Perspektiven

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Perspektiven nach dem Studium

Die Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Tätigkeiten in verantwortlicher Stellung in einem breiten Berufsfeld. Fach- und Führungskräfte mit umfassenden Kenntnissen im Produktionsmanagement und in der Unternehmensführung werden in erheblichem Umfang von Unternehmen im Agribusiness, land- und ernährungswirtschaftlichen Fachverbänden und den Agrarverwaltungen nachgefragt.

Mittlere Managementpositionen im vor- und nachgelagerten Bereich der Landwirtschaft inkl. nationaler und internationaler Agrarhandel, Tätigkeiten im öffentlichen Dienst, in Verbraucherberatung, Presse-, Informations- und Dokumentationswesen des Agrarsektors sowie Einsatz in der Entwicklungshilfe sind Beispiele dafür. Darüber hinaus können Absolventinnen und Absolventen auch in der Agrarmarktforschung und Aus- und Weiterbildung tätig werden.

Vor allem aber steigen die Qualifikationsanforderungen an Bereichs- oder Betriebsleiter in der praktischen Landwirtschaft. Der Aufbau des Studienganges trägt vor allem den Besonderheiten der Agrarstruktur in den neuen Bundesländern (Großbetriebsstruktur) Rechnung, die in Europa als zukunftsweisend für eine konkurrenzfähige Landwirtschaft in einer globalisierten Agrarwirtschaft gilt. Besondere Beachtung finden dabei die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und ihrer vor- und nachgelagerten Bereiche sowie das künftige Agieren auf nationalen und internationalen Märkten. Das Studium in Bernburg zeichnet sich in seiner Berufsfeldorientierung durch die lückenlose Orientierung an der Ernährungskette von der landwirtschaftlichen Primärproduktion über die Lebensmittelverarbeitung bis zum Verbraucher aus.

Im Ergebnis der 2004/2005 unter Beteiligung des Fachbereiches durchgeführten Berufsfeldanalyse agrarischer Fachhochschulen wurden als Arbeitsschwerpunkte Unternehmensführung, Betriebswirtschaft, Ökonomie, Marketing/Marktforschung, Beratung, Verkauf ermittelt. Diese Schwerpunkte finden sich explizit und implizit in der Modulstruktur wieder. Auch die Ehemaligenbefragung des Diplomstudienganges ergab, dass die Berufsfeldorientierung des Studienganges korrekt ist und die Absolvent/inn/en in allen o. g. Feldern und Formen tätig sind.

Die Lehrenden organisieren während der Lehrmonate monatliche Vortragsveranstaltungen unter dem Motto „Bernburger Gespräche zur Pflanzen- und Tierproduktion“. Diese stehen allen Studienjahren, den Lehrenden und der interessierten Öffentlichkeit offen. So kommt es zum direkten Kontakt zwischen Studierenden und Vertretern einzelner Berufsfelder.

Für die genannten Aufgabenfelder ergibt sich ein steigender Trend zum Fachhochschulabschluss. Deshalb ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Absolventen und Absolventinnen mit einer praxisorientierten Hochschulausbildung im Bereich der Landwirtschaft künftig weiter steigen wird. Dies ist vor allem im Bereich der neuen Bundesländer zu sehen, wo in den nächsten Jahren viele Agrarunternehmen vor einer Neubesetzung ihrer Führungspositionen stehen.