Entwicklung von Doppelabschlussprogrammen: Vorteile, Rahmenbedingungen und Anforderungen
Workshop für Koordinatorinnen und Koordinatoren der Partnerhochschulen im Rahmen des EDUBA-Projekts
Am 22. September 2026 fand im Rahmen des EDUBA-Projekts ein Online-Workshop für Koordinatorinnen und Koordinatoren ukrainischer Partnerhochschulen statt. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung und Umsetzung von Doppelabschlussprogrammen sowie die damit verbundenen zentralen Schritte, Anforderungen und Koordinationsprozesse.
Am Beispiel des neu entwickelten englischsprachigen Bachelorstudiengangs „Business Administration“ erhielten die Teilnehmenden einen praxisnahen Einblick in den Prozess der Entwicklung eines Doppelabschlussprogramms – von der ersten Konzeption bis hin zur Umsetzung. Gemeinsam wurden die wesentlichen Phasen der Programmentwicklung, wichtige organisatorische Rahmenbedingungen sowie Anforderungen an die Zusammenarbeit zwischen den Partnerhochschulen diskutiert.
Ein besonderer Fokus lag auf der Rolle der Programmkoordinatorinnen und -koordinatoren an den Partnerhochschulen. Die Teilnehmenden erörterten die Aufgaben der Koordinatorinnen und Koordinatoren bei der Auswahl von Studierenden, die an einem Doppelabschlussprogramm teilnehmen möchten, sowie bei deren anschließender Betreuung und Begleitung während des Programms. Dabei wurde deutlich, wie wichtig eine enge Abstimmung zwischen den Partnerhochschulen für einen transparenten und reibungslosen Ablauf für die Studierenden ist.
Die EDUBA-Koordinatorinnen und -Koordinatoren der Hochschule Anhalt stellten zudem die Aktivitäten des Zentrums für die Koordination von Doppelabschlussprogrammen (ZeKoD) vor. Das Zentrum begleitet Studierende der Partnerhochschulen auf ihrem gesamten Weg an der Hochschule Anhalt – vom ersten Interview und der Einreichung der Bewerbungsunterlagen bis hin zu praktischen Fragen rund um die Wohnungssuche, Visumsbeantragung, Anmeldung und Krankenversicherung. Die Präsentation gab den Partnerkoordinatorinnen und -koordinatoren einen Einblick in die umfassenden Unterstützungsangebote der Hochschule Anhalt für internationale Studierende.
Der Workshop bot darüber hinaus Raum für einen offenen Austausch von Erfahrungen und Fragen zwischen den ukrainischen Partnerhochschulen und der Hochschule Anhalt. Die Diskussionen unterstrichen die Bedeutung klarer Abläufe und einer kontinuierlichen Kommunikation für die erfolgreiche Umsetzung internationaler Doppelabschlussprogramme.
Zum Abschluss des Workshops wurden die Teilnehmenden über die Fortsetzung der Deutschkurse sowie der Angebote zur Entwicklung beruflicher Kompetenzen für Studierende und Lehrende informiert. Diese Aktivitäten sollen die Teilnehmenden weiterhin auf internationale Studien- und Lehrsituationen vorbereiten und die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Anhalt und ihren Partnerhochschulen weiter stärken.
Der Workshop stellt einen weiteren wichtigen Schritt beim Ausbau der nachhaltigen Zusammenarbeit im Rahmen des EDUBA-Projekts dar und trägt dazu bei, die Partnerhochschulen bei der gemeinsamen Entwicklung attraktiver und studierendenorientierter Doppelabschlussangebote zu unterstützen.
Studienreise von Studierenden der Partneruniversitäten NURE und KPI im Rahmen des EDUBA-Projekts
Vom 8. bis 14. Juni fand an der Hochschule Anhalt eine Studienreise von Studierenden der Partneruniversitäten Kharkiv National University of Radio Electronics (NURE) und National Technical University of Ukraine „Igor Sikorsky Kyiv Polytechnic Institute“ (KPI) statt. Begleitet wurde die Gruppe von Prof. Dr. Oleksandr Lemeshko und Prof. Dr. Oleksandra Yeremenko, Koordinatoren des Projekts an der NURE.
