Wir laden zum Tag der Lehre 2026 am 01.07.2026 ein...
…unter dem Motto „Kleine Schritte – große Wirkung“ stehen die Themen Vielfalt und Zugänglichkeit in der Lehre an diesem Tag im Mittelpunkt.
Lehrende und Studierende sind herzlich eingeladen, sich in fachlichen Vorträgen und interaktiven Workshops gemeinsam mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Ziel ist es, neue, diversitätssensible und barrierearme Lehrkonzepte zu entwickeln – ko-kreativ, partizipativ und praxisnah.
Das Besondere: Die Konzepte werden direkt während der Veranstaltung erarbeitet und anschließend in kurzen Pitches vorgestellt. Das Publikum entscheidet anschließend, welche Ideen mit einem Preisgeld zur Umsetzung prämiert werden.
Erstmals wird im Rahmen der Veranstaltung der Gleichstellungspreis der Hochschule Anhalt verliehen. Lehrende können sich dafür ab sofort bis zum 14. Juni 2026 bewerben oder durch andere Lehrende, Studierende und Mitarbeitende nominiert werden. Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess und zu den Auswahlkriterien finden Sie auf dieser Website.
Der Tag der Lehre richtet sich an Lehrende und Studierende, die gemeinsam neue Wege für eine inklusive, vielfältige und zugängliche Hochschullehre entwickeln möchten.
Geplantes Rahmenprogramm am 01.07.2026
13:00 Uhr | Eröffnung durch den Präsidenten der Hochschule Anhalt - Prof. Dr. Jörg Bagdahn
13:15 Uhr | Input - Dr. Peter Kiep
14:00 - 14:50 Uhr | 1. Workshopsession
- Workshop 1 (Teil 1) | Kompetenzzentrum Inklusive Bildung | Teilhabe für alle? – Barrieren für Menschen mit Behinderungen im Hochschul- und Arbeitsalltag
- Workshop 2 | Dr. Anna Theren | Glaub nicht alles, was du denkst! – Unbewusste Vorurteile erkennen und chancengerecht handeln
- Workshop 3 | Lisa Schulze | Am Ende zählt mehr: Diversitätssensible Abschlussmomente in der Lehre
14:50 - 15:00 Uhr | Pause
15:00 - 15:50 Uhr | 2. Workshopsession
- Workshop 1 (Teil 2) | Kompetenzzentrum Inklusive Bildung | Teilhabe für alle? – Barrieren für Menschen mit Behinderungen im Hochschul- und Arbeitsalltag
- Workshop 4 | Dr. Peter Kiep | Diversitybewusste Beziehungsarbeit im Lehralltag
- Workshop 5 | Dr. Stefanie Dreiack | Erste Schritte zur inklusiven Lehre
16:00 Uhr | Wettbewerbsvorbereitungen
16:30 Uhr | Pause und Networking
17:00 Uhr | Elevator Pitch
17:30 Uhr | Preisverleihung (Gleichstellungspreis und Lehrpreis)
18:15 Uhr | Ausklang
Referent:innen, Input und Workshop-Themen
Keynote: Diversity(-kompetenz) und ihre Bedeutung für die Hochschullehre
Hochschulen stehen in der Verantwortung, Diversity zu fördern und Diskriminierung abzubauen. Dabei kann bilanziert werden, dass die Forderung der Umsetzung einer diversitybewussten Hochschuldidaktik längst zentraler Bestandteil von Leitbildern, Diversity-Strategien, Antidiskriminierungsrichtlinien, Inklusionskonzepten und weiteren handlungsleitenden Papieren ist. Doch mit welchen Herausforderungen sehen sich Lehrende und Studierende nicht nur im lehrbezogenen Hochschulalltag konfrontiert und wie kann Diversity(-kompetenz) gefördert und im Sinne guter Lehre zum festen Bestandteil der Hochschuldidaktik werden? Der Vortrag gibt einen Überblick über zentrale Begrifflichkeiten, sichtbare und unsichtbare Vielfalt, die Situation an deutschen Hochschulen und die Bedeutung von Diversitykompetenz für die Gestaltung guter Lehre.
