EduXBot

Das Projekt

Ko-kreative Entwicklung einer Erlebnis- und Lernplattform für robotische Interaktion.

EduXBot wurde von Januar 2023 bis Dezember 2025 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) („FKZ 03WIR3118A") im Rahmen des WIR!-Programms „Wandel durch Innovation in der Region" gefördert und im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen. Die Abschlussberichte beider Teilvorhaben sind seit 2026 frei zugänglich veröffentlicht (siehe unten). EduXBot war darüber hinaus aktiver Partner und Mitglied im Bündnis der TDG – Translationsregion für digitale Gesundheitsversorgung. In dem Projekt ging es um eine partizipative Forschung und Entwicklung mit und für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen, um sie zu unterstützen und zu motivieren, geistig und körperlich gesund zu bleiben.

Mithilfe der Verbindung moderner interaktiver Medien, einer modularen Softwarearchitektur und Robotik-Technologien soll mit EduXBot eine nächste Stufe der Nutzung von digitalen Technologien in der Betreuung/Unterstützung von Personen mit Einschränkungen/beginnender Pflegebedürftigkeit/erzwungener Isolation oder Bewe-gungseinschränkung aufgrund von unterschiedlichen Ursachen erreicht werden. EduXBot stellt damit eine „Erlebnis- und Lernplattform auf Basis eines Roboters“ dar.

Aufgrund des co-kreativen Charakters des Projekts sind Endnutzer, Entwickler aus Bildung und Wirtschaft, Pflegewissenschaftler und Stakeholder von Anfang bis Ende in jede Phase des Projekts eingebunden. Damit soll sichergestellt werden, dass das Projekt seine Ziele im Hinblick auf die Bedürfnisse der Nutzer und Verbraucher erreicht. Aus diesen Gründen umfasst das Projekt eine breite Palette von Partnern, darunter die Hochschule Anhalt Köthen, die AG Versorgungsforschung | Pflege im Krankenhaus (MLU) und die IMSYS GmbH & Co. KG. 

Von der Hochschule Anhalt in Köthen sind bereits Experten aus den Bereichen Robotik, Machine Learning, Automation und AR/VR mit modernsten innovativen Technologien und Entwicklern ausgestattet, um die Vision des Projektes mit Leben zu füllen!    

Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören, nehmen Sie Kontakt mit uns auf! 

Projektabschluss und Ausblick

Projekt erfolgreich abgeschlossen

EduXBot wurde im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt hat eine modulare, ko-kreativ entwickelte Plattform hervorgebracht, die Robotik, Augmented/Virtual Reality und Anwendungen in der Altenpflege zusammenführt. Der finale Proof of Concept integriert drei eigenentwickelte Lösungen über eine einzige, für Pflegekräfte bedienbare Benutzeroberfläche:

  • Double3-Roboter – als selbstlernender Gesprächspartner zur Förderung der geistigen Fitness und als Telepräsenzsystem für intuitive Fernbesuche.
  • Unitree Go1 – Roboterhund als Begleiter für Spaziergänge im Innen- und Außenbereich, mit Sicherheitsfunktionen wie Sturzerkennung und Alarmierung des Pflegepersonals.
  • Pico 4 VR-Headset – biografische Arbeit durch das Wiedererleben aufgezeichneter 360-Grad-Erinnerungen.

Wesentliche technische Fortschritte – eine verbesserte Geräuschunterdrückung für zuverlässige Sprachinteraktion in lauten Gemeinschaftsbereichen sowie eine optimierte Kartierung zur Reduktion von Fehlerkennungen – überwanden zentrale Grenzen bestehender Plattformen. Das System erzielte hohe Akzeptanzwerte bei professionellen Pflegekräften im Städtischen Pflegeheim Am Lutzepark in Köthen und im Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen gGmbH.