Während ihres Aufenthalts erhielten die Studierenden umfassende Einblicke in das akademische Leben an der Hochschule Anhalt. Sie besuchten Vorlesungen und praktische Lehrveranstaltungen in ihren Fachgebieten und konnten gleichzeitig den Alltag deutscher Studierender kennenlernen. Dazu gehörten das Wohnen im Studentenwohnheim auf dem Campus, Besuche der Mensa sowie die Teilnahme an einer Veranstaltung im studentischen Klub.
Ergänzt wurde das Programm durch Exkursionen nach Köthen, Leipzig und Dresden, die den Gästen die Möglichkeit boten, die kulturelle und historische Vielfalt der Region kennenzulernen. Ein besonderer Höhepunkt der Woche war die aktive Teilnahme am Hochschulinformationstag, bei dem die Studierenden die Hochschule Anhalt näher kennenlernen, Kontakte knüpfen und sich über Studienmöglichkeiten in Deutschland informieren konnten.
Parallel zum Studierendenprogramm führten Prof. Lemeshko intensive Arbeitsgespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen. An den Gesprächen nahmen der Dekan Prof. Dr. Johannes Tümler, die Prodekanin für Forschung Prof. Dr. Marianne Maktabi, der Vertreter der Kommission für Internationales Prof. Dr. Dmitry Kachan, der Studienfachberater Prof. Dr. Stefan Twieg sowie die EDUBA-Projektkoordinatorin Dr. Maryna Popova teil.
Im Mittelpunkt der Treffen stand die Entwicklung eines gemeinsamen englischsprachigen Double-Degree-Masterstudiengangs „Communication and Embedded Systems“. Im Rahmen der konstruktiven Zusammenarbeit konnten bereits wichtige Übereinstimmungen hinsichtlich der Modulstruktur, der ECTS-Anrechnung sowie der Studiendauer identifiziert und abgestimmt werden. Damit wurde ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Einrichtung des gemeinsamen Studienprogramms erreicht.
Den Abschluss der Studienreise bildete ein gemeinsames Abendessen mit Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Anhalt. In entspannter Atmosphäre nutzten die Studierenden die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zum Studium, zum Leben in Köthen und zu den beruflichen Perspektiven nach dem Abschluss zu stellen und aus erster Hand wertvolle Erfahrungen zu erhalten.
Das EDUBA-Projekt trägt weiterhin dazu bei, die Zusammenarbeit zwischen den Partnerhochschulen zu vertiefen und neue Möglichkeiten für internationale Mobilität sowie gemeinsame Bildungsangebote zu schaffen.
Neuer Meilenstein der deutsch-ukrainischen Hochschulkooperation: Double-Degree-Programm „Business Administration“ mit OSACEA vereinbart
Am 9. Mai 2026 wurde im Rahmen des Hochschulinformationstags (HIT) auf dem Campus Bernburg eine Vereinbarung über die Einführung eines englischsprachigen Bachelor-Double-Degree-Programms „Business Administration“ zwischen dem Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Anhalt und der Fakultät für Management und Marketing der Odesa State Academy of Civil Engineering and Architecture (OSACEA, Ukraine) unterzeichnet.
Die Vereinbarung ist das Ergebnis einer rund sechsmonatigen intensiven Vorbereitungs- und Abstimmungsphase. Die fachliche und organisatorische Koordination des Programms erfolgte durch Prof. Dr. Christiane Naumann auf Seiten der Hochschule Anhalt sowie Prof. Dr. Iryna Stankevych auf Seiten der OSACEA. Mit dem neuen Studienangebot erhalten Studierende künftig die Möglichkeit, internationale Studienerfahrungen zu sammeln und einen Doppelabschluss beider Hochschulen zu erwerben.
Begleitet wurde die Unterzeichnung von einer zweiwöchigen Studienreise, die vom 4. bis 15. Mai 2026 stattfand. Im Rahmen dieses Aufenthalts besuchte eine Delegation von drei Studentinnen der OSACEA, die zu den ersten Teilnehmerinnen des zukünftigen Double-Degree-Programms gehören werden, die Hochschule Anhalt. Während ihres Aufenthalts auf dem Campus Bernburg konnten die Studentinnen Lehrveranstaltungen besuchen, den Studienalltag kennenlernen, mit Studierenden und Lehrenden ins Gespräch kommen und das Leben auf einem deutschen Hochschulcampus aus erster Hand erleben.