Workshop: Diversitybewusste Beziehungsarbeit im Lehralltag
Eine von Vertrauen geprägte Beziehung zwischen Lehrenden und Studierenden sowie unter Studierenden kann einen wesentlichen positiven Einfluss auf das Lehren und Lernen haben. Doch was braucht es aus Sicht von Studierenden, um sich gesehen zu fühlen? Und was können Lehrende tun, um die Lebensrealitäten ihrer Studierenden angemessen bei der Planung und Durchführung von Lehre zu berücksichtigen? Ziel des Workshops ist es, sich diesen Themen gemeinsam zuzuwenden und Handlungsmöglichkeiten für den Lehralltag zu erarbeiten, um Lehr- und Lernsettings diversitybewusst zu gestalten.
Teilhabe für alle? – Barrieren für Menschen mit Behinderungen im Hochschul- und Arbeitsalltag
In diesem interaktiven Workshop stellt sich das Kompetenzzentrum Inklusive Bildung der Hochschule Magdeburg-Stendal vor.
Sie begegnen Referentinnen mit verschiedenen Beeinträchtigungen als Expertinnen in eigener Sache und beschäftigen sich gemeinsam mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen, reflektieren persönliche Erfahrungen und entwickeln konkrete Ideen für mehr Inklusion im Studien- und Arbeitsleben.
Durch Selbsterfahrungsübungen, Austausch und gemeinsames Brainstorming werden zahlreiche Barrieren im Hochschulalltag sichtbar gemacht und mögliche Lösungsansätze diskutiert.
Der Workshop lädt dazu ein, Perspektiven zu wechseln, Erfahrungen zu teilen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie inklusive und barrierefreie Lern- und Arbeitsräume gestaltet werden können.
Weitere Informationen: https://www.kib-sachsenanhalt.de/
Erste Schritte zur inklusiven Lehre
Inklusive Lehre beginnt nicht mit umfangreichen Konzepten, sondern mit dem Blick auf konkrete Situationen: Wie erleben Studierende mit unterschiedlichen Voraussetzungen meine Veranstaltung – und was kann ich gezielt verändern? Dieser Kurzworkshop lädt dazu ein, die eigene Lehrpraxis aus einer neuen Perspektive zu betrachten und praktische Maßnahmen kennenzulernen, die barrierefreies und inklusives Lernen fördern. Die Teilnehmenden entwickeln eine Checkliste für die unmittelbare Anwendung.
Am Ende zählt mehr: Diversitätssensible Abschlussmomente in der Lehre
Prüfung, Hausarbeit, Klausur oder Portfolio: Zum Ende einer Lehrveranstaltung stellt sich nicht nur die Frage, wie geprüft wird, sondern auch, was eigentlich durch den Lehrveranstaltungsabschluss sichtbar und bewertbar werden soll. Doch wer ist in den gängigen Prüfungsformaten eigentlich mitgedacht und wer nicht? Im Workshop entwickeln wir gemeinsam Ideen, wie LV-Abschlüsse transparenter, zugänglicher und wertschätzender gestaltet werden können. Im Mittelpunkt stehen Abschlussmomente, die unterschiedliche Lebens- und Lernwege berücksichtigen, Orientierung geben und womöglich Einzug in die eigene Lehre finden können.
Glaub nicht alles, was du denkst! – Unbewusste Vorurteile erkennen und chancengerecht handeln
Ob bei der Bewertung von Leistungen, in Seminardiskussionen, bei der Betreuung von Studierenden oder in Auswahl- und Entscheidungsprozessen: Unsere Wahrnehmung wird von unbewussten Denkmustern beeinflusst. Diese sogenannten Unconscious Biases helfen dabei, Informationen schnell zu verarbeiten, können jedoch auch zu verzerrten Einschätzungen und unbeabsichtigten Benachteiligungen führen.
Der Workshop bietet eine praxisnahe Einführung in das Thema. Anhand einer interaktiven Übung und konkreter Beispiele reflektieren die Teilnehmenden eigene Wahrnehmungsmuster und tauschen sich über Möglichkeiten aus, Entscheidungen im Hochschulalltag bewusster und chancengerechter zu gestalten.
Inhalte:
- Was sind Unconscious Biases und wie entstehen sie?
- Wahrnehmungsverzerrungen erkennen und unterscheiden
- Reflexion eigener Denk- und Entscheidungsmuster
- Entwicklung erster Ideen für einen fairen und diversitätssensiblen Umgang im Hochschulkontext