Wir suchen Partner für ein Folgeprojekt

Die Projektergebnisse bilden eine validierte technische Grundlage für den Transfer in die Praxis. Um die Entwicklung fortzusetzen und die Prototypen in den Pflegealltag zu überführen, sind Folgefinanzierungsanträge gestellt worden. Wir suchen aktiv Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Pflegepraxis für ein Folgeprojekt – sprechen Sie uns gerne an: Stefan.Twieg@hs-anhalt.de

Abschlussberichte

Teilvorhaben Hochschule Anhalt (FKZ 03WIR3118A)
Twieg, S.; Rajanayagam, S.: EduXBot – Educational Exploration Robot Application Platform. Teil I: Kurzbericht / Teil II: Eingehende Darstellung. Hannover: Technische Informationsbibliothek, 27.02.2026. DOI: 10.34657/31030
Bericht ansehen und herunterladen (PDF, 2,19 MB)

Teilvorhaben Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (FKZ 03WIR3118B)
Müller, P.; Jahn, P.: EduXBot – Educational Exploration Robot Application Platform. Sachbericht. Hannover: Technische Informationsbibliothek, 20.05.2026. DOI: 10.34657/36064
Bericht ansehen und herunterladen (PDF, 1,07 MB)

Aktuelle Veröffentlichungen

S. Rajanayagam, M. A. Ingrisch, P. Müller, P. Jahn, and S. Twieg, “Enhancing Voice Activity Detection for an Elderly-Centric Self-Learning Conversational Robot Partner in Noisy Environments,” Apr. 2025, doi: 10.25673/119209.

Menghani RV, Rajanayagam S, Twieg S. Optimized Indoor and Outdoor SLAM for a Quadruped-Based Robot Walking Partner to Safely Promote Elderly Mobility and Support Nursing Staff”. Irish Signals and Systems Conference (ISSC 2025). 9-10. Juni 2025 in Letterkenny (Irland) DOI: 10.1109/ISSC67739.2025.11291245

Kurumbaparambil, V.; Rajanayagam, S.; Twieg, S. Vision-Based Person-Following Algorithm for Assistive Elderly-Care Quadruped Robots. Sensors 2026, 26, 3263. doi.org/10.3390/s26103263

Kurumbaparambil, V.; Rajanayagam, S.; Twieg, S. Practical Integration of Open-Source Control Architectures on Custom Quadruped Robots: Simulation Validation and Hardware Interfacing. Sensors 2026, 26, 4730. doi.org/10.3390/s26154730

Müller P, Gali HKR, Rajanayagam S, Twieg S, Jahn P, Hofstetter S. Making Complex Technologies Accessible Through Simple Controllability: Initial Results of a Feasibility Study. Appl. Sci. 2025;15:1002. DOI: 10.3390/app15021002

Müller P, Jahn P. Cocreative Development of Robotic Interaction Systems for Health Care: Scoping Review. JMIR Hum Factors. 2024;11:e58046. DOI: 10.2196/58046

Müller P, Hofstetter S, Jahn P. Sustainable Implementation of Digital Assistive Technologies in Health Care Through a Simplified Interaction and Control Platform: Protocol for a Cocreative Feasibility Study. JMIR Res Protoc 2025;14:e63089. DOI: 10.2196/63089

Strategische Projektleitung und Mitarbeiter

Porträtfoto von Prof. Dr. Johannes Tümler
Porträtfoto von Subashkumar Rajanayagam

Das BMFTR fördert die internationale Zusammenarbeit in Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie mit europäischen - zunehmend auch mittel- und osteuropäischen - und außereuropäischen Staaten und innerhalb internationaler Organisationen wie der EU , der UNESCO und dem Europarat.

Die Programmlinie „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ gibt den Anstoß für neue regionale Bündnisse und einen nachhaltigen innovationsbasierten Strukturwandel in allen strukturschwachen Regionen Deutschlands.

TDG steht für digitalisierte Gesundheitsversorgung mit den Schwerpunkten pflegerische Versorgung und Autonomieerhalt im Alter.

Die AG Versorgungsforschung | Pflege im Krankenhaus ist eine Schnittstelle um Erkenntnisse aus der Versorgungs- und Pflegeforschung in die akut-stationäre Praxis einfließen zu lassen, insbesondere in den halleschen Schwerpunktbereichen Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Alter(n)smedizin. Dabei werden bundesweit einmalig für eine pflegewissenschaftliche Professur Aufgaben von Lehre und Forschung mit Krankenversorgung kombiniert.

IMSYS ist seit über 20 Jahren eine der führenden XR-Agenturen für Beratung, Planung und Projektierung von digitalen Arbeitsumgebungen. Wir sind spezialisiert auf gut abgestimmte Medienkonzepte, Planungsdienstleistungen, Realisierung und Servicelösungen für Virtual Reality-, Augmented Reality- und Mixed Reality-Umgebungen.