Ein besonderer Höhepunkt war die Teilnahme am Hochschulinformationstag, bei dem die Gäste die Vielfalt der Studienangebote der Hochschule Anhalt kennenlernen und die internationale Ausrichtung des Fachbereichs Wirtschaft erleben konnten.
Da die Ausbildung an der OSACEA traditionell eng mit der Bau- und Immobilienwirtschaft verbunden ist, stand auch ein Besuch des Campus Dessau auf dem Programm. Dort erhielten die Studentinnen Einblicke in die traditionsreiche Architektur- und Designlandschaft der Region. Ein Besuch des Bauhaus Museums Dessau ergänzte das Programm und vermittelte einen Eindruck von der internationalen Bedeutung des Bauhauses für Architektur, Stadtplanung und Gestaltung.
Während ihres Aufenthalts auf dem Campus Köthen nahmen die Studentinnen zudem am traditionellen Schlossfest teil. Die Veranstaltung bot zahlreiche Gelegenheiten, deutsche Kultur, regionale Traditionen und das studentische Gemeinschaftsleben kennenzulernen. Der Austausch mit Studierenden der Hochschule Anhalt trug wesentlich dazu bei, kulturelle Erfahrungen zu sammeln und neue internationale Kontakte zu knüpfen.
Die Unterzeichnung der Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt für die weitere Internationalisierung des Fachbereichs Wirtschaft und die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Anhalt und der Odesa State Academy of Civil Engineering and Architecture. Beide Partnerhochschulen sehen in dem neuen Double-Degree-Programm eine vielversprechende Grundlage für den Ausbau gemeinsamer Bildungs- und Forschungsaktivitäten sowie für die Förderung der internationalen Mobilität von Studierenden.
Vorbereitung auf ein internationales Studium: Online-Informationsveranstaltung für ukrainische Studierende zu Doppelabschlussprogrammen
Am 13. April 2026 fand eine Online-Informationsveranstaltung für Studierende ukrainischer Partnerhochschulen statt, die sich für die Teilnahme an Doppelabschlussprogrammen an der Hochschule Anhalt und einen mehrsemestrigen Studienaufenthalt an einem der Hochschulstandorte in Deutschland interessieren. Die Veranstaltung wurde von Dr. Maryna Popova, EDUBA-Projektkoordinatorin, durchgeführt.
Die Studierenden erhielten dabei Informationen über die Voraussetzungen und Anforderungen für die Teilnahme an Doppelabschlussprogrammen sowie über die einzelnen Schritte, die für die Vorbereitung auf ein zukünftiges Studium an der Hochschule Anhalt erforderlich sind.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung von Deutschkenntnissen. Auch wenn Studierende an englischsprachigen Doppelabschlussprogrammen teilnehmen, sind grundlegende Deutschkenntnisse für den Alltag während ihres Aufenthalts in Deutschland von großem Vorteil. Sie erleichtern die Kommunikation in Alltagssituationen, den Umgang mit administrativen Angelegenheiten und helfen den Studierenden, sich sicherer in ihrem neuen akademischen und sozialen Umfeld zu bewegen.
Im Rahmen des EDUBA-Projekts wurden die Studierenden daher eingeladen, an einem Einführungskurs Deutsch auf dem Niveau A1 teilzunehmen. Der Kurs soll zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine praktische sprachliche Grundlage für ihren späteren Studien- und Mobilitätsaufenthalt an der Hochschule Anhalt vermitteln.
Im Rahmen des Kurses haben die Studierenden außerdem die Möglichkeit, Speakee, einen Sprachlernservice auf Basis der Tolkee-Plattform, zu nutzen. Die Plattform wurde von Absolventinnen und Absolventen des Doppelabschlussprogramms zwischen der Odesa National Polytechnic University (OPNU) und der Hochschule Anhalt entwickelt und unterstützt Studierende und Lehrende insbesondere bei der Entwicklung praktischer mündlicher Sprachkompetenzen.
Nach Abschluss des Kurses haben die Studierenden die Möglichkeit, mit Unterstützung von Speakee eine Sprachprüfung auf dem Niveau A1 abzulegen und ein Zertifikat über ihre Deutschkenntnisse zu erhalten.
