Projekt

Michael Wallraff - Architektur Semesterprojekt

Frickel - Ein Museum für Friedl Dicker

  • Moderne Architekturzeichnung mit zwei markanten Gebäudeteilen in Süd-Dessau: links ein rotbraunes, schräg abfallendes Dach mit Person daneben, rechts ein grünes, kubisches Volumen mit gelber Terrasse und zwei Tennisplatz-Silhouetten. Im Hintergrund Hochhäuser. © Meret Friedrich
  • Moderne Wohngebäudeansicht mit flacher Dachkonstruktion und großen Fensterflächen, umgeben von Rasen. Daneben eine schematische Skizze des Gebäudes mit sichtbarem Innenaufbau, Treppen und Balkonen. © Meret Friedrich
  • Skizzen und Entwürfe für ein funktionales Möbelkonzept mit verschiedenen Perspektiven und Materialstudien. Gezeigt werden eine Wandhalterung mit integriertem Regal, eine drehbare Scheibe sowie eine abnehmbare Ablagefläche aus blauem Material. © Meret Friedrich
  • Modell eines schwimmenden Pavillons mit zwei grünen zylindrischen Aufbauten, einem blauen Dach und gelben Stützen. Im Hintergrund ein rotes Boot sowie eine Schnittdarstellung mit Innenraum und Treppe. Separate Skizze zeigt einen kleinen, offenen Pavillon mit Holzgestell und blauer Plane. © Meret Friedrich
  • Zwei Grundrissdarstellungen von Innenhöfen mit unterschiedlichen Anordnungen: Links ein kleinerer, kompakter Innenhof mit zentralem Platz und umgebenden Gebäuden, rechts ein größerer, offener Innenhof mit zentralem Platz, umgeben von Gebäuden und einem schmalen Weg entlang der rechten Seite. Beide zeigen Bäume und Sitzmöglichkeiten. © Meret Friedrich
  • Grundrisse zweier Gebäude mit markanten runden Eingangsbereichen und angrenzenden Flügeln. Oben Grundriss Dessau mit zentralem Kreis und zwei seitlichen Flügeln. Unten Grundriss Wien mit ähnlicher Kreisform und einem Flügel, dazu Detailansicht einer Spielfläche mit Spielgeräten. © Meret Friedrich
  • Zwei Seitenansichten einer kleinen Ausstellungshalle im Schnitt. Links ist ein Rollstuhl vor einem grünen Vorhang und einem gelben Wandbereich mit einer Skizze zu sehen. Rechts befindet sich eine Person, die eine Leinwand hält, ebenfalls vor dem grünen Vorhang und gelben Wandflächen. © Meret Friedrich

Projekt

Friedl Dicker, geboren 1898 in Wien und in Auschwitz ermordet, war eine bis heute wenig beachtete Künstlerin, Architektin, Innenarchitektin und Kunstpädagogin, die neben anderen eine Brücke von der Wiener Werkstätte zum Bauhaus bildete.

Aufgabe war es, zu Ihren Arbeiten zu recherchieren, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der KünsterInnen-Kollektive Wiener Werkstätte und Bauhaus zu erkunden und in der Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Vorstellungen einer ganzheitlich gestalteten Welt ein eigenes architektonisches Statement zu erarbeiten. Entworfen wurde ein Mobiles Museum für Friedl Dicker, das in Dessau wie auch in Wien temporär installiert werden kann und so die bemerkenswerte Arbeit Dickers vor den Vorhang holt.

Im Spannungsfeld zwischen historischer Recherche und konkreten urbanen Bedingungen werden die Paradigmen architektonischer Raumproduktion hinterfragt und in eine sehr persönliche Arbeitsweise überführt. 

Entwurf

Die Künstlerin Friedl Dicker-Brandeis brachte 1919 das Kinderspiel „Phantasus“ auf den Markt. Ein einfaches Steckspielzeug aus Holz, welches den Spielenden ermöglicht aus einfachen geometrischen Formen, Tiere und andere Objekte frei nach der Vorstellungskraft zu Bauen. 

Dieses simple Prinzip ist die Grundlage dieses Museumsentwurfs. Jeder Körper hat sein eigenes Farbthema und bezieht sich mit diesem auf die Arbeiten von Friedl. Die Grundkörper bestehen aus einem Holzrahmenbau und können durch das Einschieben und Durchstoßen der anderen Körper erweitert werden. Durch den simplen Aufbau kann die Konstellation des Gebäudes standortabhängig angepasst werden.

Betreuer/in