Projekt
Sereno Werk, Schleuse Wüsteneutzsch
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© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
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© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
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© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
Grundriss Erdgeschoss -
© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
Grundriss 1. Obergeschoss -
© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
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© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
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© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
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© Johannes Rühle, Jakob Hohmuth
Projekt
Von der Schleusenruine zum Zukunftsort – Umnutzung und Entwicklung der Schleusentreppe Wüsteneutzsch
1933 begann der Bau des Elster-Saale-Kanals, der Leipzig über die Saale mit dem norddeutschen Wasserstraßennetz und damit der Nordsee verbinden sollte – die Vision einer „Hafenstadt mit Weltmeeranschluss“. In Wüsteneutzsch entstand ab 1939 die 85 m lange Schleusenkammer als Teil einer geplanten Schleusentreppe. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten 1943 eingestellt; zurück blieb ein außergewöhnliches technisches Zeitzeugnis und heutiger Lost Place.
Die Entwürfe untersuchen unterschiedliche Strategien zwischen minimalinvasiver, temporärer Bespielung und vollständiger Transformation. Anbauten, Einbauten und Aufstockungen entwickeln neue Perspektiven für Kunst und Kultur, Bildung und Wissenschaft sowie Sport und Freizeit. Ein Abbruch oder substanzieller Rückbau sind ausgeschlossen.
Entwurf
Unser Entwurf denkt die historische Idee, Leipzig ans Weltmeer anzubinden, weiter – der Bestand wird jedoch nicht mehr als Schleuse genutzt, sondern zur Bootsmanufaktur für moderne Elektroboote umgenutzt und bleibt über das Wasser dennoch erreichbar. Ein kleines Hafenbecken mit Sitzplätzen und Lokalitäten bindet Schleuse und Werft gesellschaftlich in den Ort ein, während der Anbau am alten Schleusenbecken als Eventlocation und Museum die Werft als kulturelles Gut in Wüsteneutzsch stärkt. Das Sheddach verleiht dem Ensemble einen industriellen Charakter und schafft zugleich ein offenes, lichtdurchflutetes Open-Space-Office. Der Aufbau über dem alten Becken nimmt die bestehende Kubatur der Bauruine auf und macht sie im neuen Volumen ablesbar. Der angesetzte Anbau bindet eines der beiden Überlaufbecken als Event- und Showroom-Fläche in den Entwurf ein. Bewusst setzt sich der Neubau in seiner Materialität vom Bestand ab: Der massigen, rohen Struktur aus Stahlbeton wird ein Holzbau als leichtes, wertiges Gegenüber zur Seite gestellt.