Für zukünftige Teilnehmerinnen und Teilnehmer deutschsprachiger Bachelor-Doppelabschlussprogramme sieht das EDUBA-Projekt ein kontinuierliches Deutschlernen bis zum Sprachniveau B2 vor. Die Studierenden sollen ihre Sprachkenntnisse parallel zu ihrer fachlichen Vorbereitung schrittweise erweitern und damit die sprachlichen Voraussetzungen für ein deutschsprachiges Studium erfüllen.
Im Rahmen des Projekts erhalten Studierende, die die B2-Prüfung mit Unterstützung von Speakee erfolgreich absolvieren, ein Zertifikat, das bei der Bewerbung für das entsprechende Doppelabschlussprogramm an der Hochschule Anhalt als Nachweis der deutschen Sprachkenntnisse vorgelegt werden kann.
Die Informationsveranstaltung stellte einen wichtigen Schritt bei der Vorbereitung zukünftiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Doppelabschlussprogrammen auf ihre internationale Studienmobilität dar. Durch die Verbindung von Informationen zu den Programmanforderungen mit einer frühzeitigen sprachlichen Vorbereitung unterstützt das EDUBA-Projekt die Studierenden dabei, internationale Studienmöglichkeiten wahrzunehmen und sich erfolgreich auf das akademische und alltägliche Leben in Deutschland vorzubereiten.
Verwalten und Vernetzen: Digitale Kompetenzen für den internationalen Bildungsbereich
Weiterbildungs- und Coachingprogramm des EDUBA-Projekts für Lehrende der Partnerhochschulen
Vom 8. April bis zum 30. Mai 2026 wurde im Rahmen des EDUBA-Projekts ein umfassendes Weiterbildungs- und Coachingprogramm mit dem Titel „Verwalten und Vernetzen: Digitale Kompetenzen für den internationalen Bildungsbereich“ für Lehrende der Partnerhochschulen durchgeführt.
Für das Programm registrierten sich mehr als 100 Teilnehmende. 71 Teilnehmende absolvierten erfolgreich den gesamten Kurszyklus und erhielten dafür ein Zertifikat.
Grundlage des Programms war das von Dr. Halyna Henseruk (Ternopil Volodymyr Hnatiuk National Pedagogical University) entwickelte Kurskonzept „Digital Transformation: The Power of Blended Learning“. Das Programm verband fachliche Weiterbildung, praktischen Erfahrungsaustausch und Coaching-Elemente mit einem besonderen Fokus auf aktuelle Ansätze der Digitalisierung und Internationalisierung in der Hochschulbildung.
Im Rahmen des Programms sprach Prof. Dr. Eduard Siemens, Leiter des EDUBA-Projekts, über das Thema internationale akademische Partnerschaften zwischen der Ukraine und Deutschland. Im Mittelpunkt seines Beitrags stand die Bedeutung der Veröffentlichung und Verbreitung gemeinsamer Forschungsergebnisse über internationale wissenschaftliche Fachzeitschriften und Konferenzen. Dabei wurden Möglichkeiten aufgezeigt, akademische Kooperationen durch gemeinsame Forschung und wissenschaftliche Kommunikation weiter zu stärken.
Dr. Oksana Vasylenko, Direktorin des Landesstudienkollegs Sachsen-Anhalt, gab Einblicke in ihre Erfahrungen mit der Leitung einer Bildungseinrichtung, an der Studieninteressierte aus mehr als 100 Ländern weltweit auf die Aufnahme eines Studiums an deutschen Hochschulen vorbereitet werden. In ihrem Kurs „Studienkollegs in Deutschland als Instrument der akademischen Integration internationaler Studierender: Erfahrungen des Landesstudienkollegs Sachsen-Anhalt“ stellte sie die Rolle der Studienkollegs bei der Vorbereitung internationaler Schulabsolventinnen und -absolventen auf ein Studium in Deutschland vor und beleuchtete praktische Aspekte der akademischen Integration.
Dr. Maryna Popova stellte aktuelle Entwicklungen im Bereich der Doppelabschlussprogramme sowie neue Möglichkeiten der internationalen akademischen Zusammenarbeit im Kontext der ukrainisch-deutschen Hochschulkooperation vor. Ihr Beitrag beschäftigte sich mit der Entwicklung gemeinsamer Studienangebote und den organisatorischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Partnerhochschulen.
