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Wasserstoff und Erneuerbare Energien: Wissen in die Gesellschaft tragen

  • Eine Wasserstoffpipeline mit Windturbinen und im Hintergrund. Konzept der grünen Wasserstoffproduktion AdobeStock_602803522_Viks_jin © AdobeStock_602803522_Viks_jin

Forschung sichtbar machen, den Dialog fördern, Anwendungswissen teilen: darum geht es beim Bürger-Energie-Tag am 5. Juni an der Hochschule Anhalt. Im Interview auf dem Klimablog der Hochschule Anhalt erklärt Dr. Hartmut Lange die Idee dahinter.

Wir setzen auf direkte Kommunikation. Diese Vermittlung auf Augenhöhe ist entscheidend, um Vertrauen in neue Technologien zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Dr. Hartmut Lange

Herr Dr. Lange, Ihr Projekt H₂HUB Sachsen-Anhalt wendet sich mit Aus- und Weiterbildungsinhalten normalerweise an Unternehmen. Warum gibt es jetzt ein Format für Bürgerinnen und Bürger?

Ein zentrales Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse in einen alltagsnahen Kontext zu bringen. Viele Technologien – wie Photovoltaik, Wärmepumpen oder Wasserstoffanwendungen – sind aus der Forschung heraus entwickelt worden. Damit sie in der Gesellschaft ankommen, braucht es Austauschformate, die Informationen verständlich aufbereiten und zur Diskussion einladen. Genau das leistet der Bürger-Energie-Tag.

Wie gelingt es, den Transfer wissenschaftlicher Inhalte so zu gestalten, dass sie für Bürgerinnen und Bürger anschlussfähig sind?

Wir setzen auf direkte Kommunikation über Vorträge, Erfahrungsberichte und Gesprächsrunden. Fachleute aus Forschung und Praxis erklären technische Zusammenhänge ohne Fachsprache und gehen auf konkrete Fragen aus dem Alltag ein. Diese Vermittlung auf Augenhöhe ist entscheidend, um Vertrauen in neue Technologien zu schaffen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Wissenstransfer zum Thema Wasserstoff und Erneuerbare Energien: Dafür setzt sich Dr. Hartmut Lange gemeinsam mit seinem Team, drei weiteren Hochschulen und dem Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES) ein.

Was können Hochschulen aus solchen Veranstaltungen lernen?

Solche Formate geben uns Rückmeldung: Welche Fragen sind drängend? Welche Informationen fehlen? Das hilft uns, Forschung stärker an gesellschaftlichen Bedarfen auszurichten. Gleichzeitig bauen wir Brücken zwischen Labor und Lebenswirklichkeit, zwischen Theorie und Anwendung. Der Bürger-Energie-Tag ist damit nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern auch ein Impulsgeber für wechselseitiges Lernen.

  Hintergrund | Info

Dr. Hartmut Lange leitet das Projekt H₂HUB im Weiterbildungszentrum (WZA) an der Hochschule Anhalt. Im Verbundprojekt bündeln vier Partner – darunter drei Hochschulen und ein Fraunhofer-Institut – ihr Know-how für Aus- und Weiterbildung. Im Fokus: praxisnahe Qualifizierung, abgestimmt auf die Bedürfnisse von Unternehmen. Mit dem Programm „Basiswissen Wasserstoffwirtschaft“ vermittelt das Projekt in Köthen Fach- und Führungskräften das nötige Know-how.

 

Mehr Informationen zum Bürger-Energie-Tag gibt es hinter diesem Link: https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/aktuelles/neuigkeit/buerger-energie-tag-am-5-juni-1.html

Mehr zum Projekt H₂HUB im Weiterbildungszentrum (WZA) an der Hochschule Anhalt hier: https://www.hs-anhalt.de/hochschule-anhalt/einrichtungen/weiterbildungszentrum/unser-angebot/h2-hub-weiterbildung/ueber-das-projekt.html

 

Redaktion

Claudia Aldinger

Dr. Hartmut Lange

... ist für Nachfragen und Anfragen erreichbar unter Tel.: +49 (0) 3496 67 1922  oder per E-Mail: hartmut.lange(at)hs-anhalt.de

 

Titelbild: Viks_jin/stock.adobe.com