Projekt

Peter Weber - Architektur Semesterprojekt

Elster–Saale Kunstdepot, Schleuse Wüsteneutzsch

  • Moderne Architektur eines Kunstdepots mit markanter, ovaler Fassade und zwei schlanken Türmen im Abendlicht. Eine Person steht am Ufer eines Gewässers vor dem Gebäude, das die Aufschrift Elster-Saale Kunstdepot trägt. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
  • Luftbild eines Gebäudekomplexes mit zentralem, langgestrecktem Hauptgebäude und mehreren kleineren Anbauten, umgeben von zahlreichen Bäumen und Grünflächen. Im Hintergrund Feldwege und offene Ackerflächen. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
  • Luftbild eines langgestreckten, modernen Gebäudes mit zentralem, überdachtem Eingangsbereich und mehreren Toren oder Garagenöffnungen an der Längsseite. Umgeben von Grünflächen und Bäumen, liegt es in einer leicht unebenen Landschaft. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
    Grundriss Erdgeschoss
  • Großes, kurvig geformtes Bürogebäude mit mehreren Etagen und vielen großen Fensterfronten, die nach außen führen. Im Erdgeschoss sind Eingangsbereiche mit Treppen und Aufzügen erkennbar. Vor dem Gebäude stehen zwei kleine Bäume. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
    Schnitt A-A
  • Moderne Architekturzeichnung eines langgestreckten Gebäudes mit der Beschriftung Ausstellung, Werkstatt, Labor und Kunstdepot in Großbuchstaben auf der Fassade. Im Hintergrund ein kleinerer Gebäudeteil mit Treppe. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
    Konzeptschnitt
  • Moderne Architekturzeichnung eines Gebäudes mit markanter, gewölbter Glasfront in der Mitte, flankiert von zwei kubischen, schlichten Baukörpern. Im Erdgeschoss befindet sich ein Eingang mit zwei Stufen und seitlichen Bäumen. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
  • Schnitt durch eine Kellerdecke mit Bodenaufbau: Dämmung aus Polystyrol, Betonplatte, Kiesschicht und Frostschutzschicht. Stützen aus Beton mit rostsicherer Bewehrung und Trittschalldämmung. © Bela Buchweitz, Luca Schrade
    Stützendetail

Projekt

Von der Schleusenruine zum Zukunftsort – Umnutzung und Entwicklung der Schleusentreppe Wüsteneutzsch
1933 begann der Bau des Elster-Saale-Kanals, der Leipzig über die Saale mit dem norddeutschen Wasserstraßennetz und damit der Nordsee verbinden sollte – die Vision einer „Hafenstadt mit Weltmeeranschluss“. In Wüsteneutzsch entstand ab 1939 die 85 m lange Schleusenkammer als Teil einer geplanten Schleusentreppe. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten 1943 eingestellt; zurück blieb ein außergewöhnliches technisches Zeitzeugnis und heutiger Lost Place.
Die Entwürfe untersuchen unterschiedliche Strategien zwischen minimalinvasiver, temporärer Bespielung und vollständiger Transformation. Anbauten, Einbauten und Aufstockungen entwickeln neue Perspektiven für Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie Sport und Freizeit. Ein Abbruch oder substanzieller Rückbau sind ausgeschlossen.

Entwurf

Das Elster–Saale Kunstdepot transformiert die ehemalige Kanalschleuse in Wüsteneutzsch in einen Ort für Kunstbewahrung, Forschung und Vermittlung. Der Entwurf nutzt die industrielle Identität des Bestands als Ressource zeitgenössischer Architektur. Massive Schleusenwände rahmen einen eigenständigen Neubau, der als begehbares Regal-Tragwerk Konstruktion, Erschließung und Lagerung vereint. Sichtbare Holzkonstruktion, Kielstegdecken und eine schiffsähnliche Bogendecke prägen den Innenraum. Cortenstahl-Fassaden geben den neuen Elementen eine industrielle Ästhetik. Öffentlichkeit und Konservierung verschmelzen zu einer neuen Depot-Typologie.


Entwurf: Bela Buchweitz und Luca Schrade

Betreuer/in