Als Gastreferentin war außerdem Yuliia Henseruk, Doktorandin an der Ternopil Volodymyr Hnatiuk National Pedagogical University, eingeladen. Sie berichtete über ihre praktischen Erfahrungen mit dem Einsatz von Instrumenten der künstlichen Intelligenz in der internationalen postgradualen Bildung und zeigte auf, wie neue digitale Technologien Lehre, Lernen und internationale akademische Aktivitäten unterstützen können.
Das Weiterbildungs- und Coachingprogramm bot den Lehrenden der Partnerhochschulen die Möglichkeit, ihre digitalen Kompetenzen weiterzuentwickeln, praktische Erfahrungen auszutauschen und neue Ansätze für die internationale Zusammenarbeit in der Hochschulbildung kennenzulernen. Durch die Verbindung von digitaler Transformation, akademischer Vernetzung, Internationalisierung und praxisorientiertem Erfahrungsaustausch leistete das Programm einen weiteren Beitrag zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den ukrainischen Partnerhochschulen und der Hochschule Anhalt im Rahmen des EDUBA-Projekts.
Am 12. März 2026 fand ein spezialisierter Workshop zum inklusiven Lehren und Lernen statt
Am 12. März 2026 wurde ein spezialisierter Workshop zum Thema Lehre und Lernen für Menschen mit Behinderungen und eingeschränkten Möglichkeiten durchgeführt. Die Veranstaltung fand im hybriden Format statt und brachte Vertreter verschiedener ukrainischer Universitäten sowohl vor Ort als auch online zusammen.
Vor Ort nahmen drei Vertreter der NTUU „KPI“ am Workshop teil. Online beteiligten sich eine weitere Vertreterin der NTUU „KPI“, zwei Vertreter der OPNU, eine Vertreterin der TNPU, drei Vertreter der OSAU, zwei Vertreter der DNU, ein Vertreter der NURE sowie ein Vertreter der OSACEA.
Während des Workshops wurden äußerst wichtige Themen im Zusammenhang mit der Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs zur Hochschulbildung für Menschen mit Behinderungen diskutiert, deren Zahl infolge des Krieges erheblich gestiegen ist. Insbesondere wurden folgende Aspekte behandelt:
- die Schaffung einer inklusiven Lernumgebung an Hochschulen;
- die Anpassung von Studienprogrammen und digitalen Lernressourcen an die Bedürfnisse von Studierenden mit unterschiedlichen Formen von Behinderungen;
- der Einsatz assistiver Technologien und moderner digitaler Werkzeuge im Bildungsprozess;
- die Vorbereitung von Lehrenden auf die Arbeit mit Studierenden mit besonderen Bildungsbedürfnissen;
- psychologische und akademische Unterstützung für Studierende, die infolge des Krieges betroffen sind;
- die Verbesserung der Barrierefreiheit der universitären Infrastruktur.
Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf der Frage, wie die Mobilität und sichere Fortbewegung von mobilitätseingeschränkten Menschen, die infolge des Krieges betroffen sind, gewährleistet werden können. In diesem Zusammenhang wurde auch die Rolle der Universitäten bei der Entwicklung und Umsetzung von Lösungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit in Bildungs- und Stadträumen diskutiert.
Der Workshop bot eine wichtige Plattform für den Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Universitäten und für die Entwicklung gemeinsamer Ansätze zur Förderung einer inklusiven Hochschulbildung unter den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Teilnehmenden betonten die Bedeutung einer regelmäßigen Durchführung solcher Veranstaltungen, um bewährte Praktiken auszutauschen und die Entwicklung einer barrierefreien und inklusiven Bildungsumgebung weiter voranzutreiben.
EDUBA-Projektkoordinatorinnen nehmen an der Auftaktveranstaltung des Programms Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk teil
Am 3.–4. Dezember 2025 nahmen die Koordinator:innen des EDUBA-Projekts an der Auftaktveranstaltung des Programms Deutsch-Ukrainisches Hochschulnetzwerk (DUHN) teil, die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) organisiert wurde.
