. Dr. Wolfram Schnäckel präsentierte auf dem Messestand der Hochschule Anhalt neben den Studiengängen Ökotrophologie, BIFTEC und Lebensmitteltechnologie insbesondere ihre in Zusammenarbeit mit Unternehmen entwickelten prototypischen Werkzeuge für die Zerkleinerung von Fleisch bzw. die Wurstproduktion in Wolf und Kutter sowie innovative Rezepturentwicklungen für neuartige Produkte mit gesundheitlichem Zusatznutzen.

Vor allem die als Weltneuheit ausgestellten Wolflochscheiben und Kuttermesser, welche mittels 3D-Druck in Stahl ausgearbeitet wurden (Kooperation mit Firma POWER TOOLS GmbH Spreenhagen und INOFEX GmbH Halle/Saale) sowie der Kuttermesserkopf, welcher eine Schrägstellung der Messer um 15° erlaubt (Kooperation mit ASTOR Schneidwerkzeuge GmbH Storkow), erregten reges Interesse nicht nur bei nationalen und internationalen Werkzeugbauern, sondern auch bei namhaften Herstellern von Verarbeitungsmaschinen, in denen derartige Werkzeuge Einsatz finden.

Die IFFA als Schnittstelle für den Wissensaustausch von der Forschung in die Wirtschaft generierte eine Vielzahl neuer Kontakte sowie konkreter Kooperationswünsche mit der Hochschule Anhalt und speziell mit dem „Center of Food Science and Engineering“ (CFSE), welches die Arbeitsgruppe im Rahmen des FORZA-Projektes repräsentierte.

Die Vorstellung der Studiengänge Ökotrophologie, BIFTEC und Lebensmitteltechnologie sowie des über Projekt- und Abschlussarbeiten verbundenen großen praxisorientierten Bezugs, stieß auf eine Vielzahl von Anfragen zu den Direktstudiengängen. In Punkto der persönlichen Qualifikation gab es aber auch Nachfragen zu den Fern- bzw. Dual-Studiengängen.