Projekt

Leonie Maria Humenda | Tina Stenschke - Landschaftsarchitektur und Umweltplanung (FB1) Semesterprojekt

Der Apfelgarten – Schöner von Apolda

  • SONY DSC © CC BY-SA 3.0 DE
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Themengarten der Otto Kittel GmbH für die 4. Thüringer Landesgartenschau "Blütezeit Apolda 2017"

Aufgabenstellung
Für die „4. Thüringer Landesgarten¬schau – Blütezeit Apolda 2017“ vom 29. April bis 24. September 2017 erhielt der Fachbereich 1 der Hochschule Anhalt erstmals die Möglichkeit, sich an einer Landesgarten-schau außerhalb Sachsen-Anhalts planerisch zu beteiligen. In einer studentischen Arbeitsgruppe sollte der Themengartenentwurf mit dem Partnerunternehmen Otto Kittel GmbH (Mit¬gliedsbetrieb des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen-Anhalt e.V.) in der für die Bauausführung nötigen Detailschärfe erarbeitet und abgestimmt werden. Dabei ist eine
barriere¬freie, behindertenfreundliche Durchgängigkeit des Gartens zu gewährleisten.

Projektphasen
Das Projekt startete mit der Sichtung der Grundlagendaten, einer ersten Absprache mit der Fima Otto Kittel und einer Besichtigung des Landesgarten¬schaugeländes in Apolda.
Im Folgenden wurde von jeder Bearbeiterin zunächst separat die Konzept- und Ideenfindung für den Themengarten vorgenommen. Die finalen Vorentwürfe wurden letztlich dem Projektpartner vorgestellt. Anschließend begann die Bearbeitung des favorisierten Vorentwurfs in digitaler Form. Das entstandene Entwurfsposter wurde bei der Landesgartenschaugesellschaft eingereicht. Der Vorentwurf musste nach der Begutachtung gespiegelt werden, um in das vorgesehene Wegenetz der Landesgartenschau zu pas-sen. Nach der Klärung von Materialien, Sponsorings und weiteren Detaillösungen wurde abschließend eine Kostenkalkulation erstellt.

Entwurfsbeschreibung
Dieser Schaugarten soll zeigen, wie sich Elemente eines Naturgartens mit innovativen Gartenideen kombinieren lassen. Als Inspiration und Thema für seine Gestaltung diente die Entstehungsgeschichte der Stadt Apolda. Die ersten Siedlungen des „Apfelgebiets“ („Apol“ bedeutet Apfel und „de“=„ithi“ das Gebiet) entstanden 300 n. Chr. zwischen zwei Flüssen in einer Apfelaue. Der offizielle Titel des Gartens lautet deshalb „Der Apfelgarten 'Schöner von Apolda'“.
Der Besucher betritt den Garten über eines von zwei großzügigen Holzdecks und gelangt zu einem zentral platzierten Hochbeet, welches durch einen Weg mit einem stilisierten Metallbaum in zwei Hälften aufgespalten wird. Dieser symbolisiert durch seine unregelmäßige Einfassung die beiden sich schlängelnden Flüsse, zwischen denen hier einst die ersten Menschen siedelten.
Die Pflanzfläche auf der einen Seite des Weges wurde als Wildblumenwiese mit schwebenden Sitzmöglichkeiten angelegt. Für die andere Hälfte des Hochbeetes wurde eine Staudenmischpflanzung konzipiert.
Alle verbleibenden Flächen des Gartens sind mit einem artenreichen Duftrasen und einem ökologischen Pflasterbelag ausgestattet, wobei auf der gepflasterten Fläche weitere Sitzgelegenheiten Rückzug und Entspannung bieten. Als Gehölze wurden vorwiegend einheimische Sorten ausgewählt, die als „Bienenweide“ besonders viel wertvollen Nektar oder Pollen produzieren; die schmalen Kräuterbeete an den Garteneingängen verweisen auf den Trend zur modernen Selbstversorgung. Eingefriedet wird der Garten durch geflochtene Haselnusszäune, Stauden und
verschiedene Spalierapfelsorten.

Resümee
Im Rahmen des Landschaftsarchitektur-Studiums ist solch ein Projekt von großer Be¬deutung, insbesondere wenn der eigene Schwerpunkt in der Objektplanung liegt. Die praktischen Erfah¬rungen (Absprache mit zahlreichen Sponsoren, Einblick in Zeitabläufe einer Gartenschau, Pflanzplanung) können in keinem theoretischen Modul vermittelt werden. Nicht zuletzt hat die Realisierung der eigenen Ideen einen gewissen Reiz.

Laufzeit
Sommersemester 2016 - Wintersemester 2016/17