Die Auftaktveranstaltung brachte Vertreter:innen deutscher und ukrainischer Hochschulen sowie Projektteams zusammen, die sich für den Ausbau einer nachhaltigen akademischen Zusammenarbeit, die Förderung der Internationalisierung der Hochschulbildung und die Stärkung institutioneller Partnerschaften zwischen Deutschland und der Ukraine einsetzen. Im Rahmen des Programms wurden die Ziele und Schwerpunkte der DUHN-Initiative vorgestellt, Erfahrungen aus der Umsetzung gemeinsamer Bildungs- und Forschungsprojekte ausgetauscht und Perspektiven für die weitere Zusammenarbeit diskutiert.
Die Teilnahme der EDUBA-Koordinator:innen an der Auftaktveranstaltung ermöglichte es, das Projekt im internationalen akademischen Kontext zu präsentieren, neue fachliche Kontakte zu knüpfen und Potenziale für eine Erweiterung der Zusammenarbeit innerhalb des deutsch-ukrainischen Hochschulnetzwerks zu identifizieren.
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website des DAAD
Kick-off-Workshop: Official launch des Projekts EDUBA erfolgreich am 20. November 2025 durchgeführt
Am 20. November 2025 fand an der Hochschule Anhalt (Campus Köthen) der offizielle Auftakt des Projekts EDUBA statt. Der Kick-off-Workshop vereinte Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule Anhalt, der ukrainischen Partnerhochschulen, Projektkoordinatoren, Lehrende und Studierende. Die Veranstaltung wurde im hybriden Format – vor Ort und online – durchgeführt.
Ziel des Workshops war es, die Projektmitarbeiter, Koordinatoren, Vertreter der Partnerhochschulen sowie die Projektteilnehmer kennenzulernen, eine strategische Vision für die zukünftige Zusammenarbeit zu entwickeln, die ersten Schritte zur Ausarbeitung und Umsetzung gemeinsamer Double-Degree-Programme festzulegen.
Alle geplanten Ziele wurden erfolgreich erreicht: Die Teilnehmenden stellten sich und ihre Institutionen vor, stimmten gemeinsame Arbeitsrichtungen ab, entwarfen die Struktur zukünftiger Studienprogramme und besprachen die nächsten Umsetzungsschritte.
Ein wichtiger Bestandteil des Workshops war die Präsentation des Zentrums zur Koordination von Doppelabschlussprogrammen (ZeKoD). Vorgestellt wurden die konzeptionellen Grundlagen des Zentrums, der Arbeitsalgorithmus zur Begleitung und Umsetzung von Doppelabschlussprogrammen, sowie das dafür zuständige Personal und die Rollenverteilung.
Das ZeKoD wurde als zentrale Schnittstelle zwischen den Partneruniversitäten, den Fakultäten und den Studierenden vorgestellt und soll künftig die Prozesse der Studienplanung, Anerkennung, Mobilität und Qualitätskontrolle effizient koordinieren.
Das Programm umfasste:
• Präsentationen der Partneruniversitäten und Fachbereiche,
• Vorstellung erster Projektergebnisse von EDUBA,
• thematische Beiträge zu COIL-Projekten und digitalen Lehransätzen,
• Workshop zur Entwicklung von Double-Degree-Programmen,
• Gruppenarbeit zur Schaffung eines gemeinsamen Studienmodells.
Im Ergebnis wurden ein erster Kooperationsentwurf erstellt, Verantwortlichkeiten definiert sowie weitere Schritte und das Format regelmäßiger Arbeitstreffen abgestimmt.
Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Abendessen und informellem Austausch, der den Teilnehmenden die Möglichkeit bot, ihre Kontakte zu stärken und weitere Kooperationsdetails zu besprechen.
Treffen zur Abstimmung des Double-Degree-Programms „International Business“ auf dem Campus Bernburg (Strenzfeld)
Am 19. November 2025 fand auf dem Campus Bernburg (Strenzfeld) der Hochschule Anhalt ein bedeutendes Arbeitstreffen im Rahmen des Projekts EDUBA – Erfolgreiches Deutsch-Ukrainisches Bildungsnetzwerk Ausbauen statt.
Zu Gast war Prof. Dr. Iryna Stankevych, Leiterin des Fachbereichs Management und Marketing der Odesa State Academy of Civil Engineering and Architecture. Sie traf sich mit Prof. Dr. Christiane Naumann und Timo Schröder vom Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Anhalt, um die Entwicklung des gemeinsamen englischsprachigen Bachelor-Doppelabschlussprogramms „International Business“ weiter voranzubringen.
