Projekt
RE USE Schleuse Wüsteneutzsch
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© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
Perspektive Eingang -
© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
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© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
Grundriss Erdgeschoss -
© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
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© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
Perspektive Haupthof -
© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
Modell 1:50 -
© Denise Busch, Lena-Marie Nadarzynski
Modell 1:500
Projekt
Von der Schleusenruine zum Zukunftsort – Umnutzung und Entwicklung der Schleusentreppe Wüsteneutzsch:
1933 begann der Bau des Elster-Saale-Kanals, der Leipzig über die Saale mit dem norddeutschen Wasserstraßennetz und damit der Nordsee verbinden sollte – die Vision einer „Hafenstadt mit Weltmeeranschluss“. In Wüsteneutzsch entstand ab 1939 die 85 m lange Schleusenkammer als Teil einer geplanten Schleusentreppe. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten 1943 eingestellt; zurück blieb ein außergewöhnliches technisches Zeitzeugnis und heutiger Lost Place.
Die Entwürfe untersuchen unterschiedliche Strategien zwischen minimalinvasiver, temporärer Bespielung und vollständiger Transformation. Anbauten, Einbauten und Aufstockungen entwickeln neue Perspektiven für Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie Sport und Freizeit. Ein Abbruch oder substanzielle Rückbau sind ausgeschlossen.
Entwurf
Im Rahmen des Semesterprojekts wird die Schleusenruine Wüsteneutzsch zu einem temporären Festivalort mit einer außenliegenden Bühne umgenutzt. Gestapelte Container in verschiedenen Grüntönen greifen das Thema Schifffahrt auf und können in mehreren Ausbaustufen erweitert werden. Gegliedert wird die Schleuse in einen Eingangsbereich mit einem Gastronomieangebot, einem Hauptbereich mit Unterhaltungsangeboten und einem Ruhebereich mit Übernachtungsmöglichkeiten. Rote, barrierefreie Stege erschließen die Container und ermöglichen eine flexible Nutzung der Dächer. Zusammen mit den grünen Containern setzen sie bewusst einen Kontrast zu dem rauen und industriellen Charakter der Schleusenruine.