Projekt

Sara Vetrugno (FB1) Semesterarbeit

Orthorexie und Bio-Lebensmittel

Neigen Bio-Markt-Kunden im Vergleich zu Kunden gängiger Supermärkte häufiger zu orthorektischem Verhalten?

Das Krankheitsbild Orthorexia nervosa beschreibt den Zwang sich gesund ernähren zu müssen. Da Biolebensmittel im Allgemeinen als gesünder wahrgenommen werden, wie konventionelle Lebensmittel und Studien Bio-Lebensmitteln einen höheren Gesundheitswert beimessen, wird hier der Frage nachgegangen ob Biomarktkunden zu einer Bevölkerungsgruppe mit einem höheren Risiko für orthorexia Nervosa gehören. Hierzu werden Biomarktkunden mit Kunden eines gängigen Supermarkts verglichen. Als Erhebungsinstrument dient die Düsseldorfer Orthorexie Skala (DOS), die mit zusätzlichen Fragen zum Geschlecht, Alter und der Häufigkeit des Einkaufens im Bio- bzw. Supermarkt ergänzt wird. Es werden insgesamt 23 Teilnehmer am Ein-/ Ausgang eines Biomarktes und 22 am Ein-/Ausgang eines gängigen Supermarktes befragt. In die Auswertung fließen 40 Fragebögen ein.

Das Ergebnis zeigt, dass weder in der Gruppe der Biomarktkunden noch in der Gruppe der Supermarktkunden eine klinisch relevante Orthorexie besteht. In jeder Gruppe gibt es je 1 Teilnehmer/ in mit einer Tendenz zu orthorektischem Essverhalten. Insgesamt ist kein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen zu verzeichnen. Eine weitere Unterteilung nach den einzelnen DOS Aussagen, dem Geschlecht sowie eine Altersspannenunterteilung ergaben hingegen punktuell signifikante Unterschiede in den mittleren Punktzahlen der einzelnen Aussagen. Ebenso zeigt die Unterteilung einen signifikanten Unterschied in der Gesamtpunktzahl der DOS bei dem Vergleich der Männer beider Gruppen (S= 15,00 ± 4,000 und B= 20,11 ± 4,106). Ein Bezug zur Literatur kann nur teilweise gezogen werden, da sich die Ergebnisse der vorliegenden Studie nur zum Teil mit Ergebnissen anderer Studien decken.

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