Während des Treffens wurde ein großer Teil der strukturellen und akademischen Grundlagen des zukünftigen Double-Degree-Programms abgestimmt. Beide Seiten kamen zu einer gemeinsamen inhaltlichen Position und bestätigten, dass das Programm eine solide Basis für langfristige deutsch-ukrainische Kooperation im Bereich Wirtschaftswissenschaften bildet.
Noch verbleiben einige Details, die in den kommenden Wochen präzisiert werden müssen, doch der Arbeitsprozess schreitet außergewöhnlich dynamisch voran. Dies ist in erster Linie der hohen Motivation, Offenheit und aktiven Beteiligung der deutschen Seite zu verdanken.
Die ukrainische Delegation äußerte ihre große Dankbarkeit für die engagierte Zusammenarbeit, die vertrauensvolle Atmosphäre und die konstruktive Unterstützung seitens der deutschen Kolleginnen und Kollegen. Der Austausch in Bernburg bestätigte erneut das starke gemeinsame Interesse, die Qualität der wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung weiterzuentwickeln und Studierenden zukunftsorientierte internationale Studienwege zu eröffnen.
© EDUBA-team
Präsentation der Managementansätze des Projekts EDUBA auf einer internationalen Konferenz
Am 16. Oktober 2025 stellte die Projektkoordinatorin Dr. Maryna Popova im Rahmen der XVI. Internationaler Wissenschaftlich-Praktische Konferenz „Projektmanagement: Projektansatz im Modernen Management“, die an der Odessa State Academy of Civil Engineering and Architecture stattfand, hielt ihren Vortrag „EDUBA Project: Expanding the Successful German-Ukrainian Educational Network through Effective Project Management“ vor.
In ihrem Beitrag erläuterte sie die Entstehungshintergründe des Projekts, stellte dessen Hauptziele, das Projektteam und die Mitglieder des Konsortiums vor und präsentierte drei Managementebenen – External Project Management, Internal Institutional Management und Consortium/Partnership Management –, die auf einer Kombination der Waterfall- und Agile-Methodologien basieren.
Die vorgestellten Ansätze zielen darauf ab, die Effektivität des Projektmanagements zu erhöhen, die Umsetzungsergebnisse zu verbessern und die Zusammenarbeit zwischen den Konsortialpartnern zu optimieren.
Besonderes Interesse zeigten Kolleginnen und Kollegen aus ukrainischen Hochschulen, die erste Schritte in Richtung der Integration in den europäischen Hochschulraum unternehmen, insbesondere an den Erfahrungen im Management von DAAD-geförderten Projekten sowie an den dabei eingesetzten Methoden und Instrumenten.
Die Präsentation des Vortrags ist hier einsehbar.
Online-Workshop für Konsortiumsmitglieder des Projekts EDUBA: Erfahrungsaustausch zur Entwicklung von Doppelabschlussprogrammen
Am 8. Oktober 2025 fand ein Online-Workshop für die Mitglieder des Konsortiums statt, die für die Entwicklung und Umsetzung von Doppelabschlussprogrammen im Rahmen des Projekts EDUBA verantwortlich sind.
Während der Veranstaltung teilten Prof. Dr. Svitlana Antoshchuk, Direktorin des Instituts für Computersysteme der Odessa Polytechnic National University, und Dr. Halyna Henseruk, Dekanin der Fakultät für Physik und Mathematik der Ternopil National Pedagogical University, ihre Erfahrungen bei der Entwicklung des deutschsprachigen Bachelor-Doppelabschlussprogramms „ELEKTRO- UND INFORMATIONSTECHNIK, Internet of Things“ mit Kolleginnen und Kollegen aus Partneruniversitäten in der Ukraine.
Im Laufe von eineinhalb Stunden tauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops ihre Erfahrungen aus, diskutierten organisatorische und akademische Aspekte der Umsetzung gemeinsamer Studienprogramme, stellten Fragen und erhielten fachkundige Antworten.
Die Veranstaltung war ein wichtiger Schritt zur weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten des Konsortiums und trug zur Förderung der Bildungsqualität sowie zur internationalen Integration der ukrainischen Hochschulen bei.
