Projekt
Frickel - Ein Museum für Friedl Dicker
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© Meret Friedrich
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© Meret Friedrich
Projekt
Friedl Dicker, geboren 1898 in Wien und in Auschwitz ermordet, war eine bis heute wenig beachtete Künstlerin, Architektin, Innenarchitektin und Kunstpädagogin, die neben anderen eine Brücke von der Wiener Werkstätte zum Bauhaus bildete.
Aufgabe war es, zu Ihren Arbeiten zu recherchieren, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der KünsterInnen-Kollektive Wiener Werkstätte und Bauhaus zu erkunden und in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Vorstellungen einer ganzheitlich gestalteten Welt ein eigenes architektonisches Statement zu erarbeiten. Entworfen wurde ein Mobiles Museum für Friedl Dicker, das in Dessau wie auch in Wien temporär installiert werden kann und so die bemerkenswerte Arbeit Dickers vor den Vorhang holt.
Im Spannungsfeld zwischen historischer Recherche und konkreten urbanen Bedingungen werden die Paradigmen architektonischer Raumproduktion hinterfragt und in eine sehr persönliche Arbeitsweise überführt.
Entwurf
Die Künstlerin Friedl Dicker-Brandeis brachte 1919 das Kinderspiel „Phantasus“ auf den Markt. Ein einfaches Steckspielzeug aus Holz, welches den Spielenden ermöglicht aus einfachen geometrischen Formen, Tiere und andere Objekte frei nach der Vorstellungskraft zu Bauen.
Dieses simple Prinzip ist die Grundlage dieses Museumsentwurfs. Jeder Körper hat sein eigenes Farbthema und bezieht sich mit diesem auf die Arbeiten von Friedl. Die Grundkörper bestehen aus einem Holzrahmenbau und können durch das Einschieben und Durchstoßen der anderen Körper erweitert werden. Durch den simplen Aufbau kann die Konstellation des Gebäudes standortabhängig angepasst werden.