Die Vorträge des 3. Mitteldeutschen Algenstammtischs zeigten: die frühe Fokussierung von Wissenschaft und Wirtschaft auf das Thema Mikroalgen und ihre enge Vernetzung verschaffen dem mitteldeutschen Raum aktuell einen Standortvorteil für:
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die weitere Erforschung der Mikroalgen-Potenziale
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die Entwicklung von Produktions- und Extraktionsverfahren
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ihre Inwertsetzung und neue Wertschöpfungsketten
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die Ansiedlung weiterer Akteure wie der AlgaeCytes Germany GmbH in Dessau-Roßlau. Hier soll in den nächsten Jahren eine der weltweit größten Photobioreaktor-Anlagen entstehen, um Omega-3-Fettsäuren aus Algen zu produzieren.
Um sich weiterhin in einem wachsenden Markt positionieren zu können, sei auch die Politik gefragt. Darum ging es in der abschließenden Podiumsdiskussion: Wie steht die Politik zum Thema Mikroalgen als Wirtschaftsfaktor? Welche Unterstützung gibt es – kurz-, mittel- und langfristig? Ist Mitteldeutschland ein guter Standort für eine Algen-Wirtschaft? Der Diskussion dieser Fragen stellten sich im Audimax der Hochschule:
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Kathrin Beberhold (Geschäftsführerin KTS Alge)
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Gunnar Mühlstedt (Geschäftsführer PUEVIT GmbH)
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Jörn Saß (Projektmanager AlgaeCytes Germany GmbH)
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Stefan Matthes (Bereichsleiter Biosolar, GICON GmbH)
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Stefanie Pötzsch (Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten LSA)
Unter der Moderation von Jörg Ullmann (Algenfarm Klötze GmbH & Co. KG) wurde dabei deutlich:
Die Algenbiotechnologie ist in der Innovationsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt fest verankert und soll auch weiterhin über bekannte Instrumente unterstützt werden: Projektförderungen, FuE-Förderung, Investitionsförderung, Cluster-Förderung.
Die Vorreiterrolle Mitteldeutschlands beim Thema Mikroalgen wird von der Bundespolitik wahrgenommen. Das zeigt sich unter anderem in der Förderung eines neuen Mitteldeutschen Algenzentrums in Köthen, das mit 30 Millionen Euro unter anderem aus Bundesmitteln finanziert werden kann.
Dennoch bleibt das Thema Mikroalgen vor allem für Startups und Neugründungen mit vielen Unsicherheiten verbunden – vor allem auf ihrem Weg zur wirtschaftlichen Etablierung. Sie benötigen Risikokapital von Investoren, um (neue) Märkte zu erschließen.