Hochschulen zeigen Haltung

Die Hochschule Anhalt unterstützt die bundesweite Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung“ und setzt damit ein klares Zeichen für die Freiheit von Forschung und Lehre, wissenschaftliche Integrität sowie einen offenen und respektvollen Austausch. Die Kampagne wurde im Oktober 2025 von einem Bündnis verschiedener Akteure aus den Bereichen Diversität, Gleichstellung und Antidiskriminierung ins Leben gerufen. Zahlreiche Hochschulen und Universitäten in Deutschland haben sich der Initiative bereits angeschlossen.

Freiheit von Forschung und Lehre schützen

Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ein grundlegendes Element unserer demokratischen Gesellschaft. Sie schafft den notwendigen Freiraum, um neue Fragen zu stellen, bestehende Annahmen kritisch zu prüfen und wissenschaftliche Erkenntnisse unabhängig zu gewinnen. Wissenschaftliche Unabhängigkeit gewährleistet, dass Forschungsergebnisse auf Fakten, transparenten Verfahren und evidenzbasierten Methoden beruhen. Sie ist damit eine wesentliche Voraussetzung für die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft und für das Vertrauen der Öffentlichkeit in wissenschaftliche Erkenntnisse. Die Hochschule Anhalt bekennt sich deshalb ausdrücklich zum Schutz der Wissenschaftsfreiheit.

Wissenschaftsfreiheit bedeutet Verantwortung

Die Freiheit von Forschung und Lehre ist kein Freibrief für Beliebigkeit. Sie ist untrennbar mit wissenschaftlicher Integrität, ethischer Verantwortung und der Einhaltung anerkannter wissenschaftlicher Standards verbunden. Forschungsergebnisse müssen nachvollziehbar sein. Argumente müssen überprüft und unterschiedliche Positionen sachlich diskutiert werden können. Zugleich tritt die Hochschule Anhalt Diskriminierung, Ausgrenzung und Intoleranz entschieden entgegen. Eine freie Hochschule braucht einen respektvollen Umgang miteinander und ein Umfeld, in dem alle Hochschulangehörigen ihre Perspektiven einbringen und sich am wissenschaftlichen Austausch beteiligen können.

Offenheit und Perspektivenvielfalt fördern Innovationen

Hochschulen sind Orte der wissenschaftlichen Neugier, des kritischen Denkens und des freien Austauschs. Unterschiedliche fachliche und persönliche Perspektiven bereichern Forschung und Lehre und tragen dazu bei, komplexe Herausforderungen besser zu verstehen. Neue Erkenntnisse und wegweisende Innovationen können insbesondere dort entstehen, wo Forschende unvoreingenommen arbeiten, ungeklärte Fragen untersuchen und auch etablierte Positionen kritisch hinterfragen dürfen. Politische, ideologische oder wirtschaftliche Interessen dürfen wissenschaftliche Ergebnisse nicht vorgeben. Aufgabe der Wissenschaft ist es, Erkenntnisse auf der Grundlage nachvollziehbarer Methoden zu gewinnen und diese offen zur Diskussion zu stellen.

Kritisches Denken als Grundlage demokratischer Teilhabe

Die Freiheit, Fragen zu stellen, Argumente zu prüfen und unterschiedliche Standpunkte miteinander abzuwägen, ist nicht nur für Forschung und Lehre von zentraler Bedeutung. Sie ist zugleich eine wichtige Grundlage für gesellschaftliche Verantwortung und demokratische Teilhabe. Hochschulen vermitteln deshalb nicht allein fachliches Wissen. Sie stärken auch die Fähigkeit, Informationen kritisch einzuordnen, begründete Entscheidungen zu treffen und sich konstruktiv an gesellschaftlichen Debatten zu beteiligen.

Mit ihrer Unterstützung der Kampagne „Hochschulen zeigen Haltung“ bekräftigt die Hochschule Anhalt ihr Engagement für eine freie, verantwortungsbewusste und offene Wissenschaftskultur.

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Unsere Ansprechpartnerin
Porträtfoto von Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg
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