Projekt
Blick-Winkel - Ein Mobiles Museum für Friedl Dicker
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© Alina Janotte
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© Alina Janotte
Projekt
Friedl Dicker, geboren 1898 in Wien und in Auschwitz ermordet, war eine bis heute wenig beachtete Künstlerin, Architektin, Innenarchitektin und Kunstpädagogin, die neben anderen eine Brücke von der Wiener Werkstätte zum Bauhaus bildete.
Aufgabe war es, zu Ihren Arbeiten zu recherchieren, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der KünsterInnen-Kollektive Wiener Werkstätte und Bauhaus zu erkunden und in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Vorstellungen einer ganzheitlich gestalteten Welt ein eigenes architektonisches Statement zu erarbeiten. Entworfen wurde ein Mobiles Museum für Friedl Dicker, das in Dessau wie auch in Wien temporär installiert werden kann und so die bemerkenswerte Arbeit Dickers vor den Vorhang holt.
Im Spannungsfeld zwischen historischer Recherche und konkreten urbanen Bedingungen werden die Paradigmen architektonischer Raumproduktion hinterfragt und in eine sehr persönliche Arbeitsweise überführt.
Entwurf
Das Konzept des mobilen Museums "Blick-Winkel" basiert auf den Axonometrien von Friedl Dicker. Dabei bilden die Umrisse dieser Zeichnungen die Grundformen der modularen Konstruktion. Die fünf verschiedenen Formen werden durch Extrudieren ins dreidimensionale übersetzt und prägen so den Grundriss. Dabei sind sie in Dessau und Wien jeweils unterschiedlich aneinandergereiht. Im Blick-Winkel können die Besucher Dickers Kunst in Bild, aber auch in räumlicher Form bestaunen.