Projekt
Elster–Saale Kunstdepot, Schleuse Wüsteneutzsch
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© Bela Buchweitz, Luca Schrade
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© Bela Buchweitz, Luca Schrade
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© Bela Buchweitz, Luca Schrade
Grundriss Erdgeschoss -
© Bela Buchweitz, Luca Schrade
Schnitt A-A -
© Bela Buchweitz, Luca Schrade
Konzeptschnitt -
© Bela Buchweitz, Luca Schrade
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© Bela Buchweitz, Luca Schrade
Stützendetail
Projekt
Von der Schleusenruine zum Zukunftsort – Umnutzung und Entwicklung der Schleusentreppe Wüsteneutzsch
1933 begann der Bau des Elster-Saale-Kanals, der Leipzig über die Saale mit dem norddeutschen Wasserstraßennetz und damit der Nordsee verbinden sollte – die Vision einer „Hafenstadt mit Weltmeeranschluss“. In Wüsteneutzsch entstand ab 1939 die 85 m lange Schleusenkammer als Teil einer geplanten Schleusentreppe. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten 1943 eingestellt; zurück blieb ein außergewöhnliches technisches Zeitzeugnis und heutiger Lost Place.
Die Entwürfe untersuchen unterschiedliche Strategien zwischen minimalinvasiver, temporärer Bespielung und vollständiger Transformation. Anbauten, Einbauten und Aufstockungen entwickeln neue Perspektiven für Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie Sport und Freizeit. Ein Abbruch oder substanzieller Rückbau sind ausgeschlossen.
Entwurf
Das Elster–Saale Kunstdepot transformiert die ehemalige Kanalschleuse in Wüsteneutzsch in einen Ort für Kunstbewahrung, Forschung und Vermittlung. Der Entwurf nutzt die industrielle Identität des Bestands als Ressource zeitgenössischer Architektur. Massive Schleusenwände rahmen einen eigenständigen Neubau, der als begehbares Regal-Tragwerk Konstruktion, Erschließung und Lagerung vereint. Sichtbare Holzkonstruktion, Kielstegdecken und eine schiffsähnliche Bogendecke prägen den Innenraum. Cortenstahl-Fassaden geben den neuen Elementen eine industrielle Ästhetik. Öffentlichkeit und Konservierung verschmelzen zu einer neuen Depot-Typologie.
Entwurf: Bela Buchweitz und Luca Schrade