Hochschule Anhalt und Ternopil Volodymyr Hnatiuk National Pedagogical University unterzeichnen Abkommen über deutschsprachiges Bachelor-Doppelabschlussprogramm
Am 24. September 2025 unterzeichneten die Hochschule Anhalt, vertreten durch Präsident Prof. Dr. Jörg Bagdahn, und die Ternopil Volodymyr Hnatiuk National Pedagogical University (Ukraine), vertreten durch Rektor Prof. Bohdan Buyak, ein Abkommen zur Einführung eines deutschsprachigen Bachelor-Doppelabschlussprogramms.
Das Programm umfasst an der Hochschule Anhalt den Studiengang „Elektro- und Informationstechnik, Internet of Things“ sowie an der TNPU die Studiengänge „Computer Science“, „Mathematics“ und „Basics of STEM Education“. Ziel dieser Kooperation ist es, durch Bündelung von Ressourcen und unter Berücksichtigung der Bildungsstandards beider Länder die Ausbildungsqualität der Absolventinnen und Absolventen nachhaltig zu erhöhen.
Das Bachelor-Doppelabschlussprogramm basiert auf den zertifizierten und akkreditierten Studiengängen beider Hochschulen. Studierende, die das Programm erfolgreich absolvieren, erhalten die akademischen Grade beider Universitäten.
An der Unterzeichnung nahmen neben den beiden Hochschulleitungen auch weitere Vertreterinnen und Vertreter beider Institutionen teil, darunter Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg (Vizepräsidentin für Internationales und Gleichstellung), Anne Beer (Leiterin des International Office), Prof. Dr. Marc Enzmann (Dekan des Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen), Prof. Dr. Eduard Siemens (Programmkoordinator), Prof. Dr. Dmitry Kachan (Leiter internationale Kooperation des Fachbereichs), Dr. Maryna Popova (Koordinatorin des Projekts „EDUBA – Erfolgreiches Deutsch-Ukrainisches Bildungsnetzwerk Ausbauen“) sowie Galyna Buyak (Stellvertretende Leiterin der Abteilung für Bildung, Berufsbildung, Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit, Ternopil).
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem Perspektiven für eine vertiefte Zusammenarbeit, Studierendenaustausch und die Entwicklung weiterer Doppelabschlussprogramme erörtert.
EDUBA gestartet: 25 Jahre Zusammenarbeit – eine neue Phase des deutsch-ukrainischen akademischen Netzwerks
Am 19. September 2025 fand das Online-Kick-off-Meeting des Projekts EDUBA – Erfolgreiches Deutsch-Ukrainisches Bildungsnetzwerk Ausbauen statt. Der Start einer neuen Kooperationsphase vereinte Vertreter:innen der Hochschule Anhalt und sieben ukrainischer Partneruniversitäten.
Projektleiter Prof. Eduard Siemens betonte, dass der Start von EDUBA die langjährige Tradition gemeinsamer Arbeit fortsetzt: Die erste Partnerschaft wurde vor mehr als einem Vierteljahrhundert begründet, und einige Kooperationen bestehen bereits seit über zehn Jahren. Auf dieser Grundlage wurden erfolgreiche, vom DAAD geförderte Initiativen umgesetzt, darunter DigIn.Net (Programm Unterstützung der Internationalisierung Ukrainischer Hochschulen, 2019–2024) und DigiJED (Programm Ukraine digital: Studienerfolg in Krisenzeiten sichern, 2022–2025).
Über die internationale Perspektive der Zusammenarbeit sprach die Leiterin des International Office, Ms. Anne Beer. Sie äußerte die Hoffnung, dass Studierende, Nachwuchsforschende und Lehrende der Hochschule Anhalt schon bald die ukrainischen Partneruniversitäten besuchen und ihre Kolleg:innen vor Ort im Rahmen von akademischen Austauschen treffen können.
Die zweistündige Präsentation von Projektkoordinatorin Dr. Maryna Popova und dem Team (Kateryna Demianenko, Kateryna Shulakova) widmete sich den zentralen Zielen von EDUBA, den langfristigen Umsetzungsschritten und den konkreten Plänen bis Ende des Jahres.
Das Treffen endete mit einer lebhaften Diskussion: Die Teilnehmenden brachten Fragen und Vorschläge ein, die bei der nächsten Koordinator:innen-Sitzung erörtert werden sollen. Damit ist das Projekt offiziell von der Idee in die Umsetzung gestartet.