Projekt
Michéle Tille von CYNiO
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© Michéle Tille / CYNiO
Als CEO und Co-Founderin des Chemie-Start-ups CYNiO verbindet Michéle Tille Unternehmertum mit technologischer Innovation. Gemeinsam mit Marlene Baumhardt und Sophie Riedel hat sie in Bitterfeld-Wolfen ein Unternehmen aufgebaut, das auf einer patentierten Technologie zur Herstellung spezialisierter Isocyanate basiert. Im Interview erzählt sie, wie sie ihren Weg ins Unternehmertum gefunden hat, warum unterschiedliche Perspektiven im Gründerinnenteam entscheidend sind und was sie anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben möchte.
Michéle, was hat dich eigentlich zum Unternehmertum geführt?
„Mein Wendepunkt kam im Auslandssemester in Finnland: In einem Startup Hub durfte ich mit internationalen Teams echte Geschäftsprobleme lösen. Da habe ich gemerkt: Ich will nicht nur über Ideen sprechen – ich will sehen, was passiert, wenn man sie wirklich baut.“
Von der Forschung zum eigenen Unternehmen: Wann wird aus einer Technologie ein Unternehmen?
„Eine Technologie wird nicht automatisch zum Unternehmen. Es braucht einen Wissenschaftler, der irgendwann sagt: ‚jetzt machen wir es.‘ […] Und dann braucht es Menschen, die die Technologie in einen Business Case übersetzen. Chemiker und BWLer schauen naturgemäß auf völlig unterschiedliche Dinge. Genau diese Übersetzung war bei CYNiO entscheidend.“
Was würdest du heute – mit deinen Erfahrungen aus mehreren Gründungen – deinem jüngeren Ich mit auf den Weg geben?
„Zwei Dinge möchte ich dir mitgeben: Du musst nicht alles alleine können. Renaissance-Menschen gibt’s schließlich nur bei Sims. Bau früh ein gutes Netzwerk auf und hab keine Scheu, es auch zu nutzen. Und: behandle deine Gesundheit nicht wie eine optionales To-do. Sport, mentale Pausen und Erholung gehören in den Kalender – und sind nicht verhandelbar. Unternehmertum ist ein Marathon, kein Sprint.“
Neugierig auf Michéles Erfahrungen aus dem Gründungsalltag, die Zusammenarbeit im Gründer:innenteam und ihren Umgang mit Unsicherheit?
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