Success-Stories

ERASMUS+ in Varna

Sukie an der University of Economics Varna

  • Wie kam es zu diesem Auslandssemester?

    Mein Name ist Sukie. Ich bin ein 27-jähriger Studierender des Studiengangs „International Trade“ (MBA) der Hochschule Anhalt in Bernburg.

     

    Die ersten Berührungspunkte mit dem Erasmus Austausch Programm hatte ich im International Office der Hochschule Anhalt. Nach einem einführenden Gespräch mit der Erasmus Koordinatorin, Rebecca Fischer, bin ich auf das Programm der Partneruniversität in Varna, Bulgarien, aufmerksam geworden.

    Mit der Unterstützung von Prof. Dr. Cornelia Scott, Studiengangsdirektor MBA, beschloss ich, mich für ein Austauschsemester zu bewerben. Alles klappte und somit startete ich mein drittes Studiensemester im wunderschönen Varna. Es war immer ein Traum von mir in einer so beeindruckenden Küstenstadt zu leben. Denn in China, meinem Heimatland, haben wir solche Orte nicht.

     

    Erste Ankunft in Varna- und ich verliebte mich direkt. Ich war überwältigt von dem Schwarzen Meer, der Küste, dem Essen, den Menschen- ja eigentlich von allem!

     

    Während der Zeit in Varna wurden meine deutsche Mitbewohnerin Anna und ich beste Freunde. Wir teilten viele Hobbies wie Joggen, Reisen und Schreiben. Und wir sind beide Vegetarier! Anna half mir auch stetig meine Englischkenntnisse zu verbessern. Mit ihrer geduldigen Art half sie mir bei der Grammatik und der Aussprache. Außerdem sprachen wir viel über die deutsche Kultur und mitunter über das deutsche Essen. Somit lernte ich auch Deutschland besser kennen.

  • Wie gelang es dir, dich in Varna einzuleben?

    Am 02. September 2017 kam ich etwas orientierungslos in Varna an. Während der Willkommens-Woche probierte ich das traditionelle Essen und Trinken- Bonizza und Boza genannt. Der Leiter des International Office brachte uns erste nützliche bulgarische Worte bei. Wir verbrachten einen halben Tag damit, uns mit der Kultur Bulgariens vertraut zu machen.

    Bulgarien ist ein Land im Südosten Europas mit einer Fläche rund 110.994 km². Die traditionelle bulgarische Kultur setzt sich hauptsächlich aus der thrakischen, slawischen und der bulgarischen Kultur zusammen. Zudem kommen weitere Einflüsse aus der griechischen, römisch-osmanischen, persischen und keltischen Kultur. Dies erklärt die vielen Kirchen sowie kirchlichen Gebäude in Bulgarien.

    Wir verbrachten weitere zwei Tage damit, das vom Lecti-Office organisierte "City Game" zu spielen. Dies ist eine Art „Schnitzeljagd“ und half dabei, uns mit der Stadt und den Menschen in der Region vertraut zu machen.

  • Was hast du während deiner Zeit in Varna erlebt?

    Nach dem ersten Beschnuppern mit der Stadt, begann unsere Reise mit der Erasmusfamilie durch Bulgarien. Der erste Halt: Balchik und Kaliakra. Balchik ist eine wundervolle Küstenstadt am Schwarzen Meer und ein Badeort mit üppiger Naturlandschaft.

    Unsere nächsten Stopps: Burgas, Plovdiv, und Sofia- Bulgariens Hauptstadt. Sofia ist dabei die modernste dieser Städte. Meine Lieblingstadt war Plovdiv. Meinem Eindruck nach ist diese Stadt eine perfekte Kombination aus altem Charme und Moderne. Plovdiv hat eine künstlerische Atmosphäre, in der man an jeder Ecke ein anderes Bild findet. Wenn man in der Altstadt spazieren geht, sieht man, wie die Leute die belebte Gegend genießen, eine Tasse Kaffee trinken oder eine Zeitung lesen. Die Stadt zu beobachten, hat mir bewusst gemacht, dass dies das Leben ist, das ich auch führen möchte. Anders als in China können die Menschen in Plovdiv jeden Tag das Leben genießen.

    Neben der Reise wurden auch verschiedene Veranstaltungen vom International Office organisiert. Eines Abends fand für alle Erasmus-Studenten ein europäischer Kurzfilmabend im sozialen Teehaus statt. Hier wurden Kurzfilme aus verschiedenen Ländern gezeigt. Es war das erste Mal, dass ich an dieser Art von Veranstaltung teilnahm. Es hat mich dazu gebracht, viel über mein jetziges Leben nachzudenken. Ereignisse wie diese können insbesondere im heutigen digitalen Zeitalter Menschen zusammenbringen. Ein anderes interessantes Ereignis war der Internationale Kunstabend zum Thema "Wie ich gelernt habe, mich nicht mehr um Bulgarien zu sorgen sondern es zu lieben". Die Worte über das Leben in Varna spiegelten meine Gefühle wider und so wurde aus fremd vertraut. Und obwohl wir nicht in Deutschland waren, feierten wir auch “Oktoberfest-Bier-Varna”.

  • Was hast du während dieser Zeit gelernt?

    Erstens: hatte ich die Möglichkeit mein Englisch zu verbessern. Bevor ich nach Bulgarien kam, war mein Englisch nicht sehr gut. In nur einem halben Jahr habe ich festgestellt, dass sich mein Englisch erheblich verbessert hat.

    Zweitens: meine Studien. In Varna habe ich 6 Kurse gewählt: Talentmanagement, Vertriebsmanagement, Soft Skills des Managements, Geschäftskommunikation, Online-Forschungsmethoden und Innovatives Marketing. Zuerst fand ich es ein wenig schwer. Ich versuchte alle gestellten Fragen zu beantworten und während des Unterrichts an der Diskussion teilzunehmen. Am Ende wurde mein Ehrgeiz belohnt- ich erhielt in allen Kursen sehr gute Noten.

    Drittens: Hochschule Anhalt. Ich möchte mich bei meiner Hochschule in Deutschland, der Hochschule Anhalt, bedanken. Die Ausbildung, die ich erhalten habe, war sehr gut und somit war ich mit meinen Leistungen konsequent unter den Besten in meinen Kursen. Beispielsweise bestand eine Aufgaben im Modul Talentmanagement darin, eine 15-seitige Hausarbeit zu schreiben. Hierbei konnte ich die beste Punktzahl erreichen.

    Viertens: Erasmus. Ich denke, das Erasmus-Austauschprogramm ist sehr nützlich. Ich kann sagen, dass es ein Wendepunkt für mich war, da ich die Kultur des Landes mit Hilfe der Einheimischen kennen lernen durfte. Während dieses Austauschsemesters habe gelernt, Europa zu lieben. Durch gemeinsames Essen kann man kulturelle Barrieren überwinden. Ich genieße das Leben im Ausland und in Deutschland. Obwohl es nur ein Semester war, hat es sehr geholfen. Jetzt habe ich das Vertrauen, im Ausland zu leben und mehr Orte und Menschen in Deutschland zu besuchen.

    Zuletzt: Ich danke auch Prof. Dr. Cornelia Scott und Frau Fischer dafür, dass sie mir diese Chance für ein Auslandsstudium gegeben haben.