Projekt
Brücke der Erinnerung - Mobiles Museum für Friedl Dicker
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© Mohamad Zin Mohamad
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© Mohamad Zin Mohamad
Projekt
Friedl Dicker, geboren 1898 in Wien und in Auschwitz ermordet, war eine bis heute wenig beachtete Künstlerin, Architektin, Innenarchitektin und Kunstpädagogin, die neben anderen eine Brücke von der Wiener Werkstätte zum Bauhaus bildete.
Aufgabe war es, zu Ihren Arbeiten zu recherchieren, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der KünsterInnen-Kollektive Wiener Werkstätte und Bauhaus zu erkunden und in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Vorstellungen einer ganzheitlich gestalteten Welt ein eigenes architektonisches Statement zu erarbeiten. Entworfen wurde ein Mobiles Museum für Friedl Dicker, das in Dessau wie auch in Wien temporär installiert werden kann und so die bemerkenswerte Arbeit Dickers vor den Vorhang holt.
Im Spannungsfeld zwischen historischer Recherche und konkreten urbanen Bedingungen werden die Paradigmen architektonischer Raumproduktion hinterfragt und in eine sehr persönliche Arbeitsweise überführt.
Entwurf
Der Entwurf „Brücke der Erinnerung“ übersetzt die gestalterischen Prinzipien Friedl Dickers in eine eigenständige räumliche Komposition. Das mobile Museum verbindet die beiden Ausstellungsorte Dessau und Wien durch eine gemeinsame architektonische Identität und reagiert zugleich auf ihre unterschiedlichen städtebaulichen Situationen. Geometrie und Raumabfolgen prägen den Entwurf und schaffen unterschiedliche Atmosphären, durch die Dickers künstlerische Haltung räumlich erfahrbar wird.