Projekt

- (FB1) Semesterarbeit

FODMAPs und Wohlbefinden

Inwieweit beeinflusst eine Elimination der FODMAPs aus der Ernährung das subjektive Wohlbefinden?

Hintergrund: Die bislang von medizinischem Personal oftmals kritisch hinterfragte FODMAP-arme Ernährungstherapie (englisch: Low-FODMAP-diet) wird Ende des Jahres (2020) neu in die deutsche S3 Leitlinie zur Therapie des Reizdarmsyndroms aufgenommen. Als FODMAP`s gelten fermentierbare kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole. Sie finden sich in Obst, Gemüse, Getreide und Milch. Das FODMAP-Konzeptberuht auf einem dreistufigen Ernährungsregime und erfordert zunächst eine sechs bis achtwöchige Elimination der FODMAP`s aus dem täglichen Speiseplan. Dies stellt Fachunkundige vor Herausforderungen und erfordert ein hohes Maß an Compliance. Es stellt sich die Frage, wie geschultes Fachpersonal mit Ernährungsexpertise die FODMAP-Elimination erlebt und inwiefern das subjektive Wohlbefinden dieser Ernährungsfachkräfte während der FODMAP-Elimination beeinflusst wird.

Methode: Als Ernährungsexpertinnen wurden in dieser Studie Diätassistentinnen definiert. Im Oktober 2020ernährten sie sich im Selbstversuch über sieben Tage lang FODMAP-arm. Die Lebensmittelauswahl erfolgte mit Hilfe der FODMAP–App der Monarch University. Vorher und nachher füllten die Probandinnen einen Fragebogen zur Eruierung ihres subjektiven Wohlbefindens aus.

Ergebnisse: Eine Elimination der FODMAP`s aus der Ernährung stellte die Ernährungsfachkräfte vor Herausforderungen. Neben der spezifischen und eingeschränkten Nahrungsmittelauswahl wurden Hungergefühle aufgrund der kleineren Verzehrmengen beschrieben, welche zur persönlichen Unzufriedenheit führten und das Wohlbefinden negativ beeinflussten. Es zeigten sich unter den Probandinnen nach der FODMAP-armen Diätweichere Stuhlkonsistenzen und eine verringerte Blähungsneigung, welche von den Probandinnen als positiverlebt wurde.

Schlussfolgerung: Eine Elimination der FODMAP`s kann das subjektive Wohlbefinden positiv sowie allerdings auch negativ beeinflussen. Eine eingeschränkte Lebensmittelauswahl in der Diätphase kann das subjektive Wohlbefinden negativ beeinflussen. Im Gegenzug führen weniger gastrointestinale Beschwerden wie Blähungen und Bauchkrämpfe zu einer Erhöhung des Wohlbefindens. Da die Diätassistentinnen als Ernährungsexpertinnen über Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Low-FODMAP-diet berichten lässt sich vermuten, dass diese Diät für den Laien ohne eine ernährungstherapeutische Begleitung von ganz besonderer Herausforderung sein kann.

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