Projekt

Michael Wallraff - Architektur Semesterprojekt

Blick-Winkel - Ein Mobiles Museum für Friedl Dicker

  • Bunte Strandhäuser in einer Reihe vor einem hohen, hellen Gebäude mit vertikalen Linien. Zwei Bäume stehen zwischen den Häusern und dem Hintergrund. © Alina Janotte
  • Stadtplanausschnitt mit markierten Parkplätzen für Fahrräder an Straßenrändern und auf Gehwegen. Eine Person radelt auf einem Weg durch einen Innenhof mit Gebäuden. © Alina Janotte
  • Moderne Fußgängerbrücke mit wellenförmigem, asymmetrischem Dachverlauf und sichtbaren Tragkonstruktionen aus Stahl. Die Brücke überspannt eine Straße mit seitlichen Geländern und zeigt eine dynamische, geometrische Formensprache. © Alina Janotte
  • Fünf kubistische Kunstwerke zeigen perspektivisch verzerrte Innenräume mit Möbeln und Objekten, darunter ein roter Teppich, ein Bett und ein Tisch. Darunter jeweils eine vereinfachte kubische Grundform als geometrische Abstraktion. © Alina Janotte
  • Drei Gruppen von Würfelstrukturen, die sich jeweils aus einfachen zu komplexeren Gittern entwickeln, verbunden durch gestrichelte Linien, die den Entwicklungsprozess darstellen. © Alina Janotte
  • Moderne, weiße Tiny-Häuser in einer Reihe auf einem Grundstück vor einem Mehrfamilienhaus. Eine Person mit Rucksack steht daneben und betrachtet die Häuser. Sonniger Himmel und grüne Wiese im Vordergrund. © Alina Janotte
  • Zwei Personen sitzen auf einer Bank unter einem großen Baum auf einem Rasen. Im Hintergrund steht eine weiße Pavillonkonstruktion mit Glas- oder Metallrahmen. Im weiteren Hintergrund sind Gebäude und ein bewölkter Himmel zu sehen. © Alina Janotte

Projekt

Friedl Dicker, geboren 1898 in Wien und in Auschwitz ermordet, war eine bis heute wenig beachtete Künstlerin, Architektin, Innenarchitektin und Kunstpädagogin, die neben anderen eine Brücke von der Wiener Werkstätte zum Bauhaus bildete. 

Aufgabe war es, zu Ihren Arbeiten zu recherchieren, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der KünsterInnen-Kollektive Wiener Werkstätte und Bauhaus zu erkunden und in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Vorstellungen einer ganzheitlich gestalteten Welt ein eigenes architektonisches Statement zu erarbeiten. Entworfen wurde ein Mobiles Museum für Friedl Dicker, das in Dessau wie auch in Wien temporär installiert werden kann und so die bemerkenswerte Arbeit Dickers vor den Vorhang holt. 

Im Spannungsfeld zwischen historischer Recherche und konkreten urbanen Bedingungen werden die Paradigmen architektonischer Raumproduktion hinterfragt und in eine sehr persönliche Arbeitsweise überführt.

Entwurf

Das Konzept des mobilen Museums "Blick-Winkel" basiert auf den Axonometrien von Friedl Dicker. Dabei bilden die Umrisse dieser Zeichnungen die Grundformen der modularen Konstruktion. Die fünf verschiedenen Formen werden durch Extrudieren ins dreidimensionale übersetzt und prägen so den Grundriss. Dabei sind sie in Dessau und Wien jeweils unterschiedlich aneinandergereiht. Im Blick-Winkel können die Besucher Dickers Kunst in Bild, aber auch in räumlicher Form bestaunen.

Betreuer/in